Welche Nebenwirkungen gibt es bei dem russischen Impfstoff Sputnik-V?

von Anti-Spiegel 30. März 2021 13:46 Uhr

Da Nebenwirkungen der Impfstoffe von AstraZeneca, aber auch von Pfizer/Biontech immer wieder Schlagzeilen machen, bekomme ich per Mail ständig die Frage geschickt, warum man nichts über Nebenwirkungen des russischen Impfstoffs Sputnik-V hört. Die Antwort ist banal: Wenn es etwas nicht gibt, kann es darüber auch keine Meldungen geben.

An den Phase-III-Tests des russischen Impfstoffs Sputnik-V haben neben Russland auch eine ganze Reihe anderer Länder teilgenommen, der russische Impfstoff wird bereits in vielen Ländern verimpft und das internationale Interesse an dem Impfstoff wächst schnell. Der Grund ist, dass der Impfstoff mit einer Wirksamkeit von über 90 Prozent einen Spitzenwert erreicht hat, er kein unerprobter mRNA-Impfstoff, sondern ein Vektorimpfstoff ist, sein Handling sehr einfach ist und keine starke Kühlung erfordert und dass er bisher keine schweren Nebenwirkungen gezeigt hat. Darüber habe ich im Detail geschrieben, als The Lancet die russischen Angaben in einem Zwischenbericht bestätigt hat. Meinen Artikel finden Sie hier, den Artikel von The Lancet finden Sie hier.

Kurz danach gab es trotzdem Kritik an dem Lancet-Artikel. Diese Kritik hat die westliche Presse aufgegriffen, woraufhin mir ein Leser, der in der Medikamentenentwicklung arbeitet, eine Mail geschickt hat, in der er im Detail auf diese Kritik eingegangen ist. Dafür war ich sehr dankbar, denn nur wenige haben das nötige Fachwissen, um die Kritik einzuordnen. Aber der Leser hat unter Verlinkung aller Quellen auch für Laien nachvollziehbar aufgezeigt, dass die Kritik haltlos war, den Artikel finden Sie hier.

Und da sowohl die Phase-III-Tests in diversen Ländern durchgeführt wurden und Sputnik-V inzwischen in vielen Ländern verimpft wird, kann man Russland auch nicht vorwerfen, es verschleiere etwas, denn Russland hat keinen Einfluss auf die Behörden im Ausland.

Bis heute gibt es bei Sputnik-V noch keinen Fall schwerer Nebenwirkungen. Es werden lediglich die üblichen Nebenwirkungen bei Impfungen gemeldet, das sind leichte Schmerzen an der Einstichstelle und leichtes Fieber, beides tritt jedoch längst nicht bei allen Geimpften auf.

Der Grund, warum nichts über schwere Nebenwirkungen von Sputnik-V hört, ist also ganz einfach: Zumindest bisher gibt es darüber keine Meldungen, obwohl bereits Millionen von Menschen mit Sputnik-V geimpft wurden, und wenn es etwas nicht gibt, kann es darüber auch keine Berichte geben.

Quelle

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