Khashoggi, Syrien bombardiert, Drohungen gegen den Iran: Die neue US-Politik unter Biden

Khashoggi, Syrien bombardiert, Drohungen gegen den Iran: Die neue US-Politik unter Biden

In den letzten Tagen gab es einige interessante Meldungen über die neue US-Politik, über die ich bisher kein Wort berichtet habe. Da ich danach aber immer öfter gefragt werde, will ich hier eine kurze Antwort geben.

Es gab in den letzten Tagen einige geopolitisch sehr interessante Meldungen, über welche auf dem Anti-Spiegel nicht berichtet wurde. Da der Anti-Spiegel als eines der Kernthemen Geopolitik hat, ist das sehr ungewöhnlich. Ich will hier kurz die Ereignisse nennen und dann darauf eingehen, warum es hier noch keine Berichte gegeben hat.

Vorweg noch eines: Der Anti-Spiegel ist keine Nachrichtenseite, ich kann es im Ein-Mann-Betrieb aus meiner Küche gar nicht leisten, als erster alle interessanten Meldungen zu bringen. Der Anti-Spiegel beschäftigt sich in erster Linie mit Medienkritik und mit geopolitischen Analysen. Dabei geht es jedoch nicht um Schnelligkeit, sondern um Genauigkeit. Daher melde ich viele Dinge mit Verspätung, weil ich oft nicht nur über ein Ereignis berichten möchte, sondern es auch (geo-)politisch einzuordnen versuche.

So ist es auch mit den aktuellen Ereignissen, die da wären:

Erstens: Die USA haben in Syrien pro-iranische Kräfte bombardiert. Das ist nicht überraschend, denn es war zu erwarten, dass unter Joe Biden die Hemmschwelle zum Einsatz des US-Militärs wieder sinken würde. Trump war da bekanntlich erheblich zurückhaltender als sein Vorgänger Obama. Und Biden wird wieder zu der aggressiven US-Politik mit verstärktem Einsatz des Militärs zurückkehren.

Zweitens: Die USA haben Trumps Bruch des Atomabkommens mit dem Iran nicht zurückgenommen, sondern behalten auch unter Biden die aggressive Rhetorik bei, die dem Iran droht und Vorbedingungen für Verhandlungen stellt, obwohl es die USA waren, die mit ihrem Vertragsbruch die neue Krise um das Atomabkommen ausgelöst haben.

Drittens: Völlig überraschend haben die USA Geheimdienst-Berichte öffentlich gemacht, die dem saudischen Kronprinzen eine direkte Verstrickung in den Mord an dem Journalisten Khashoggi vorwerfen. Hier muss man abwarten, ob und welche Konsequenzen das haben wird, oder ob das nur eine Art Druckmittel gegen Saudi-Arabien oder ein Manöver der US-Innenpolitik ist.

Meine Vermutung ist, dass die drei Themen zusammengehören könnten. Die ersten beiden Punkte gehören in jedem Fall zusammen, denn sie berühren beide die Krise mit dem Iran. Und da auch Saudi-Arabien ein Gegner des Iran ist, sollte man bei Meldungen über den Iran auch immer Saudi-Arabien im Hinterkopf haben.

Das Problem ist, dass sich mir bisher nicht erschließt, in welche Richtung diese Dinge sich entwickeln werden. Und vielleicht liege ich auch falsch und sie hängen gar nicht so eng zusammen, wie ich vermute. In jedem Fall sammle ich zu allen drei Themen weiterhin Nachrichten und Meldungen und vor allem warte ich auf konkrete Maßnahmen der US-Regierung, die die tatsächliche Richtung erkennen lassen.

Die Fragen sind nämlich:

Erstens: Wie weit sind die USA in der Frage des Iran bereit zu gehen?
Zweitens: Wie weit sind die USA bereit, in Syrien zu eskalieren? Immerhin birgt das die Gefahr eines direkten militärischen Zusammenstoßes mit russischen Truppen.
Drittens: Ändern die USA ihre Politik gegenüber Saudi-Arabien und wenn ja, warum und in welche Richtung?
Viertens: Welche Rolle spielt Israel bei all dem? Immerhin ist Israel in alle genannten Themen tief verstrickt.

Mit diesem Artikel wollte ich nur die Antwort darauf geben, warum ich über diese Themen bisher nicht berichtet habe und Sie an meinen Gedanken dazu teilhaben lassen.

Quelle

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