Linke-Politikerin im Hass- und Hetze-Exzess – Bartsch distanziert sich

Von Max Roland

Eine hessische Lokalpolitikerin wünscht AfD-Mitgliedern den Tod. Es ist nicht ihre einzige Entgleisung. Trotzdem wurde sie auf Listenplatz 2 zur Kreistagswahl in Linden aufgestellt. Dietmar Bartsch nannte die Äußerung gegenüber TE „absolut inakzeptabel“.

Weihnachtsbräuche sind vielfältig. Manche gehen in die Kirche, andere singen „Oh Tannenbaum“ – und wieder andere fordern am Weihnachtsmorgen hunderttausendfache Vergasungen und kündigen einer alten Frau an, auf ihrem Grab zu tanzen.

Die 47-Jährige Bianca Deubel kandidiert für „Die Linke“ auf dem zweiten Listenplatz für die Kommunalwahlen im hessischen Linden. Da es bei Kommunalwahlen keine Prozenthürde gibt, gilt ihr der Sitz als sicher. Deubel ist von Beruf „selbstständige Dozentin“ und Reiki-Lehrerin. Reiki ist eine japanische Heilkunst. Deubel bietet ihren Kunden an, ihr „Chakra“ auszugleichen und zu harmonisieren, und will den Kontakt zum „höheren Selbst“ vermitteln. Sie scheint auch als Sprachlehrerin zu arbeiten. Wie Erfolgreich sie damit ist, ist allerdings fraglich: Ihr Angebot umfasst auch „counsoling“, vermutlich meint sie „counseling“ (Beratung).

Doch nach Feierabend ist bei ihr offenbar Chakraharmonisierung nicht mehr angesagt. Im Internet zirkulieren hasserfüllte Tweets vom Twitter-Account der Listenkandidatin. Weihnachten 2018: „Alle AFDler gehören in die Gaskammer“. Wenige Stunden vorher antwortet sie der Vorsitzenden der Desiderius-Erasmus-Stiftung, Erika Steinbach: „Ich freue mich schon, wenn ich auf ihrem Grab tanzen kann.“ Von Usern auf ihre Hetze angesprochen kontert sie: „Ist schon scheiße wenn man sein eigenes Gift fressen muss und reagiert wie geistesgestörte Zombies…“ und bekundet, sie werde ihren Schülern bald erklären, „wieso AFD matsch in Birne bedeutet“.

Die Ausfälle der Linken-Kandidatin auf Twitter haben den Social-Media-Konzern bereits zur Sperrung ihres Accounts veranlasst. Eine Distanzierung von Deubels Kreisverband nach ihren Aussagen lässt sich nicht auffinden.

Dietmar Bartsch, Fraktionsvorsitzender der Linken im Bundestag, hat sich, nachdem er Deubel im Rahmen eines Wahlaufrufs genannt hatte, gegenüber TE folgendermaßen geäußert:

„Ich kann Ihnen versichern, dass ich die Äußerungen von Frau Deubel nicht gekannt habe. Die Bitte an mich, mit einem Aufruf zu unterstützen, ist auch nicht von ihr erfolgt. Ohne dass ich auch nur einen Hauch von Sympathie für AfD-Politiker habe, ist ein Aufruf, dass diese in Gaskammern gehören, nicht zu tolerieren. Ja, auch ich setze mich in großer Deutlichkeit mit der AfD im Bundestag und auch bei jeder anderen Gelegenheit auseinander, aber Aufrufe zu Mord und ähnlichem sind und bleiben absolut inakzeptabel.“

Quelle

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