Was passierte wirklich in Fukuschima? Manfred Haferburg geht ins Detail

Ein Tsunami zerstörte die Präfektur Fukushima, Bild ANN

Glaubt man Medien und Politikern, starben fast genau vor zehn Jahren Zehntausende Japaner am explodierenden Siedewasser-Kernreaktor Fukuschima. Mitnichten – die Natur ist weitaus gefährlicher als Kernkraftwerke. Die gigantische Hafenwelle (Tsunami), die die japanische Hauptinsel Honschu ein paar Meter verschoben hat, tötete über 20.000 Menschen.

Manfred Haferburg ist freiberuflicher Berater für Reaktorsicherheit und hat schon über 100 Werke weltweit besucht und begutachtet. Er beschreibt sehr anschaulich und informativ die Kernschmelze in Fukuschima. Wichtigster Punkt: Der Tsunami erwischte keineswegs den Reaktorkern, sondern nur die Diesel-Notstromgeneratoren und die Batterien des Kraftwerks. Die besorgen im Fall einer automatischen Notfallabschaltung die notwendige Nachkühlung des Kerns.

Explosionen im Fernsehen kamen aber nicht vom Kern, sondern von sich entwickelndem Wasserstoffgas, das von der Mannschaft absichtlich gezündet wurde. Die Ingenieure und Techniker kämpften klug und mutig, sogar mit requirierten Autobatterien, gegen die Katastrophe und retteten viele Menschen; die Zahl der Reaktortoten liegt unter zehn. Heute sind die japanischen Kerrnkraftwerke bestens gegen Erdbeben und Hafenwellen gesichert.

Haferburg gibt außerdem einen spannenden Ausblick auf die Brütertechnik, die Zukunft der Kernkrafttechnik. Nur nicht in Deutschland.

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