Riesen Polizeiaufgebot am Friedhof, weil Goman-Clan ein Familienmitglied zu Grabe trägt

Sicherheitsbehörden befürchten Hunderte Trauergäste in Leverkusen

Großeinsatz wegen Clan-Beerdigung in Leverkusen

Nachdem in Leverkusen ein ranghohes Mitglied des Goman-Clans gestorben ist, findet nun die Beerdigung unter massiven Sicherheitsvorkehrungen statt. Schon bevor die eigentliche Trauerfeier überhaupt losgeht, haben Sicherheitskräfte das Areal um den Friedhof herum abgesperrt. Laut RTL-Reporter Ulrich Klose sind 100 Polizisten und 50 Sicherheitsleute des Ordnungsamtes im Einsatz, um sicherzustellen, dass nicht mehr Trauergäste als erlaubt auf den Friedhof gelangen. Doch das Sicherheitskonzept scheint aufzugehen. Auch wenn, ein Mann vor den Reportern damit prahlt, er würde mit 2.000 Gästen zur Beerdigung rechnen, kommen nur mehrere Dutzend zum Friedhof.

Behörden befürchten, dass Hunderte zur Clan-Beerdigung anreisen könnten

Die Sorge ist berechtigt: Kurz nachdem der 61-jährige Friedensrichter der Großfamilie in Folge einer Corona-Infektion verstarb, versammelten sich 80 Menschen auf dem Grundstück der Familie in Leverkusen Wiesdorf. Anfangs befürchteten die Behörden, dass bei der Beerdigung des angesehenen Clanmitglieds bis zu 3.000 Trauergäste aus ganz Deutschland anreisen könnten. Erlaubt sind wegen der aktuellen Corona-Bestimmungen maximal 25 Erwachsene plus 25 Kinder unter 14 Jahren bei der Open-Air-Trauerfeier auf dem Friedhof.

Doch die Familie scheint sich an die Vorgaben der Stadt zu halten. Einzelne Trauergäste trafen am Friedhof ein und mussten am Eingang ihre Ausweise zeigen, sodass die Sicherheitskräfte die angemeldeten Gäste in einer Liste abhaken konnten. „Mein Mann war kein Betrüger,“ ruft eine Frau den Reporten zu, die am Eingang des Friedhofs stehen. Dann rollt der weiße Sarg des Verstorbenen in einer schwarzen Kutsche durch das Tor. Eine kleine Gruppe mit trauernden Angehörigen läuft hinter dem Wagen her.

Laut RTL-Reporter Ulrich Klose, der die Lage vor Ort beobachtet, konnten die Sicherheitskräfte im Vorfeld nicht genau einschätzen, wie viele Familienmitglieder zum Friedhof kommen würden. Die Behörden seien aber entschlossen, zu verhindern, dass sich große Menschenansammlungen bilden. Der nordrhein-westfälische Innenminister Herbert Reul habe ihm im Gespräch gesagt, dass man großen Gruppen keine Chance geben werde, nur annähernd auf den Friedhof zu kommen.

Polizeieinsatz am Reuschenberger Friedhof
Die Polizei ist mit einem Großaufgebot am Friedhof in Leverkusen vor Ort, um für Ordnung zu sorgen.

Wildpark neben dem Friedhof bleibt aus Sicherheitsgründen geschlossen

Schon vor der Beerdigung war nur noch ein Eingang zum Reuschenberger Friedhof offen, der von den Sicherheitsleuten kontrolliert wird. „Wir dürfen auch nicht auf den Friedhof“, berichtet der Reporter. Auch andere trauernde Familien, die heute Beerdigungen abhalten, müssen sich am Eingang durchchecken lassen, bevor sie aufs Gelände gelassen werden. Auch der angrenzende Reuschenberger Wildpark wurde den ganzen Freitag aus Sicherheitsgründen für Besucher geschlossen.

Das sorgt bei vielen Bürgern für Unmut. „Hier werden Sachen gemacht in Leverkusen für diese Großfamilie“, beschwert sich ein Mann. Dass nur für eine Beerdigung Straßen gesperrt und der Tierpark geschlossen werden müssen, ginge gar nicht, findet er.

Mehrere Mitglieder der Großfamilie aus Leverkusen fielen durch kriminelle Machenschaften auf

Auch wenn die Behörden im Vorfeld auf die Familie eingewirkt haben, sich an die Regeln zu halten und nur mit der erlaubten Teilnehmeranzahl zur Beerdigung zu erscheinen, gab es immer noch Befürchtungen, dass bis zu 300 Menschen zum Friedhof kommen könnten, um das hochrangige Clanmitglied zu Grabe zu tragen. Mehrere Familienmitglieder stünden auch noch unter Quarantäne, wie RTL-Reporter Ulrich Klose erfuhr. Auch sie sollen daran gehindert werden, unerlaubt auf dem Friedhof zu erscheinen.

Mehrere Mitglieder der Großfamilie fielen in der Vergangenheit durch Betrügereien, Diebstähle oder Geldwäsche auf. Durch Abzocke mit dem sogenannten „Enkeltrick“ soll der Clan in den letzten Jahren einen Schaden in Millionenhöhe verursacht haben.

TVNOW-Doku „Clans in Deutschland“

In der TVNOW-Doku „Clans in Deutschland“ zeigen wir exklusive Einblicke in die Welt der kriminellen Großfamilien, die die Unterwelt Berlins beherrschen. In der Dokumentation gehen unsere Reporter den kriminellen Familien auf den Grund. Und dringen tief in deren Strukturen vor.

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