Russische Reaktionen auf Bidens Interview: „Politischer Wahnsinn und wachsende Demenz der amerikanischen Führer“

Russische Reaktionen auf Bidens Interview: „Politischer Wahnsinn und wachsende Demenz der amerikanischen Führer“

Am Tag nach dem Interview des US-Präsidenten, in dem er Putin persönlich offen angegriffen und beleidigt hat, reagieren nun russische Politiker. Die Reaktionen sind so deutlich, wie noch nie. Im politischen Moskau herrschen Unglauben und Schock.

Joe Biden hat in dem Interview mitgeteilt, er halte Putin für einen „Killer“ und hat erneut hinzugefügt, Putin müsse „den Preis“ bezahlen. Garniert war das Interview mit dem erneuten Vorwurf der angeblichen russischen Wahleinmischung, obwohl das so nicht einmal in dem US-Geheimdienstbericht zu lesen war. Diese offen grundlose Provokation scheint den Weg der Außenpolitik der neuen US-Regierung vorzugeben.

In Moskau scheint man unterdessen die Geduld zu verlieren. Das russische Außenministerium hat den russischen Botschafter zu Konsultationen aus Washington nach Moskau gerufen und im russischen Fernsehen wurde über Reaktionen russischer Politiker berichtet, die an Deutlichkeit nichts zu wünschen übrig lassen. Ich habe den Bericht des russischen Fernsehens übersetzt.

Beginn der Übersetzung:

Nur ein Beispiel dafür, wie die Worte des amerikanischen Präsidenten in Russland bewertet werden, lautet „Triumph des politischen Wahnsinns.“ Es gab auch schärfere Aussagen.

Triumph des politischen Wahnsinns der USA ist nur ein Beispiel dafür, wie die Worte des amerikanischen Präsidenten in Russland bewertet werden. Es ist eine treffende und genaue Beschreibung von Bidens Worten aus dem russischen Föderationsrat. Die Anschuldigungen des amerikanischen Präsidenten wurden dort als „gewissenlose Aussage“ bezeichnet.

Laut Andrej Turtschak sind Bidens Worte über den russischen Staatschef eine Herausforderung an das ganze Land. „Bidens Aussage ist einfach der Triumph des politischen Wahnsinns der Vereinigten Staaten und der wachsenden Demenz ihrer Führer. Das ist der äußerste Grad an Aggression, verursacht durch Machtlosigkeit. Wir gewinnen gegen die Pandemie, unser Impfstoff ist der beste der Welt, und die machen gerade erst Pläne. Wir haben ein multi-ethisches Land, und sie küssen massenhaft die Schuhe anderer. Wir haben die Familie und ihre Werte, und sie haben Gender und Transgender. Wir haben die Krim, und bei ihnen redet man über die Abtrennung von Bundesstaaten“, erinnerte der Senator.

Eine der ersten Reaktionen auf die Worte des amerikanischen Präsidenten kam von der Krim. Die Anschuldigungen von jenseits des Ozeans kamen am Vorabend des für die Halbinsel und das ganze Land wichtigen Datums der Wiedervereinigung mit Russland. Der Regierungschef der Republik, Sergej Aksenov, war in seinen Äußerungen nicht zurückhaltend: „Ich denke, dass man die Aussage des alten Wahnsinnigen nicht beachten sollte. Biden und seine Familie sind gewöhnliche Betrüger, was die Untersuchungen der Ukraine zeigen. Auf seine Anschuldigungen bezüglich der Krim kann ich nur sagen: Er kann das Loch in einem Bagel bekommen, aber nicht die Krim.“

Das scheint der amerikanische Staatschef anscheinend auch zu wissen. Dass der Jahrestag des Referendums auf der Krim ausländische Politiker nervt, hat schon Tradition. Biden wurden Grüße aus Sewastopol ausgerichtet, wo die Basis der Schwarzmeerflotte innerhalb von sieben Jahren modernisiert wurde. „Sanktionen und Einschüchterungsversuche gegen unser Land führen zu nichts. Das Überzeugung der Bewohner der Krim und Sewastopols, dass sie die richtige Wahl getroffen haben, wächst jedes Jahr, weil jedes Jahr neue Objekte eröffnet werden und alle Probleme, mit denen die Halbinsel Krim konfrontiert ist, gelöst werden“, sagte der Gouverneur der Stadt Sewastopol Michail Razwoschajew.

Kein amerikanischer Präsident zuvor hat sich so etwas erlaubt, lautet eine Reaktion aus der Staatsduma. Selbst Reagan, der die Sowjetunion als „Reich des Bösen“ bezeichnet hat, hat auf persönliche Beleidigungen gegen den Gegner verzichtet. „Was Biden gesagt hat, ist absolut beispiellos. Ich denke, dass die moderne amerikanische Diplomatie alle Grenzen überschritten hat. Sie beleidigen schamlos und offen und ohne zu zögern. In diesem Fall vergibt Biden alle Möglichkeiten für einen russisch-amerikanischen Dialog“, prophezeit der Politiker Wjatscheslaw Nikonow.

„Es muss eine Zukunftsperspektive für diese Beziehung geben, und wenn die Amerikaner erkennen, dass sie nicht in ihrem eigenen Interesse handeln und dass sie mit Russland vorankommen müssen, müssen wir nicht auf sie warten“, sagte Konstantin Kosachev, Vorsitzender des Ausschusses für internationale Angelegenheiten des Föderationsrates.

„Es werden unterschiedliche Erklärungen gegen unser Land abgegeben, von ohnmächtigem Knirschen bis hin zu Bewunderung. Bewunderung für unsere Geschichte, unsere Erfolge, unsere starken Traditionen und unser starken Werte der Familie. Das bedeutet, dass wir alles richtig machen“, sagte Anna Kusnezowa, Russlands Beauftragte für Kinderrechte.

Die Vorwürfe gegen den russischen Präsidenten seien eine „Aggression, die durch Machtlosigkeit verursacht wird“. Duma-Abgeordnete nannten die neue Seite in der internationalen Diplomatie eher eine Hinterhof-Politik.

Der Duma-Abgeordnete Alexander Hinstein betont: „Präsident Bidens Erklärung ist die Spitze der politischen Kulturlosigkeit und Marginalität. Selbst in den schwersten Zeiten des Kalten Krieges sind westliche Führer nicht so weit gesunken, dass sie in offenen und unbegründeten Erklärungen zu persönlichen Beleidigungen gegriffen haben. Ich möchte mich nicht auf dieses Niveau herabbegeben, aber man hat Gefühl, dass Biden den Verstand verloren hat.“

Und es geht nicht nur um die Gedächtnisprobleme des amerikanischen Präsidenten. Laut Alexander Hinstein ist das eine unverhohlene Unverschämtheit, die eher wie die Worte kleiner Straßenrowdys klingen. Worte, für die man zur Verantwortung gezogen werden muss.

Quelle

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