Heilfroh, nicht in Deutschland zu leben: Ein Corona-Bericht aus Japan 29, 2021

von Dr. Wolfgang Zoubek

Ich lebe seit fast 25 Jahren in Japan und bin besonders von der pragmatischen und unprätentiösen Lebenseinstellung der Menschen angetan. Die Japaner nehmen das Leben wie es ist, deshalb bleibt man hier vom Genderwahn verschont, und auch der Klimawahn treibt nur wenig Blüten. Unlängst wurde der zehnte Jahrestag der Katastrophe in Fukushima begangen, und in der Bilanz hat Japan die Nachwirkungen relativ gut bewältigt.

Was mir schon damals auffiel und was sich in der Corona-Pandemie wiederholte, war die Nüchternheit, mit der man an die Probleme heranging. In der deutschsprachigen Presse brach dagegen beide Male regelrechte Hysterie aus. Vor zehn Jahren riefen mich deutsche Freunde an, die ihre Informationen nur aus den Medien hatten, und sie meinten, ich müsste Japan sofort verlassen, denn das Land wäre über Jahrzehnte unbewohnbar.

Etwas Ähnliches erlebte ich vor einem Jahr, dabei kam Japan besser durch die Coronakrise als Europa. Wenn sich dagegen heute noch deutsche Politiker, trotz ihres Versagens hinstellen und mit unverschämter Dreistigkeit neue Zwangsmaßnahmen verkünden, weil die alten schon nichts genützt haben, dann bin ich heilfroh, dass ich nicht im Einflussbereich dieser Leute lebe.

Nachdem jahrelang das Mantra zu hören war, Grenzen könne man nicht schließen, gibt es nun nicht nur innerhalb der EU Grenzkontrollen, sondern sogar innerhalb einzelner Staaten. Man darf ohne negative Tests nicht mehr von einem Bundesland ins andere. Und man redet davon, dass es zwar keinen Impfzwang geben soll, aber Reisen und Restaurantbesuche sollen in Zukunft nur noch mit Impfpass möglich sein. Die Chuzpe dieser Politikerkaste, die sich wie eine Besatzungsmacht aufführt und gegen das eigene Volk regiert, ist inzwischen schon unerträglich.

Man sollte auch nicht vergessen aus welcher gesellschaftlichen Ecke Unterstützung dafür kommt. Wer heute Flugreisen wegen der Ansteckungsgefahr verbieten will, kann das morgen auch wegen des Klimawandels fordern. Und man sollte auch an jene Gastwirte denken, die sich vor nicht allzu langer Zeit für Aktionen wie „Kein Bier für Nazis“ einspannen ließen. Vielleicht ist ihnen inzwischen ein Licht aufgegangen, wer die wahren Feinde der Freiheit sind, und wem sie ihre Pleite zu verdanken haben. Und wenn sie in der Nach-Corona-Welt doch noch einmal aufsperren können, dann dürfen sie nur noch Gäste bedienen, die grüne Armbändchen tragen, weil das als Nachweis für Impfungen dient. Alle anderen müssen wie in einem Apartheidstaat draußen bleiben.

Bis vor kurzem galt es noch als Verstoß gegen die Menschenwürde, wenn bei Asylanten, die ihre Pässe weggeworfen hatten, gefordert wurde, die Nationalität per Handy herauszufinden und bei angeblich Minderjährigen das wahre Alter mit Handknochenröntgen zu bestimmen. Aber heute muss man sich in der Nase bohren lassen, bevor man zum Friseur gehen darf. Und in manche Geschäfte kommt man ohne Handy und QR-Code gar nicht mehr rein. Die moralischen Wertmaßstäbe variieren offenbar nach Tagesaktualität.

©Martin Zoubek

In Japan gab es zu keiner Zeit einen Lockdown. Man kann als Gast und Kunde jederzeit ohne vorherige Anmeldung ein Geschäft oder ein Lokal betreten. Es wird zwar überall erwartet, dass man einen Mund-Nasen-Schutz trägt, aber es gibt keine Maskenpflicht, und wer einmal seine Maske vergessen hat, wird deswegen auch nicht in Blockwartmanier angeschnauzt.

Im Mai 2020 wurde einmal der Ausnahmezustand für ganz Japan ausgerufen, dann aber auf die Städte Tokyo und Osaka, beziehungsweise die sie umgebenden Präfekturen beschränkt. Das zweite Mal gab es für dieselben Regionen einen Ausnahmezustand zwischen Februar und März 2021. Derzeit sind auch die Nachbarpräfekturen von Fukushima, nämlich Miyagi und Yamagata davon betroffen, weil dort die Zahl der Infizierten seit kurzem überdurchschnittlich in die Höhe ging.

Ein sogenannter Ausnahmezustand bedeutet aber weder Ausgangssperren noch Lahmlegung ganzer Branchen. Es wird dort, wo es möglich ist, home office empfohlen, und das Nachtleben wird eingeschränkt. Restaurants müssen früher schließen, Bars und ähnliche Etablissements sowie Szeneclubs mit Live-Musik dürfen für einen gewissen Zeitraum nicht mehr öffnen. Die festgelegten Fristen werden aber eingehalten und nicht willkürlich mit fadenscheinigen Argumenten verlängert.

Es lässt sich aber nicht leugnen, dass auch japanische Politiker überreagierten. Zum Beispiel galt seit Ende März 2020 für Ausländer ein generelles Einreiseverbot. Nicht nur für Touristen, sondern auch für solche mit gültiger Aufenthaltsgenehmigung, ohne Berücksichtigung familiärer Umstände, und ob sie aus Risikoländern kamen oder nicht. Umgekehrt kümmerte man sich in Japan lange Zeit nicht um eine medizinische Bewältigung der Probleme. Man beschränkte sich auf die Propagierung der AHA-Regeln, japanische Firmen waren nicht an der Entwicklung eines Impfstoffs beteiligt. Und die Regierung ging sehr spät auf Einkaufstour, sodass die Impfungen erst im Februar begannen, und die Impfrate bis heute niedrig ist.

Natürlich sind die wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Pandemie auch in Japan nicht gering. Branchen wie Hotellerie und Gastronomie waren und sind dabei besonders betroffen. Der internationale Tourismus brach 2020 vollständig ein, der Inlandstourismus schwächte sich stark ab. In einigen Regionen schlossen Hotels und Restaurants vorübergehend, weil die Gäste ausblieben, oder weil sie Angst hatten, dass sich bei ihnen Cluster bilden könnten. Manche Restaurantbesitzer versuchten, auf take out Angebote umzustellen, aber wo das nicht gelang, mussten sie ihren Betrieb aufgeben. Wenn man durch die Straßen geht, springen inzwischen viele leere Lokale ins Auge.

Auch die Arbeitslosigkeit erhöhte sich rasch, anfangs nur verdeckt, weil zuerst die prekär Beschäftigten gekündigt wurden. Darunter fielen viele Teilzeitjobs von einem Tag auf den anderen weg. In der Folge stieg auch die Suizidrate, die in Japan traditionell hoch ist. Es war auffällig, wie oft plötzlich Telefonnummern und Kontaktadressen mit Seelsorge-Angeboten im Anschluss an Nachrichtensendungen empfohlen wurden.

Als Reaktion darauf versprach die Regierung nicht nur gefährdeten Branchen und in Not geratenen Familien finanzielle Hilfen, sondern begann auch Helikoptergeld an jedermann zu verteilen. Japan ist zwar eins der am höchsten verschuldeten Länder der Welt, und die Verschuldung steigt in Corona-Zeiten weiter, aber bisher scheint die japanische Politik noch nicht in den Nach-uns-die-Sintflut-Modus wie in Deutschland und Österreich verfallen zu sein.

Corona wurde in Japan weder verharmlost, noch wurde eine Panik geschürt wie in Europa. Anfang Januar 2020 wurde zwar noch kritiklos die Meldung verbreitet, dass eine Absteckung von Mensch zu Mensch unwahrscheinlich wäre, aber die Berichte aus Wuhan straften dies schon wenige Tage später Lügen. Das Bewusstsein der Gefahr ergab sich daher aus der geographischen Nähe zum Ursprungsland des Virus. Bereits im Januar traten in Japan die ersten Covid 19 Fälle auf, weil Reisende aus China das Virus ins Land gebracht hatten. Im Frühjahr fielen dann auch einige Prominente, ein beliebter Komiker und eine bekannte Schauspielerin, Covid 19 zum Opfer. Dadurch blieb die tödliche Gefahr in aller Munde, und es fürchteten sich auch jene, die nicht zu Risikogruppen gehörten. So gelang es, die ganze Bevölkerung bei der Stange zu halten und zur Einhaltung der Regeln zu bringen.

Durch erfolgreiches contact tracing blieben in Japan in jeder Phase sowohl die Infizierten- als auch die Todeszahlen im internationalen Vergleich niedrig. Ende Sommer 2020 sah es beinahe so aus, als wäre die Pandemie bereits überwunden. Sportliche und kulturelle Events waren bis dahin entweder ganz abgesagt worden, oder unter Publikumsausschluss nur im Fernsehen zu sehen gewesen.

Die Olympischen Spiele waren schon zu einem Zeitpunkt für undurchführbar erklärt und auf 2021 verschoben worden, als die Situation für den Sommer noch gar nicht absehbar war. Im Spätsommer 2020 konnte man in Japan wieder zur Normalität übergehen. Zu Sumoturnieren und anderen Sportveranstaltungen wurden beschränkte Zuschauerzahlen zugelassen, zuerst ein Viertel der Kapazität, später die Hälfte. Das ist bis heute so, und es gab bisher dabei keine Clusterbildungen.

©Martin Zoubek

Zum Abschluss möchte ich auch einige persönliche Erfahrungen mit Coronamaßnahmen in Japan schildern. In der Präfektur, in der ich lebe und arbeite, war die Zahl der Infizierten lange Zeit null und auch später so niedrig, dass es kaum Einschränkungen gab, und man im Alltag keine Angst haben musste, sich anzustecken. Ich war im Februar 2020 nach Österreich geflogen, und zu dem Zeitpunkt war Corona überall das große Thema. Beim Antritt meiner Reise machte ich mir noch Sorgen, ob es bei der Rückkehr Probleme geben könnte, sollte die Zahl der Infizierten in Japan so schnell ansteigen wie in China. Dass es tatsächlich ganz anders kommen sollte, und die Unfähigkeit der Politiker in Europa die Situation binnen eines Monats eskalieren ließ, hätte ich nicht für möglich gehalten.

Mitte März reiste ich zurück, und zu dem Zeitpunkt hatte Japan die Pandemie noch gut im Griff. Die Einreise gestaltete sich problemlos, von Corona-Tests und offizieller Quarantäne war keine Rede. Es wurde nur empfohlen, nach der Ankunft aus dem Ausland öffentliche Verkehrsmittel zu meiden. Ich nahm mir deshalb einen Mietwagen und kehrte damit in die Stadt, in der ich wohne, zurück.

In der Folge geriet aber die japanische Regierung unter Druck. Die bis Mitte März niedrigen Infektionsraten stiegen stark an. Die Ursache war, dass viele Japaner von Reisen aus Europa zurückkehrten, wo sie sich angesteckt hatten. Daraufhin wurde, wie erwähnt, urplötzlich allen Nichtjapanern die Einreise verweigert. Ich hatte in der Hinsicht nach der 180 Grad Wendung der Politik in Europa schon so eine Vorahnung und gerade noch rechtzeitig umgebucht, sodass ich meinen Rückflug einige Tage früher als geplant antreten konnte.

Bei der Universität, an der ich tätig bin, war man im März 2020 noch unschlüssig, was man tun sollte, Anfang April fiel nach dem ersten Coronafall in der Präfektur die Entscheidung, den Vorlesungsbetrieb für das Sommersemester ausschließlich digital anzubieten. Der Videounterricht sollte mit einem Textprogramm ergänzt werden. Die Skepsis, ob das funktionieren würde, war bei allen groß, auch bei mir, doch ging der Digital-Unterricht wider Erwarten auch mit einer großen Zahl an Teilnehmern gut.

Im Herbstsemester wurde dann beschlossen, zum Präsenzunterricht zurückzukehren. Die Infiziertenzahlen waren den ganzen Sommer niedrig geblieben, sodass die Universitätsleitung das Risiko für beherrschbar hielt. Es mussten dann Vortragende wie Studenten Masken tragen, und es sollten in den Hörsälen immer Fenster und Türen geöffnet bleiben. Einen Monat ging auch alles gut, bis im November ein Cluster unter Studenten auftrat. Wie zu erwarten, gab es einige, die die Vorgaben ignorierten und heimlich eine Karaokebar besuchten. Insgesamt hatte sich dabei eine Gruppe von etwa zehn Studenten angesteckt, und eine Studentin davon saß danach sogar bei mir Unterricht.

Der ganze Universitätsbetrieb wurde danach wieder auf Digital umgestellt, aber für mich persönlich hatte Corona seitdem seinen Schrecken verloren. Ich war auch davor nicht übertrieben ängstlich, aber man konnte sich nach dem, was in den Medien behauptet wurde, schlecht ein Urteil über die tatsächliche Gefahr bilden. Es gab Computersimulationen, die zeigen sollten, wie leicht sich Aerosole bei mehreren Menschen in einem Raum ausbreiten. Doch da ich mich selbst mit dreißig anderen Personen in dem Hörsaal, in dem auch die infizierte Studentin saß, aufgehalten hatte, ohne dass sich wer bei ihr ansteckte, wusste ich nun, dass man sich nicht so schnell mit Covid 19 infiziert.

Im Sommer 2020 war mir wegen der Ausländersperre die Ausreise verunmöglicht worden, denn hätte ich Japan verlassen, hätte ich danach nicht mehr einreisen können. Doch nachdem die Beschränkungen für Geschäftsreisende und Inhaber einer Aufenthaltsgenehmigung im Herbst wieder aufgehoben wurden, ließ ich mich von der Politik nicht mehr ins Bockshorn jagen und flog danach zweimal nach Europa. Einmal zu Weihnachten und das zweite Mal im Februar. Die Flugzeuge waren bei den Hin- und Rückflügen maximal zu einem Drittel besetzt, und es flogen so gut wie keine Japaner, nur Ausländer, die in Japan arbeiten. Die Japaner könnten zwar reisen, denn für sie gelten wegen der niedrigen Ansteckungszahlen in Japan die restriktiven Quarantänebestimmungen in den meisten Staaten nicht, nur bei der Rückkehr müssten sie in Quarantäne, das ist für sie Abschreckung genug.

Für die Abreise aus Japan wird ein PCR-Test empfohlen. Es ist aber gar nicht so leicht, an so einen Test zu kommen. Nur wenige Kliniken bieten einen an, und den muss man selbst bezahlen. In Japan wird nämlich nicht auf Verdacht getestet – was die Inzidenz bei den vielen falsch-positiven Ergebnissen willkürlich in die Höhe treibt – sondern nur bei entsprechenden Symptomen. Meine Testbescheinigung hatte mich umgerechnet über 200 Euro gekostet, wurde aber nirgends verlangt, weder beim Abflug noch beim Ankunftsflughafen.

Für die Wiedereinreise in Japan waren dagegen zwei negative PCR-Tests nötig. Das erste Mal musste ich mich wieder auf eigene Kosten vor dem Abflug testen lassen, denn die Fluglinien sind von Japan aus angewiesen, einen Passagier andernfalls nicht mitnehmen. Mir wäre das fast passiert, weil ich nach Weihnachten nur einen negativen Antigen- aber keinen PCR-Test vorzuweisen hatte. Der zweite Test findet dann nach der Ankunft am Einreiseflughafen statt. Die Prozedur nimmt je nach Passagieraufkommen zwei bis drei Stunden in Anspruch, erst danach kann man zur Passkontrolle.

Bei meiner zweiten Einreise Anfang März 2021 wollte man auch noch, dass ich mir eine App aufs Handy herunterlade, mit der meine Schritte nachverfolgbar werden. Da ich aus Prinzip kein Handy benutze, lief die Aufforderung mir freiwillig eine elektronische Fussfessel anlegen zu lassen ins Leere. Dafür wurde ich die nächsten vierzehn Tag daheim am Festnetz oftmals angerufen und musste täglich E-mails mit der Bestätigung, dass ich fieberfrei und symptomlos wäre, an staatliche Stellen schicken.

©Martin Zoubek

Trotz dieser strikten Vorsichtsmaßnahmen gelangte die ach so gefährliche britische Mutation doch nach Japan. Wer sich fragt, warum? Die Antwort ist, sie wurde vom Piloten eines Flugs, der aus England kam, in Japan verbreitet. Denn Flugzeugcrews sind von Tests ausgenommen, sie werden nach der Ankunft ohne Formalitäten durchgewunken. Konsequentes Handeln sieht natürlich anders aus, aber einige sind immer gleicher als andere. Von gewöhnlichen Passagieren wird verlangt, dass sie selbst bei negativen PCR-Testergebnissen, für zwei Wochen auf eigene Kosten in einem Hotel im Bereich des Flughafens in Quarantäne gehen. Ich war davon ausgegangen, dass auch mir das blühen würde, doch wie sich herausstellte, betrifft das nur Leute, die mit öffentlichen Verkehrsmitteln weiterreisen wollen. Wenn man privat abgeholt wird, oder selbst mit einem Wagen fährt, kann man ungehindert in die eigene Wohnung zurückkehren.

Die Frage, warum in Japan die Zahl der Infizierten und Toten bis heute so auffallend niedrig blieb, ist nicht leicht zu beantworten. Laut einer Studie, die auch schon bei ScienesFiles vorgestellt wurde, soll unter Japanern eine Kreuzimmunität bestehen, weshalb sich das Virus nicht so schnell ausbreiten könne. Andere behaupten, es läge daran, dass sich in Japan die Bevölkerung sehr diszipliniert an die Regeln hält.

Das letztere Argument ist insofern nachvollziehbar, als im Anschluss an Neujahr plötzlich sehr viele Neuinfektionen mit Covid 19 auftraten. Nachdem sich die Japaner das ganze Jahr 2020 mit Feiern und Partys zurückgehalten hatten, wollten viele auf Neujahr, das wichtigste Familienfest des Jahres, doch nicht verzichten. Prompt schossen im Anschluss daran die Infiziertenzahlen in die Höhe und das auch in Regionen, in denen es bisher kaum Covid 19 Fälle gab. Wenige Wochen später sanken die Zahlen aber wieder auf das frühere Niveau.

International wird der japanische Umgang mit Corona anlässlich der Olympischen Spiele besonders in den Fokus rücken. Die Entscheidung, die Spiele dieses Jahr durchzuführen, aber dafür ausländische Zuschauer auszuschließen, fiel auf sehr intransparente Weise und wurde damit begründet, dass eine Mehrheit der Japaner diese Lösung befürworten würde. Unter solchen Bedingungen hätte die Olympiade aber auch schon 2020 stattfinden können.

Ich bin gespannt, wie man dann international darüber berichten wird. Ob man den Japanern zugestehen wird, alles richtig gemacht zu haben, oder sie der Diskriminierung ausländischer Gäste zeihen wird? Die Beurteilung, ob Japan eine gute oder schlechte Presse bekommt, hängt wahrscheinlich davon ab, ob für die anreisenden Sportler, Funktionäre und Journalisten Ausnahmen gemacht werden, sie wie die Flugzeugcrews einfach durchgewunken, oder wie gewöhliche Reisende traktiert werden. Strenge Regeln fordern neuzeitliche Volkspädagogen nämlich nur für die breite Masse, sie selbst pochen lieber auf Privilegien.

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