Dänemark setzt Impfung mit Astrazeneca vorerst aus

Astrazeneca-Impfstoff: Dänemark setzt Impfung vorerst aus. Astrazeneca: In Dänemark wird vorübergehend niemand mehr mit dem Corona-Impfstoff des Unternehmens Astrazeneca geimpft. (Quelle: dpa/Jan Kroölak/tasr)
Astrazeneca: In Dänemark wird vorübergehend niemand mehr mit dem Corona-Impfstoff des Unternehmens Astrazeneca geimpft. (Quelle: Jan Kroölak/tasr/dpa)

Der viel kritisierte Impfstoff von Astrazeneca wird vorerst nicht mehr in Dänemark eingesetzt. Etwaige Nebenwirkungen bereiten den Behörden Sorge.

Corona-Spätfolgen: Diese Beschwerden treten häufig auf
Muskelschmerzen: Auch Schmerzen in Muskeln und Gelenken zählen zu den Symptomen, die nach einer Corona-Infektion andauern können. (Quelle: Getty Images/NickyLloyd)
Gedächtnis- und Konzentrationsprobleme: Ebenfalls häufig treten Konzentrationsschwächen im Alltag auf. (Quelle: Getty Images/nensuria)
Auch nach überstandener Corona-Infektion berichten einige Betroffene über Spätfolgen. Mediziner sprechen bei diesen Auffälligkeiten vom Long-Covid- oder Post-Covid-Syndrom. Ein Überblick über mögliche Symptome. (Quelle: Getty Images/vlada_maestro)
Müdigkeit: Viele Covid-19-Patienten fühlen sich auch nach Ende der Virusinfektion müde oder abgeschlagen. (Quelle: Getty Images/fizkes)
Kopfschmerzen: Oft wird auch von Kopfweh und Migräneattacken nach Covid-19 berichtet. (Quelle: Getty Images/fizkes)
Schlafstörungen: Einige Betroffene leiden auch unter Schlaflosigkeit oder Albträumen. (Quelle: Getty Images/Tero Vesalainen)
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Berichte über schwere Nebenwirkungen

In Dänemark wird vorübergehend niemand mehr mit dem Corona-Impfstoff des britisch-schwedischen Unternehmens Astrazeneca geimpft. Grund dafür seien Berichte über schwere Fälle von Blutgerinnseln bei Personen, die mit dem Mittel gegen Covid-19 geimpft worden seien, teilt die dänische Gesundheitsverwaltung mit.

Die europäischen Arzneimittelbehörden hätten vor dem Hintergrund eine Untersuchung des Impfstoffes eingeleitet. Ein Bericht beziehe sich auf einen Todesfall in Dänemark. Man könne jedoch zu diesem Zeitpunkt noch nicht feststellen, ob ein Zusammenhang zwischen dem Vakzin und den Blutgerinnseln bestehe.

Vorfälle werden noch untersucht

Regierungschefin Mette Frederiksen bestätigt Reportern vor einem Krankenhaus im dänischen Herlev, dass die Verabreichung des Astrazeneca-Impfstoffes pausiert werde. Diese Nachricht sei ärgerlich, da man unheimlich abhängig davon sei, dass alle geimpft würden. Gesundheitsminister Magnus Heunicke sprach ebenso wie die Gesundheitsverwaltung von einer Vorsichtsmaßnahme. Die Vorfälle sollten gründlich untersucht werden, schreibt er auf Twitter.

Nach Behördenangaben wird der Stopp zunächst 14 Tage dauern, danach wird geschaut, wie es weitergeht. Es sei wichtig, zu unterstreichen, dass man den Astrazeneca-Impfstoff nicht ablehne, sondern die Verabreichung pausiere. Es sei gut dokumentiert, dass das Mittel sowohl sicher als auch effektiv sei. Man müsse jedoch auf Berichte zu möglichen ernsthaften Nebenwirkungen reagieren.

So viele Menschen in Dänemark bisher geimpft

Im EU-Land Dänemark mit seinen gut 5,8 Millionen Einwohnern haben bislang rund 560.000 Menschen ihre erste Corona-Impfdosis erhalten, knapp 220.000 auch ihre zweite. Bisher haben etwa 142.000 Menschen ihre erste Impfung mit dem Astrazeneca-Stoff bekommen. Bei mehr als 70 Prozent der bislang verabreichten Impfungen kam das Vakzin von Pfizer/Biontech zum Einsatz, in 4 Prozent das von Moderna. Die Impfkampagne ist in Dänemark zügiger als in Deutschland und den meisten anderen Ländern Europas angelaufen.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen. Verwendete Quellen:

  • Nachrichtenagenturen dpa, AFP
  • Quelle

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