Die Profite der Pharmakonzerne sind wichtiger als ein schnelles Ende des Lockdown

Die EU beklagt zwar einen Mangel an Impfstoffen, weigert sich jedoch, den russischen Impfstoff zu bestellen. Deutlicher kann die EU gar nicht zeigen, dass es ihr nicht um Impfungen, sondern um die Gewinne der westlichen Pharmakonzerne geht.

von Anti-Spiegel 8. April 2021 14:43 Uhr

Ich weise seit Mai 2020 darauf hin, dass es weder für die EU, noch für die meisten ihrer Mitgliedsländer darum geht, die Menschen möglichst schnell gegen die „Seuche“, an der kaum jemand stirbt, zu impfen, sondern dass es nur um die Profite der westlichen Pharmakonzerne geht. Inzwischen hat sich leider gezeigt, dass meine Vermutungen sich bewahrheitet haben.

Das Rundum-Sorglos-Paket der EU für westliche Pharmakonzerne

Die EU hat im August 2020 angefangen, Vorverträge mit westlichen Pharmakonzernen wie AstraZeneca oder BionTech/Pfizer abzuschließen, obwohl damals noch nicht einmal klar war, ob es ihnen überhaupt gelingt, Impfstoffe zu entwickeln. Trotzdem wurde ihnen Vorkasse gezahlt, die auch im Falle eines Scheiterns bei der Entwicklung von Impfstoffen nicht rückzahlbar war. Hinzu kommt, dass die EU die westlichen Pharmakonzerne auch gleich noch von der Haftung für alles, angefangen bei Impfschäden bis hin zu verspäteter Lieferung, befreit hat. Für dieses Rundum-Sorglos-Paket für die Pharmakonzerne hat die EU Milliarden bezahlt.

Trotzdem beherrscht nun seit Monaten der Mangel an Impfstoffen die Schlagzeilen. Der Grund: Die westlichen Konzerne weigern sich – mit ausdrücklicher Unterstützung der Politik -, ihre Impfstoffe in Lizenz produzieren zu lassen. Dabei wäre das die Lösung des Problems, denn der Impfstoffmangel rührt nur daher, dass man warten muss, bis die westlichen Pharmakonzerne mit ihren begrenzten eigenen Kapazitäten den Impfstoff produziert haben. Man könnte die Produktionskapazitäten morgen vervielfachen, wenn man es anderen Firmen und Laboratorien erlauben würden, die Impfstoffe in Lizenz zu produzieren.

Das wollen die Pharmakonzerne aber nicht, weil sie am selbst produzierten Impfstoff weit mehr verdienen, als an einer Lizenzgebühr. Es geht also – mit ausdrücklicher Unterstützung der Politik – ganz banal um die Gewinne der Pharmakonzerne.

Impfen ist unwichtig, Profit ist wichtiger

Dabei gäbe es ja eine Lösung, wie man das Problem mit dem Mangel an Impfstoffen lösen könnte, ohne dass die westlichen Konzerne Lizenzen herausgeben müssen. Russland bietet an, seinen Impfstoff Sputnik-V in Lizenz zu produieren und so könnte der Impfstoffmangel sehr schnell beseitigt werden.

Dass der russische Impfstoff nebenbei besser ist als seine Mitbewerber aus dem Westen, sei nur am Rande erwähnt. Sputnik-V ist ein erforschter Vektorimpfstoff und kein experimenteller mRNA-Impfstoff und seine Wirksamkeit liegt – im Gegensatz den westlichen Vektorimpfstoffen von AstraZeneca und Johnson&Johnson – bei über 90 Prozent. Auch über Nebenwirkungen von Sputnik-V ist trotz millionenfacher Verimpfung weltweit bis heute nichts bekannt geworden.

Das Problem ist aber wieder das gleiche: Wenn Sputnik-V in der EU zugelassen, bestellt und verimpft wird, schmälert das die Profite der westlichen Pharmakonzerne. Und das will man in der EU auf keinen Fall.

Die Europäische Arzneimittelagentur (EMA) lässt sich mit der Zulassung von Sputnik-V viel Zeit. Mehr noch: Es gibt bei der EU bisher keine Pläne, mit Russland einen ähnlichen Vorvertrag abzuschließen, wie sie mit den westlichen Konzernen zu einem Zeitpunkt abgeschlossen wurden, als die noch nicht einmal Impfstoffe entwickelt hatten. Die EU tritt bei Sputnik-V auf die Bremse, wo sie nur kann, um die Profite der westlichen Pharmakonzerne zu schützen.

Aber wie passt das zu dem Mantra, dass man die Menschen möglichst schnell impfen möchte? Dieses Mantra wird von denselben Politikern in die Welt geschrien, die den Impfstoffmangel gleichzeitig unter anderem dadurch künstlich aufrecht erhalten, dass sie den russischen Impfstoff aus Europa fernhalten.

Spätestens daran sieht man, dass es überhaupt nicht um die Impfung gegen eine (angebliche) „Seuche“ geht, sondern nur darum, westlichen Konzernen möglichst viele Steuergelder zu überweisen.

Ehemalige Pharmalobbyistin ist Chefin der EMA

Da kann es sich nur um einen Zufall handeln, dass die im November 2020 zur Chefin der EMA ernannte Irin Emer Cooke vor ihrer Tätigkeit bei der EU Chefin der European Federation of Pharmaceutical Industries and Associations (EFPIA) war, einem europäischen Lobbyverband der Pharmaindustrie, in dem unter anderem AstraZeneca, Johnson&Johnson und Pfizer Mitglieder sind. Sie war dort bis 1998 beschäftigt und ist danach direkt zur EU gewechselt.

Am 16. November 2020 wurde sie zur Chefin der EMA ernannt und war damit für die Zulassung von Impfstoffen in der EU zuständig. Und sie war schnell: Noch vor Weihnachten 2020 hatten AstraZeneca und BionTech/Pfizer ihre EU-Zulassungen. Und kaum hatte Johnson&Johnson verkündet, auch deren Impfstoff sei endlich entwickelt, hat auch Johnson&Johnson im März 2021 sofort die EU-Zulassung bekommen.

Russland hat die Zulassung seines – längst fertigen und weltweit bereits millionenfach verimpften – Medikaments schon im Januar 2021 bei der EMA beantragt. Aber aus irgendeinem Grunde hat die EMA es immer noch nicht geschafft, den russischen Impfstoff zuzulassen. Wer hier einen Zusammenhang zu den Verbindungen von Emer Cooke zur Pharmalobby sieht, ist natürlich ein Verschwörungstheoretiker.

Der Skandalimpfstoff von AstraZeneca

Wahrscheinlich dauert die Zulassung von Sputnik-V in der EU nämlich aus einem anderen Grund so lange: Die Chefin der EMA ist vollauf damit beschäftigt, die Kritik an dem Skandalimpfstoff von AstraZeneca zu zerstreuen. In Großbritannien gibt es bereits 79 Thrombosen nach Impfungen mit AstraZeneca (19 davon tödlich) und auch andere Länder melden vermehrt solche Nebenwirkungen bei dem Impfstoff. Viele Länder haben daher die Impfungen mit AstraZeneca eingestellt oder, wie zum Beispiel Deutschland, zumindest eingeschränkt.

Die ehemalige Pharmalobbyistin und heute EMA-Chefin Cooke hat hingegen zuerst jeden Zusammenhang von (tödlichen) Thrombosen und AstraZeneca bestritten, um ihn später – nachdem sich die Fälle weiter gehäuft haben – doch einzugestehen. Aber trotzdem empfiehlt Frau Cooke den Impfstoff von AstraZeneca natürlich weiterhin uneingeschränkt.

Die Aufregung um AstraZeneca muss eine Menge Stress für Frau Cooke und ihre Leute bei der EMA bedeuten, daher sollte man Verständnis dafür haben, dass sie keine Zeit für die Zulassung von Sputnik-V haben.

Alleingänge in der EU

Die Linie der EU stört einige Mitgliedsländer so sehr, dass sie aus der Linie ausscheiden und Sputnik-V eigenmächtig bestellen. Ungarn hat das schon sehr früh getan und verimpft den russischen Impfstoff schon seit Monaten.

Anscheinend bekommt die Politik in Deutschland wegen der anstehenden Bundestagswahlen im September kalte Füße und fürchtet, dass die Wähler sie für den künstlich geschaffenen Impfstoffmangel und den damit genauso künstlich verlängerten Lockdown abstrafen könnten. Daher hat Bayern bereits einen Vorvertrag für die Lizenzproduktion von Sputnik-V abgeschlossen und sogar Bundeskorruptionsminister Jens Spahn, der sonst ein treuer Diener der Pharmaindustrie ist, will nun mit Moskau über die Lieferung von Sputnik-V nach Deutschland verhandeln.

Wenn es um die Wahlen geht, scheidet Deutschland auch schon mal aus der – sonst so heiligen – Linie der EU aus, die den russischen Impfstoff partout nicht haben will.

Dass die EU-Vertreter den russischen Impfstoff nicht wollen, ist auch kein Wunder: Die EU-Offiziellen müssen sich nicht bei Wahlen vor dem Bürger rechtfertigen, sie können ganz offen – und ungestraft – Steuergelder an die Pharmaindustrie verschenken und es kann ihnen dabei egal sein, ob der Lockdown mit all seinen Folgen noch ein paar Monate länger dauert.

Was interessieren die Leute in Brüssel die Menschen, wenn die Pharmaindustrie für die Zeit nach der Tätigkeit bei der EU lukrative Beraterverträge anbietet?

Quelle

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