Dystopie des Chaos oder „Per Anhalter durch die Coronakrise”

Von Roger Letsch – 22. Januar 2021 3

Die Frage, ob wir uns aktuell in einem Plot nach „1984“ oder doch eher „Schöne neue Welt“ befinden, wird gerade wieder heftig diskutiert. Sicher findet man aus beiden Büchern Elemente in der aktuellen Realität wieder, für das komplette Bild fehlt mir jedoch ein entscheidender Aspekt: das offensichtliche Chaos. Sowohl Orwell als auch Huxley unterstellte in ihren Dystopien ja geradezu diabolisch planvolles Handeln. Es gab sogar stets eine zentrale Macht, die steuernd im Sinn ihres „großen Plans“ eingriff. Sicher, heute ist immer wieder vom „Great Reset“ die Rede, was nach einem ausgeklügelten Plan klingen mag. Doch alles Regierungshandeln, das angeblich dorthin führen soll, kommt völlig erratisch daher und ist voller Widersprüche. Keiner weiß Bescheid, keiner macht, was er soll, aber alle machen mit. Der Albtraum, in dem wir uns befinden, enthält meiner Meinung nach Elemente aus Douglas Adams „Per Anhalter durch die Galaxis“.

Die Antwort auf alles lautet nicht 42, sondern „Inzidenz 50“, nur kann sich leider niemand an die Frage erinnern oder daran, wer sie gestellt hat. Unsere galaktische Präsidentin Merkel hat gerade wieder den Unendlichen-Unwahrscheinlichkeits-Antrieb eingeschaltet, um der galaktischen Pandemie in Richtung Lockdownverschärfung zu entkommen und dabei bewiesen, dass man eine Wirtschaftsrakete mit einem Knopfdruck in einen Petunientopf und einen Pottwal verwandeln kann. Und während ersterer „nicht schon wieder“ denkt, weil er ahnt, dass mit ihm kein Blumentopf zu gewinnen ist, stürzt der zweite bei seiner kurzen Identitätsfindung auf den Planeten Covid hinab und fragt sich, ob der schnell näher kommende Boden wohl freundlich zu ihm sein werde.

Die Exekutive zieht an dem Hebeln des Raumschiffs „Land aus Gold“, jeder halbwegs intelligente Marvin an Bord schüttelt deprimiert den Kopf und sagt „Das geht nicht gut aus“ und „Ich hab’s euch doch gesagt“. Der sonst nervtötend gut gelaunte Bordcomputer Eddi-„Wir-Sind-Ein-Reiches-Land” hat längst auf seinen autoritären Ersatzcharakter „Söder” umgeschaltet und ruft ständig „Wir sind arm dran, deshalb Arm ab!” und „Keine Panik!”, was die Menschen natürlich erst recht in Panik versetzt. Zum Glück hat heute jeder stets sein Handtuch dabei!

Dummerweise kann man vor dem Wahnsinn nicht mal ins „Restaurant am Ende des Universums“ fliehen, weil das natürlich wegen Corona geschlossen ist. Aber da sind wir schon in einem anderen Buch von Douglas Adams, in dem sich weitere passende Analogien finden. https://www.facebook.com/plugins/like.php?href=https://unbesorgt.de/dystopie-des-chaos-oder-per-anhalter-durch-die-coronakrise/&layout=button_count&show_faces=false&width=105&action=like&colorscheme=light&height=21 Vorheriger ArtikelZum Amtsantritt von Joe Biden

3 Kommentare

  1. ceeschow „DDR”-Erfahrene adaptieren den seinerzeit bekannten gültigen Dreihupf: Jeder macht, was er will (die MP & MP-Innen),
    keiner macht, was er soll (die Landkreise),
    alle machen mit (die Gesundheitsämter mit Fax und Zetteln). Beim Corona-Impfen liegt D weit hinten. Das sollte positiv gesehen werden, denn „Wo wir sind, ist vor. Wenn wir hinten sind, ist hinten vorn”. In den Gesundheitsämter arbeitet man deutschlandweit nach der in der „DDR”- bekannten Robinson-Methode: „Warten auf Freitag” Antwort
  2. Thomas Banholzer lieber Roger Letsch,
    ein Meisterstück ! Vielen Dank dafür.
    Mit freundichen Grüssen Thomas Banholzer Antwort
  3. Uwe Klemann »Keine Panik!« rufen finde ich gar nicht so schlecht, allerdings sollte man dann auch sinnvolle und für alle praktikable Maßnahmen zur Eindämmung derselben vorschlagen, wie z.B. die DIY-FP2-Maske. Man nehme einen herkömmlichen Schal, befestige daran zwei Kronkorken (vornehmlich von Corona Bierflaschen) und binde sich das Ganze vors Gesicht. Voilá, fertig ist die perfekte FP2-Maske! Ich möchte hier natürlich nicht zur Nachahmung auffordern. Das läge mir fern. Antwort
  4. Quelle

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