Keine Überraschung: Baerbock wird Kanzlerkandidatin der Grünen

Transatlantiker

Dass Annalena Baerbock von den Grünen zur Kanzlerkandidatin gekürt wurde, kann niemanden überraschen. Sie ist so eng mit den transatlantischen Falken vernetzt, wie kaum ein anderer Politiker in Deutschland.

von Anti-Spiegel 19. April 2021 12:31 Uhr

Ich arbeite derzeit an einem neuen Buch, das voraussichtlich Ende Mai in den Handel kommt. Ich werde hier – das war nicht geplant – aus aktuellem Anlass eine Leseprobe veröffentlichen. Ich werde zum Verständnis kurz etwas über das neue Buch erzählen und dann die Leseprobe anfügen.

Worum es in dem Buch gehen wird

In dem Buch werde ich – das klingt fast ein wenig größenwahnsinnig, ich weiß – nichts weniger tun, als aufzuzeigen, wie die „westliche Demokratien“ funktionieren, warum sie mit Demokratie nichts gemein haben und auch mit Namen aufzeigen, wer im Westen tatsächlich regiert. Natürlich ist das nur das Ergebnis meiner Recherchen, das ich da zur Diskussion stelle, aber ich belege meine These wie immer mit vielen nachprüfbaren Quellen.

In dem Buch werde ich mit vielen Beispielen aufzeigen, dass es die großen transatlantischen NGOs und ihre Finanziers sind, also die Großkonzerne und ihre Besitzer, die im Westen die Entscheidungen treffen, Gesetze machen und über Krieg und Frieden entscheiden. Ich weiß, das klingt für viele nach der „Weltverschwörung“, aber ich werde viele Beispiele zeigen, inklusive der Summen die dabei geflossen sind und wer wen bezahlt hat, um diese oder jene Idee durchzusetzen und wie aus einer Idee eines Konzerns oder westlichen Oligarchen dann ein Gesetz oder sogar ein Krieg geworden ist.

Wir alle wissen, dass das in der Vergangenheit so gewesen ist, man nehme nur die Operation SUCCESS von 1954, als die CIA auf Wunsch des US-Lebensmittelkonzerns United Fruit Company (heute Chiquita) den demokratisch gewählten Präsidenten Guatemalas weggeputscht hat, weil der eine Landreform geplant hat, die dem US-Konzern geschadet hätte. Wir wissen, dass es das früher oft gegeben hat, aber viele glauben, das so etwas heute nicht mehr vorkommt. Ich behaupte: Das Gegenteil ist der Fall, die Macht der „Reichen und Mächtigen“, also der Oligarchen hinter den westlichen Großkonzernen, ist heute sogar größer als früher.

Diese These werde ich mit vielen nachprüfbaren Fakten belegen und zur Diskussion stellen.

Hohes Risiko als Autor

Danach schaue ich mir in dem Buch die in Deutschland führenden Politiker an, denn wenn meine These stimmen sollte, dann würde das bedeuten, dass in Deutschland niemand eine Schlüsselposition in Politik und Regierung übernehmen kann, der nicht auf das engste mit diesen von den westlichen Oligarchen finanzierten transatlantischen NGOs verbunden ist. Dabei habe ich mir auch Annalena Baerbock und Robert Habeck angeschaut.

Ich bin dabei – und auch an anderen Stellen in dem Buch – ein hohes Risiko eingegangen, denn ich habe Vorhersagen gewagt. Das Buch ist fast schon im Druck und kann daher nicht mehr entscheidend verändert werden, wenn das Buch also erscheint und der Leser in einigen Wochen darin etwas liest, was ich im März oder früher geschrieben habe, was sich aber inzwischen als unwahr herausgestellt hat, wäre ich blamiert und das Buch wäre unglaubwürdig.

Nachdem ich mir die Lebensläufe von Robert Habeck und Annalena Baerbock angeschaut habe, habe ich mich, als ich das Buch geschrieben habe, schon vor Wochen festgelegt, dass die Grünen Baerbock zur Kanzlerkandidatin küren werden. Der Grund ist schnell erklärt: Habeck ist praktisch nicht in die transatlantischen NGOs eingebunden, das macht ihn aus Sicht der „Reichen und Mächtigen“ unberechenbar, auch wenn er derzeit weitgehend Positionen vertritt, die den „Reichen und Mächtigen“ in den USA gefallen. Aber dass jemand „aus der Reihe tanzen“ kann, haben sie bei Schröder gesehen und daher werden sie kein zweites Mal zulassen, dass „so einer“ Bundeskanzler werden kann.

Anders bei Baerbock. Sie ist so tief eingewoben in die NGOs der transatlantischen Falken, dass sie leicht kontrollierbar ist. Sie verdankt ihnen ihre Karriere und kann nicht „aus der Reihe tanzen“ ohne alles zu verlieren. Sie ist kontrollierbar und auf die Netzwerke der Transatlantiker angewiesen.

Soweit meine These, die Sie ab Ende Mai im Detail in meinem Buch nachlesen können. Nun veröffentliche ich das Kapitel über Annalena Baerbock aus meinem kommenden Buch. Es ist nicht ganz die endgültige Version, für das Buch wurde sie noch leicht verändert, aber die Änderungen sind marginal.

Wofür Annalena Baerbock steht

Annalena Baerbock ist unter den führenden Grünen eher eine Ausnahme, denn sie verfügt über eine durchaus fundierte Ausbildung, sie ist Völkerrechtlerin. Allerdings ist sie auch eine weitere Vertreterin der Gattung „Berufspolitiker“, denn abgesehen davon, dass sie während ihres Studiums drei Jahre im Nebenjob als Journalistin für eine Zeitung tätig war, hat sie außerhalb der Politik keine Berufserfahrung gesammelt.

Nach dem Studium wurde sie Büroleiterin einer Europaabgeordneten, dann Referentin der Fraktion der Grünen im Bundestag, dann versuchte sie sich noch drei Jahre daran, ihre Doktorarbeit zu schreiben, was ihr aber nicht gelang, sie hat nicht promoviert.

Anschließend wurde sie 2013 in den Bundestag gewählt, wo sie bis heute sitzt.

Eigentlich könnte man das Kapitel über Frau Baerbock damit abschließen, wenn wir in diesem Buch nicht die Wichtigkeit der NGOs und Stiftungen kennengelernt hätten. Denn ein Blick auf die Mitgliedschaften von Frau Baerbock ist interessant.

Frau Baerbock ist eine typische Vertreterin der Grünen im Bundestag, die sich dadurch auszeichnen, dass sie in ihrer Zeit im Parlament nur wenige bezahlte Nebenjobs annehmen. Sie hat als einziges dem Bundestag gemeldetes Nebeneinkommen eine einmalige Zahlung eines Verlages angegeben.

Dafür ist sie aber eine der typischen Grünen Abgeordneten, die umso aktiver in die Netzwerke von NGOs und Lobbyisten eingebunden sind, womit sie sich ein gutes Auskommen für die Zeit nach der Abgeordnetentätigkeit sichern.

Frau Baerbock gibt auf ihrer Seite eine ganze Reihe von Mitgliedschaften in NGOs an und einige davon wollen wir und einmal näher anschauen. (Anmerkung: Ich wurde in den Kommentaren darauf hingewiesen, dass die verlinkte Seite nicht mehr erreichbar ist. Ich habe dieses Kapitel Ende März recherchiert und geschrieben, also drei Wochen, bevor ich diesen Artikel veröffentlicht habe. Damals gab es auf der Homepage von Baerbock noch eine Seite mit einer Liste ihrer Mitgliedschaften in NGOs, die sie inzwischen gelöscht hat. Damit ist die Übersicht nicht mehr zu finden, man kann ihre Funktionen in den genannten NGOs aber auf deren Seiten finden, man muss es nun eben mühsam suchen. Sie wird wissen, warum sie die Übersicht gelöscht hat… Aber das Internet vergisst nichts, denn im Webarchiv ist die Seite noch zu finden, hier ist der Link.)

Im ersten Teil dieses Buches ging es ausführlich um das Netzwerk der transatlantischen NGOs, die dafür zuständig sind, die Sicht der US-Eliten in Europa zu propagieren. Eine dieser NGOs ist der German Marshall Fund.

Das ist eine US-amerikanische NGO, die sich für die US-Ziele der Transatlantiker einsetzt, aber kurioserweise 1972 von der deutschen Regierung gegründet und dann 25 Jahre lang von ihr mit 10 Millionen Dollar jährlich finanziert wurde. Obwohl der deutsche Staat diese angebliche Nicht-Regierungsorganisation gegründet hat und finanziert, ist ihr Hauptsitz aber in Washington.

Zur Einordnung: Der Dollarkurs lag damals bei 3 D-Mark für einen Dollar, es waren also 30 Millionen Mark. Der Bundeshaushalt betrug damals 108 Milliarden Mark. Heute beträgt der Bundeshaushalt 500 Milliarden Euro, also das Zehnfache. Das wäre so, als wenn die Bundesregierung heute eine NGO mit 100 Millionen Dollar jährlich unterstützen würde.

Und Frau Baerbock ist Mitglied des German Marshall Fund.

Außerdem ist Baerbock auch im „Europa/Transatlantik Beirat“ der Heinrich-Böll-Stiftung aktiv. Das Gremium setzt sich ebenfalls für die von den USA vorgegebenen Ziele der Transatlantiker ein und produziert viel Material für den propagandistischen Kampf gegen jene, die den USA auf der internationalen Bühne im Weg stehen, also vor allem Russland und China. Aber auch gegen die Türkei wird dort immer öfter geschossen, seit sich das Land unter Erdogan (von dem man halten kann, was man will) mehr und mehr von den USA abgewandt hat.

Interessant ist auch ihre Mitgliedschaft im „Parlamentarischen Freundeskreis Berlin-Taipeh“, der sich für Taiwan einsetzt. Das passt zu der Mitgliedschaft im „Europa/Transatlantik Beirat“ der Heinrich-Böll-Stiftung, in dem auch Reinhard Bütikofer aktiv ist, der sich wiederum dadurch auszeichnet, einer der führenden Kämpfer in der EU gegen China zu sein. Als die EU 2021 „endlich“ Sanktionen gegen China verhängt hat, war Bütikofer am Ziel, denn dafür hat er mehr als für jedes andere Projekt gekämpft.

Da Frau Baerbock zu dem Zeitpunkt, an dem ich diese Zeilen schreibe, als Kanzlerkandidatin der Grünen im Gespräch ist, kann man sich leicht vorstellen, welche Probleme die deutsche Wirtschaft unter einer Kanzlerin Baerbock hätte. China legt großen Wert darauf, dass andere Länder anerkennen, dass China Taiwan für eine abtrünnige Provinz hält. Das ist der Grund, warum kaum ein Land der Erde offizielle diplomatische Beziehungen zu Taiwan unterhält.

Wenn aber nun eine Vorkämpferin für die Taiwanische Unabhängigkeit deutsche Kanzlerin würde, würde das die Beziehungen zu China sehr belasten und inzwischen braucht die deutsche Wirtschaft China weitaus mehr, als die China die deutsche Wirtschaft braucht. Es besteht also die Gefahr, dass schon die bloße Wahl von Baerbock zur Bundeskanzlerin in Deutschland Arbeitsplätze kostet.

Eine weitere, weltweit ausgesprochen einflussreiche NGO ist das Weltwirtschaftsforum. Das wird von den Medien (die wem gehören?) als großer Wohltäter dargestellt, das nur für ein besseres Leben für alle kämpft. Das mag mancher glauben, aber es wäre eine historische Premiere, wenn sich die reichsten und mächtigsten Menschen der Welt treffen würden, um über die Verbesserung der Lebensumstände der einfachen Leute nachzudenken.

Bei solchen Treffen – und nichts anderes organisiert das Weltwirtschaftsforum jedes Jahr – geht es normalerweise eher um die Sicherung und den Ausbau der Macht der Reichen und Mächtigen, die sich da hinter meist verschlossenen Türen treffen.

Und aus unerfindlichen Gründen ist Baerbock Mitglied im Forum der Young Global Leaders des Weltwirtschaftsforums. Die Mitglieder dieses elitären Clubs sind vom Weltwirtschaftsforum als die „vielversprechendsten Führungskräfte unter 40 Jahren“ auserkoren worden und werden entsprechend gefördert, womit wir wieder bei den (transatlantischen) Netzwerken wären, ohne die in Deutschland kein Politiker nach ganz oben kommt.

Und die Macht des Weltwirtschaftsforums kann man auch daran erahnen, dass diese Führungskräfte sofort steile Karrieren hinlegen. Aktuelle Beispiele sind neben Frau Baerbock auch Jens Spahn oder Emmanuel Macron, der praktisch aus dem Nichts eine neue Partei geschaffen hat, von irgendwoher das nötige Geld für die Partei und seinen Wahlkampf bekommen hat, und aus dem Stand französischer Präsident geworden ist. Damit konnte er in letzter Minute den Wahlsieg von Le Pen verhindern, die ein entschiedener Gegner der Politik der US-Eliten ist.

Wieder einer dieser wundersamen Zufälle in der internationalen Politik, von denen interessanterweise immer die US-Eliten (also die Reichen und Mächtigen) und ihre Interessen profitieren. Aber wer diese „Zufälle“ hinterfragt, der ist bekanntlich ein Verschwörungstheoretiker, also lassen wir das hier.

Aus irgendeinem Grund ist Baerbock auch noch im Stiftungsrat der Leo Baeck Foundation, die nach eigenen Angaben „das Judentum in Europa festigen und ausbauen sowie eine Perspektive des interreligiösen Dialogs schaffen“ möchte. Zu diesem Zweck unterstützt die Foundation diverse Ausbildungseinrichtungen. Laut den auf deren Seite genannten Projekten wird dabei schwerpunktmäßig die Ausbildung „konservativer Rabbiner“ gefördert.

Daran ist nichts Verwerfliches, aber ich frage mich, warum eine Grüne, die sich ihren Wählern als progressive Politikerin präsentiert, sich ausgerechnet für die Ausbildung von explizit konservativen Rabbinern einsetzt. Die Grünen stellen sich in Deutschland demonstrativ gegen alles Konservative, dabei sind die deutschen Konservativen im Vergleich zu konservativen Rabbinern Leuchttürme der Progressivität.

Im übrigen hat sich Baerbock immer wieder für eine Stärkung der Bundeswehr ausgesprochen, was so gar nicht zu den mit den Grünen immer in Verbindung gebrachten pazifistischen Zielen passt. Baerbock plädiert auch dafür, die Bundeswehr solle an mehr „robusten europäischen Militäreinsätzen“, also im Klartext, an mehr Kriegen teilnehmen.

Man kann also zusammenfassen, dass sich an der Politik in Deutschland unter einer Regierung mit Beteiligung von Baerbock kaum etwas ändern würde, im Gegenteil. Sie steht, wie alle anderen deutschen Politiker, die Schlüsselpositionen bekleiden, für die Ziele der Reichen und Mächtigen und ist tief und fest in deren Netzwerke eingebunden, deren Förderung sie offensichtlich ihre Karriere verdankt.

Sie wird, so wie die anderen, sicher nicht die Hand beißen, die sie füttert.

Quelle

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