Furcht vor der Autobahn

Furcht, Furcht, Furcht vor der Autobahn Ehrlich, ich hab’s ja nicht so mit Autos. Trotz täglicher Verwendung habe ich ein derart pragmatisches Verhältnis zu meinem fahrbaren Untersatz, das fast an Ignoranz grenzt. Vier Räder, so angebracht, dass sie bis zum Boden reichen und Technik, die mich sicher von A nach B bringt, und schon bin ich zufrieden. Wenn man weit weg von U‑, S- und Die Bahn lebt, zählen eher praktische und Kostenaspekte als ein krasser Auftritt mit PS, Protz und Plüsch. Deshalb habe ich in meinem ganzen Leben höchstens zehn Autozeitschriften durchgeblättert, meistens in Wartezimmern. Doch neuerdings sind Auto-Testberichte und Rezensionen wieder interessant geworden, sofern sie sich mit der hochgefiedelten Elektromobilität befassen. Die Welt beispielsweise befasste sich am 2.2.2021 sehr ausführlich mit dem Honda „e“, einem Gefährt, dessen Gesicht nur ein Schlagloch lieben kann. Aber Formensprache ist im 21. Jahrhundert Sache der Designer nicht, man folgt dem allgemeinen Trend zur Hässlichkeit. Je unförmiger der Bio-Apfel und je abstoßender die Mode, desto besser und woker. Ein Auto zu fahren, das winzig, hässlich, unpraktisch und elektrisch ist – mehr virtue signallig geht ja gar nicht. [weiterlesen]  

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