WHO und Ema widersprechen Altersbeschränkung bei AstraZeneca

Corona-Impfstoff

Deutschland will Menschen unter 60 Jahren nicht mehr mit AstraZeneca impfen. Weltgesundheitsorganisation und EU-Arzneimittelbehörde sehen dagegen vorerst kein Risiko.

Deutschland will Menschen unter 60 Jahren nicht mehr mit AstraZeneca impfen. Weltgesundheitsorganisation und EU-Arzneimittelbehörde sehen dagegen vorerst kein Risiko. 31. März 2021, 17:08 Uhr Aktualisiert am 31. März 2021, 17:10 Uhr Quelle: ZEIT ONLINE, dpa, AFP, mab549 Kommentare Artikel hören

Corona-Impfstoff: Der Münchner Allgemeinarzt Oliver Abbushi hat gerade seine Patientin Dorothea Robert mit AstraZeneca geimpft.
Der Münchner Allgemeinarzt Oliver Abbushi hat gerade seine Patientin Dorothea Robert mit AstraZeneca geimpft. © Lennart Preiss/​AFP/​Getty Images

Die Lage um den Impfstoff von AstraZeneca wird immer unübersichtlicher. Deutschland empfiehlt den Impfstoff aufgrund von sehr seltenen, aber möglicherweise tödlichen Nebenwirkungen in einer bestimmten Altersgruppe nur noch für Menschen über 60 Jahren bedenkenlos. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und die europäische Arzneimittelbehörde (Ema) teilen die deutsche Sichtweise nicht.  https://9d12090de98639acfa200f9d29f21696.safeframe.googlesyndication.com/safeframe/1-0-38/html/container.html

Die Ema erklärte in einer Mitteilung vom Mittwoch, dass sie derzeit keine altersspezifischen Risiken bei der Corona-Vakzine sehe. „Nach dem jetzigen wissenschaftlichen Stand gibt es keine Belege, die dafür sprechen, die Verwendung dieses Impfstoffs in irgendeiner Bevölkerungsgruppe zu beschränken“, sagte Ema-Chefin Emer Cooke am Mittwoch. Die Überprüfung von neuen Hinweisen auf Blutgerinnsel laufe noch. Bisher habe die Überprüfung keine besonderen Risikofaktoren ergeben, etwa Alter, Geschlecht oder frühere Blutgerinnsel, fügte sie hinzu. „Ein ursächlicher Zusammenhang mit dem Impfstoff ist nicht bewiesen, aber er ist möglich und die weitere Analyse läuft.“

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Auch der strategische Impfrat der WHO hält an dem Corona-Impfstoff von AstraZeneca fest. Es gebe keinen Anlass für eine Anpassung seiner Empfehlungen, wie die Direktorin der WHO-Abteilung Impfungen, Kate O’Brien, in Genf sagte. Zu der deutschen AstraZeneca-Entscheidung sagte O’Brien, jedes Land müsse den Einsatz der Impfstoffe seinen spezifischen Bedürfnissen anpassen: „Jedes Land geht seinen eigenen Weg.“ Weiter sagte sie: „Wir sind sehr klar in unserer Nutzen-und-Risiko-Einschätzung: Dies ist ein sicherer Impfstoff.“ https://imasdk.googleapis.com/js/core/bridge3.448.1_en.html#goog_105480014Remaining Time -0:00 Angela Merkel – „Ich kann die Verunsicherung nicht wegreden“ Nach dem Impfstopp mit AstraZeneca bei unter 60-Jährigen warb die Bundeskanzlerin um Vertrauen. Transparenz sei besser, als neue Erkenntnisse nicht ernst zu nehmen. © Foto: Clemens Bilan/Getty Images

In Deutschland war es nach Impfungen mit AstraZeneca zu mehr als 30 Hirnvenenthrombosen gekommen. Mindestens neun Menschen starben. Betroffen waren vor allem Frauen bis 63 Jahre. Noch ist nicht abschließend geklärt, ob der Impfstoff zu den Todesfällen und Komplikationen geführt hat. Bund und Länder hatten daraufhin am Dienstag den Einsatz des AstraZeneca-Impfstoffs auf Menschen ab 60 Jahren beschränkt. 

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