Große Verwirrung: Günther Jauch, die Impfkampagne und sich korrigierende Medien

Ein Foto für eine Kampagne des Bundesgesundheitsministeriums zeigt Günther Jauch mit Pflaster am Oberarm. Die Botschaft: Auch Promis lassen sich impfen und es passiert ihnen nichts. Nun hat er sich mit Corona infiziert, auf Sendung verplaudert – und diese ganze Gemengelage läuft Gefahr, die Kampagne zu unterminieren.

Screenshot Twitter: Bundesgesundheitsministerium

Mit einer Kampagne werben Bundesgesundheitsministerium, Robert Koch-Institut und Bundeszentrale für die Impfung – Kostenpunkt für den Steuerzahler: 25 Mio. Euro. Aus dem Hause Scholz & Friends kommen Slogans wie „Mit einem Pieks holen wir uns unser Leben zurück“ begleitet von einem Foto von Uschi Glas oder „Lasse ich mich impfen? A: ja  B: ja  C: ja  D: ja“ mit Günther Jauch. Die Bilder zeigen die Prominenten mit hochgekrempelten Armen und einem Pflaster am Oberarm – der Slogan: „#Ärmelhoch für die Impfung“.
AnzeigeScreenshot Twitter: Bundesgesundheitsministerium

Und auch bei „Wir bleiben zuhause“ ist Günther Jauch ein beliebtes wie prominentes Testimonial.

Doch die Kampagne, die die Bereitschaft zur Impfung in der Bevölkerung erhöhen soll, gerät damit jetzt in die Kritik: Fast zeitgleich mit dem Start wird bekannt, dass Jauch sich mit Corona infiziert hat. Wie aber kann das sein, wenn er doch geimpft wurde, wie viele Medien geschrieben haben?

Jetzt erklärte er in der RTL-Sendung „Denn Sie wissen nicht, was passiert“: Er sei noch gar nicht geimpft worden – er sei altersmäßig schließlich noch gar nicht an der Reihe gewesen. Er wolle sich aber natürlich noch impfen lassen – das Foto, das deutschlandweit in der Kampagne verbreitet wird, sei gestellt.

Doch die Kampagne, die die Bereitschaft zur Impfung in der Bevölkerung erhöhen soll, gerät damit jetzt in die Kritik: Fast zeitgleich mit dem Start wird bekannt, dass Jauch sich mit Corona infiziert hat. Wie aber kann das sein, wenn er doch geimpft wurde, wie viele Medien geschrieben haben?

Jetzt erklärte er in der RTL-Sendung „Denn Sie wissen nicht, was passiert“: Er sei noch gar nicht geimpft worden – er sei altersmäßig schließlich noch gar nicht an der Reihe gewesen. Er wolle sich aber natürlich noch impfen lassen – das Foto, das deutschlandweit in der Kampagne verbreitet wird, sei gestellt.

Alles gut also, das Bundesgesundheitsministerium verbreitet den Ausschnitt sogar über seine Social-Media-Seite. Nur eines bleibt natürlich: Dass man solche Bilder einfach stellt ist bei der Schwere der Thematik bedauerlicherweise ein höchst fragwürdiges Vorgehen – und endet jetzt in einem handfesten PR-Desaster. Die Marketingstrategen, die sich auf so dünnes Eis begeben haben, müssen erleben, wie sich das relotiunistische Risiko realisiert.

Es ist nicht das einzige Problem dieser Art: Bei den Fotos von Uschi Glas wird etwa einmal der linke Oberarm mit dem Pflaster gezeigt und dann wieder, wie der rechte Arm für die Impfung vorbereitet wird.

Zuvor geriet auch Gregor Gysi in die Kritik, der ein Foto vom Moment seiner Impfung auf Twitter postete. Zu sehen: Die Schutzkappe wurde von der Spritze nicht entfernt. Später erklärt er, das Bild sei zwar gestellt, er wäre aber tatsächlich geimpft worden.

Das ganze dürfte am Ende eher Anti-Werbung für die Corona-Impfung sein. Ich bin damit einverstanden, dass mir Inhalte von Twitter angezeigt werden.

Quelle

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