Was US-Behörden über den Pfizer-Impfstoff wirklich veröffentlichen

Laut Politik und Medien in Deutschland ist der Pfizer-Impfstoff sicher. Aber auf welcher Datenlage werden solche Aussagen gemacht? Die Antworten finden sich im Fact Sheet der US-Arzneimittelbehörde.

von Anti-Spiegel 16. April 2021 13:10 Uhr

In Deutschland wird der Impfstoff von Pfizer als sicher bezeichnet. Das geht so weit, dass Menschen, die eine Erstimpfung von AstraZeneca bekommen haben, die Zweitimpfung von Pfizer bekommen sollen. Und die EU hat sich bei der Impfung von Kindern festgelegt, dass dazu ausschließlich mRNA-Impfstoffe wie der von Pfizer benutzt werden sollen.

Das alles klingt so, als gäbe es Daten, die bestätigen, dass das alles so geht. Aber ein Blick auf den Fact-Sheet der US-Arzneimittelbehörde FDA zeigt, dass es für all das keinerlei Daten gibt. Der Fact-Sheet ist vom 6. April 2021, also aktuell.

Die Notfallzulassung

Man muss wissen, dass das Verfahren der mRNA-Impfungen zwar seit 1990 bekannt ist, aber wegen der Risiken und Nebenwirkungen ist es der Pharmaindustrie seitdem nicht gelungen, auch nur einen einzigen dieser Impfstoffe für die Anwendung beim Menschen zuzulassen. Das haben erst die mit Corona begründeten Notfallzulassungen ermöglicht. Über die mRNA-Impfstoffe habe ich vor einigen Tagen ausführlich berichtet, den Artikel finden Sie hier.

In dem Fact-Sheet schreibt die FDA gleich am Anfang daher auch ganz deutlich, dass der Pfizer-Impfstoff von ihr nicht zugelassen wurde und dass nicht einmal sicher ist, ob er vor Corona schützt:

„Der Pfizer-BioNTech COVID-19 Impfstoff ist ein Impfstoff und könnte verhindern, dass man Covid-19 bekommt. Es gibt keinen von der US-amerikanischen Food and Drug Administration (FDA) zugelassenen Impfstoff, der COVID-19 verhindert.“

Am Ende des Fact-Sheets wird die Notfallzulassung erklärt:

„Die US-amerikanische FDA hat den Pfizer-BioNTech COVID-19-Impfstoff im Rahmen eines Notfallzugangsmechanismus, der EUA genannt wird, zur Verfügung gestellt. Die EUA wird durch eine Erklärung des US-Gesundheitsministers unterstützt, dass Umstände vorliegen, die den Notfalleinsatz von Medikamenten und biologischen Produkten während der COVID-19-Pandemie rechtfertigen. (…) Die EUA für den Pfizer-BioNTech COVID-19-Impfstoff gilt für die Dauer der COVID-19-EUA-Erklärung, die die Notanwendung dieser Produkte rechtfertigt, es sei denn, sie wird beendet oder widerrufen (danach dürfen die Produkte nicht mehr verwendet werden).“

Es handelt sich bei der Notfallzulassung EUA in den USA also um eine zeitlich begrenzte Ausnahmeregelung. Trotzdem erzählen Politik und Medien bereits, dass man in Zukunft jedes Jahr Auffrischungsimpfungen mit dem Pfizer-Impfstoff braucht.

Covid-19

Es ist ebenfalls interessant, was man in dem Fact-Sheet über Covid-19 selbst lesen kann:

„Die COVID-19-Krankheit wird durch ein Coronavirus namens SARS-CoV-2 verursacht. Diese Art von Coronavirus wurde vorher noch nicht gesehen. Man kann COVID-19 durch Kontakt mit einer anderen Person bekommen, die das Virus hat. Es ist vor allem eine Atemwegserkrankung, die andere Organe betreffen kann. Menschen mit COVID-19 haben über eine breite Palette von Symptomen berichtet, von leichten Symptomen bis hin zu schweren Erkrankungen. Die Symptome können 2 bis 14 Tage nach Kontakt mit dem Virus auftreten. Symptome können sein: Fieber oder Schüttelfrost; Husten; Kurzatmigkeit; Müdigkeit; Muskel- oder Körperschmerzen; Kopfschmerzen; neuer Geschmacks- oder Geruchsverlust; Halsschmerzen; Stau oder laufende Nase; Übelkeit oder Erbrechen; Durchfall.“

Bemerkenswert ist, dass in dem Fact-Sheet der US-Arzneimittelbehörde nicht die Rede von einer tödlichen Seuche ist, sondern nur davon, dass die Symptome bis hin zu „schweren Erkrankungen“ reichen können.

Ich habe bereits anhand der offiziellen Zahlen gezeigt, dass an Covid-19 kaum ein Gesunder stirbt. Covid-19 ist für die Risikogruppe der über 70-jährigen mit schweren Vorerkrankungen durchaus gefährlich, etwa 90 Prozent aller an (oder auch nur mit) Corona Verstorbenen sind über 70 Jahre alt, das Durchschnittsalter der offiziell gemeldeten Corona-Opfer liegt über der durchschnittlichen Lebenserwartung. Den Artikel mit allen Originalquellen finden Sie hier.

Kinder impfen

Ich habe bereits die Zahlen hingewiesen, will sie aber zur Erinnerung wiederholen, bevor wir dazu kommen, was das Fact-Sheet der US-Arzneimittelbehörde zur Impfung von Kindern sagt.

Unter den etwas über 78.000 Menschen, die in den letzten 12 Monaten in Deutschland an (oder sogar nur mit) Corona gestorben sind, waren laut Statista nur 17 Menschen unter 20 Jahre alt.

Laut Paul Ehrlich Institut gibt es bei dem Pfizer-Impfstoff in 0,2 von Tausend Fällen schwere Nebenwirkungen. Wenn wir also davon ausgehen, dass alle Menschen geimpft werden sollen (dazu wird ja der EU-Impfpass eingeführt), dann wären bei 13,5 Millionen Jugendlichen und einer Quote schwerer Nebenwirkungen von 0,2 pro Tausend in Deutschland 2.700 Kinder und Jugendliche von schweren Nebenwirkungen betroffen. Dem stehen keine 20 Todesopfer gegenüber, von denen einige wahrscheinlich nicht einmal an Corona, sondern nur mit Corona gestorben sind.

Wenn sich die EU-Kommission nun festgelegt hat, dass sie Minderjährige ausschließlich mit mRNA-Impfstoffen wie mit dem Pfizer-Impfstoff impfen möchte, dann sollte man annehmen, dass es dafür gut dokumentierte Gründe, also Studien gibt. Die FDA schreibt dazu in ihrem Fact-Sheet aber:

„In klinischen Studien haben etwa 20.000 Personen ab 16 Jahren mindestens eine Dosis des Pfizer-BioNTech COVID-19-Impfstoffs erhalten.“

Man beachte: Westliche Politiker und Medien kritisieren den russischen Impfstoff Sputnik-V wegen angeblich mangelhafter Daten, dabei hat The Lancet in seinem Bericht auf die Daten von 20.000 vollständig Geimpften Zugriff gehabt. Beim Pfizer-Impfstoff wurde nicht einmal abgewartet, bis alle ihre Zweitimpfung erhalten hatten, wie die FDA ganz offen schreibt.

Hinzu kommt: Es gibt keinerlei Daten zur Impfung von Menschen unter 16 Jahren. Man fragt sich also, auf welcher Grundlage die EU-Kommission entschieden hat, Kinder in der EU ausschließlich mit mRNA-Impfstoffen zu impfen.

Die FDA schreibt das sogar nochmal ausdrücklich als Antwort auf die Frage, was der Pfizer-Impfstoff genau ist:

„Der Pfizer-BioNTech COVID-19-Impfstoff ist ein nicht zugelassener Impfstoff, der COVID-19 verhindern könnte. Es gibt keinen von der FDA zugelassenen Impfstoff, um COVID-19 zu verhindern. Die FDA hat die Notfallanwendung des Pfizer-BioNTech COVID-19-Impfstoffs zur Verhinderung von COVID-19 bei Personen ab 16 Jahren im Rahmen einer Notfallgenehmigung (EUA) genehmigt.“

Erstimpfung von AstraZeneca, Zweitimpfung von Pfizer?

Nachdem die Impfungen mit AstraZeneca in Deutschland teilweise eingestellt wurden, hat die Ständige Impfkommission Anfang April empfohlen, dass Menschen, die eine Erstimpfung mit AstraZeneca bekommen haben, als Zweitimpfung Pfizer gespritzt bekommen sollen. Die Gesundheitsminister haben das inzwischen so beschlossen.

Auch hier fragt man sich, auf welcher Grundlage das geschehen ist. Gibt es Daten darüber, wie verschiedene Impfstoffe miteinander wechselwirken? Die FDA hat auch darauf eine Antwort:

„Es gibt keine Informationen über die Verwendung des Pfizer-BioNTech COVID-19-Impfstoffs mit anderen Impfstoffen“

Zur Erinnerung: Das Fact-Sheet der FDA ist vom 6. April. Als die Ständige Impfkommission ihre Empfehlung abgegeben hat, gab es keine Daten über mögliche Wechselwirkungen und daran hat sich bisher auch nichts geändert.

Fazit

Wenn man sich die offiziellen Informationen anschaut, kann man bei den mRNA-Impfstoffen von Pfizer und Moderna nur von einem großangelegten Menschenversuch sprechen. Die offiziellen Regierungsdokumente der US-Arzneimittelbehörde sagen ganz offen, dass es keinerlei Informationen zu den meisten gestellten Fragen gibt, aber Politik und Medien tun so, als sei alles ganz sicher.

Aktuell wird gemeldet, dass Bundeskanzlerin Merkel und Finanzminister Scholz mit dem Impfstoff von AstraZeneca geimpft werden. Ob das so ist, lässt sich natürlich nicht überprüfen, aber es ist bemerkenswert, dass sie nach offiziellen Angaben nicht den Impfstoff von Pfizer bekommen, den sie für die Bevölkerung so vehement empfehlen.

Quelle

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