„Kliniken im ersten Pandemie-Jahr: Patienten-Schwund und „COVID-Fälle“ ohne COVID

Von Oliver Janich

„Kliniken im ersten Pandemie-Jahr: Patienten-Schwund und „COVID-Fälle“ ohne COVID

Doch viele Skeptiker trauten schon damals den Zahlen nicht. Es war bekannt, dass jeder Patient zunächst einen PCR-Test auf das Coronavirus SARS-CoV-2 bekam, bevor er in einer Klinik behandelt wurde – egal ob es um eine Krebs-Therapie oder eine Knie-OP ging. Dieses Vorgehen hat tatsächlich viele Zufallsfunde zutage gefördert, die aber oft trotz positivem Befund keine Symptome der Lungenerkrankung COVID-19 zeigten. Das geht aus einem aktuellen Bericht der ZEIT hervor.

Auf Anfrage des Blattes räumten 20 Kliniken aus ganz Deutschland ein, dass 20 bis 30 Prozent der „COVID-19-Patienten“ wegen völlig anderer Erkrankungen behandelt werden mussten und auch wurden. Doch ob des positiven Tests listete sie das Robert Koch-Institut (RKI) trotz fehlender Symptomatik als COVID-19-Fälle auf.

Auch die DIVI räumte auf Nachfrage der Zeitung ein: Auf den Intensivstationen werde jeder zehnte im Register aufgeführte Patient wegen anderer Erkrankungen behandelt. So viele schwere COVID-Fälle wie behauptet gibt es offenbar nicht.

Das RKI rechtfertigte sich gegenüber dem Blatt: Das „harte Kriterium“, um als COVID-Fall in die Daten einzugehen, sei nun einmal ein positiver Test. Und selbst davon gibt es derzeit immer weniger.

Von Anfang Januar, als der Höchststand der „COVID-Fälle“ auf Intensivstationen (Intensivtherapiestation: ITS) mit 5.762 angegeben worden war, bis zum 17. Februar sanken selbst die offenkundig aufgebauschten Zahlen um rund 44 Prozent.(…)

Demnach behandelten die Einrichtungen letztes Jahr insgesamt rund sechs Millionen Menschen – fast eine Million und damit 13,6 Prozent weniger als 2019, wie Tabelle 1 der IQM-Analyse belegt.

Tabelle 4 der IQM-Analyse gibt einen tieferen Einblick. Danach gingen auch die Patientenzahlen auf den ITS dieser Häuser gegenüber dem Vorjahr um 4,7 Prozent auf 344.211 zurück. Die Anzahl der Behandelten mit Erkrankungen der Atemwege, sogenannte SARI-Fälle (Schwere Akute Respiratorische Infektion), zu denen auch COVID-19 gehört, schrumpfte sogar um gut zehn Prozent auf 353.535 Fälle.
Eine invasive Intubation, also maschinelle Beatmung, mussten rund 163.000 Menschen über sich ergehen lassen – 6,4 Prozent weniger als noch 2019.(…)

Schließlich scheint die IQM-Studie auch ZEIT-Recherchen zu bestätigen: Wer als COVID-Fall gilt, muss nicht immer COVID haben. Tabelle 2 laut IQM zeigt Fälle auf, die zwei verschiedenen Diagnoseschlüsseln zugeordnet worden waren: U07.1 und U07.2. Ersterer steht für mittels PCR-Test „bestätigte COVID-19-Fälle“, letzterer fasst sogenannte „COVID-19-Verdachtsfälle“ zusammen.

Diese wurden bemerkenswerterweise negativ getestet. Um als Verdachtsfall zu gelten, reicht demnach bereits ein nachgewiesener Kontakt zu einer positiv getesteten Person – unabhängig vom Krankheitsbild – oder eine Lungenentzündung.(…)“

https://de.rt.com/meinung/113342-kliniken-im-ersten-pandemie-jahr/

RT DE (https://de.rt.com/meinung/113342-kliniken-im-ersten-pandemie-jahr/)
Kliniken im ersten Pandemie-Jahr: Patienten-Schwund und „COVID-Fälle“ ohne COVID
Die Pandemie bedrohe das Gesundheitswesen. Mit Schreckensvisionen vom Crash der Kliniken und unbehandelt Sterbenden..

Quelle :O.J.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: