Wie offensichtlich die Wahlwerbung für die Grünen ist


Der SPIEGEL in Aktion

Ich behaupte immer, die Grünen können ihre Wähler nach Herzenslust belügen und betrügen und die Medien schauen weg. Der Spiegel war nun so freundlich, meinen Vorwurf an die Medien (ungewollt) zu bestätigen.

von Anti-Spiegel 20. April 2021 14:45 Uhr

Der Spiegel war so freundlich, meine These zu bestätigen, dass die Medien den Grünen alles durchgehen lassen. Es ist faszinierend, wie der Spiegel es geschafft hat, darüber zu berichten, dass die Medien den Grünen alles durchgehen lassen und es dabei noch so aussehen zu lassen, als wären die Grünen eine tolle Partei. Der Spiegel fragte allen Ernstes, wie es sein kann, dass die Grünen mit allem durchkommen. Dabei müsste der Spiegel nicht die Frage stellen, sondern sie beantworten. Immerhin sind des ja Medien wie der Spiegel, die den Grünen das erlauben.

Schauen wir uns diese Leserverar***ung in Spiegel einmal näher an.

Wofür die Grünen wirklich stehen

Die Wähler bringen die Grünen mit allem Guten in Verbindung. So meinen die meisten, die Grünen seien gegen Gentechnik und für ökologische Landwirtschaft. Aber das stimmt nicht, denn die Grünen finden Gentechnik inzwischen ganz in Ordnung und ausgerechnet eine Grüne ist Cheflobbyistin für Glyphosat, was mit ökologischer Landwirtschaft nun wirklich nicht vereinbar ist.

Die Grünen sagen auch immer, sie seien gegen Lobbyismus. Aber wenn man sich anschaut, welche Grünen als Lobbyisten arbeiten, ohne dass die Partei das kritisiert, wird klar, dass das ein Lippenbekenntnis ist. So kämpft zum Beispiel eine Grüne als Cheflobbyistin der Energiewirtschaft für hohe Entschädigungen der Atomkonzerne für die vorzeitige Abschaltung der Atomkraftwerke.

Die Grünen sind angeblich auch gegen fossile Energieträger und Fracking. Aber still und heimlich haben sie im Bundesrat für die staatliche Förderung von Frackinggas aus den USA gestimmt.

Die Grünen gelten auch als pazifistische Partei, aber sie befürworten mehr Kriegseinsätze der Bundeswehr und Kriege auch ohne Mandat der UNO.

Die Liste ließe sich fortsetzen, ich habe immer wieder berichtet, Beispiele mit allen Quellenangaben finden Sie hier, hier und hier.

Aber die „Qualitätsmedien“ lassen den Grünen diesen offensichtlichen Wählerbetrug durchgehen und berichten über all das möglichst nicht oder nur ein kleinen und verschämten Artikeln. Und nun fragt ausgerechnet eine Kolumne im Spiegel, wie das sein kann. Dabei müsste der Spiegel doch die Antwort kennen, denn er ist es doch, der dabei fröhlich mitmacht.

Scheinheiligkeit im Spiegel

Im Spiegel ist am 19. April eine Kolumne von Klaus Blome mit der Überschrift „Die grüne Wand“ erschienen und Blome schreibt in der Einleitung:

„Die Grünen können machen, was sie wollen, nichts bleibt mehr an ihnen kleben. Das nennt man wohl Wechselstimmung.“

Von Wechselstimmung in Deutschland kann man sicher sprechen, nur stehen die Grünen ja nicht für einen Wechsel, sondern für die exakte Fortsetzung der derzeitigen Politik, nur noch transatlantischer. Das haben die Grünen gerade bewiesen, als die die Hardcore-Transatlantikerin Annalena Baerbock zur Kanzlerkandidatin gekürt haben. Wenn Sie sich wundern, warum ich die Dame als „Hardcore-Transatlantikerin“ bezeichnen, können Sie es hier nachlesen.

Und wenn Blome verwundert feststellt, dass an den Grünen „nichts kleben bleibt„, dann könnte er uns doch erzählen, warum das so ist. Immerhin kennt er die Antwort, denn er leitete mal das Spiegel-Hauptstadtbüro und leitet heute das Politikressort bei RTL und n-tv. Er ist also einer von denen, die dafür verantwortlich sind, dass an den Grünen „nichts kleben bleibt.“

In seiner Kolumne führt Blome dann Beispiele für das auf, was die Medien den Grünen alles durchgehen lassen. So kann man dort lesen:

„In Berlin dilettiert beispielsweise ein Senat aus SPD, Grünen und Linkspartei, dem vergangene Woche der famose »Mietendeckel« um die Ohren flog, auf den sie so stolz waren. Die SPD und die Linkspartei wurden, wie es sich gehört, nach dem Urteil des Verfassungsgerichts heftig gescholten ob ihres ideologiegetriebenen Unfugs. Auch jede Menge Spott ergoss sich über die hauptstädtischen Haubentaucher, deren Chef, der SPD-Bürgermeister Müller, jetzt Bundesbauminister werden möchte. Allein die grüne Wirtschaftssenatorin stand abseits, als gehöre sie nicht dazu. Ihre Weste blieb sauber. Klatsche? Welche Klatsche?“

Ja, Herr Blome, welche Klatsche? Warum haben Sie in den Politikressorts, die Sie leiten, den Grünen dafür keine Klatsche verpasst? Warum haben Sie der Grünen Wirtschaftssenatorin das durchgehen lassen?

Weiter schreibt Blome:

„Überhaupt sitzen die Grünen in elf der sechzehn Landesregierungen, auf mehr kommt keine andere Partei. Im Deutschen Bundestag wiederum trugen sie die Coronapolitik der Regierung weitgehend einvernehmlich mit. Mithin, würde man meinen, tragen sie auch eine gewisse Verantwortung für alles, was in den letzten Monaten schiefgelaufen ist beim Impfen vor Ort, bei gescheiterten Ministerpräsidentenkonferenzen in der Hauptstadt oder beim mangelhaften Vollzug der dort gefassten Beschlüsse. Aber nein, derweil CDU/CSU in den Umfragekeller rauschten und die SPD unten hängen bleibt, stiegen die Werte der grünen Mit-Regierungspartei nahezu Woche um Woche. Krise? Welche Krise?“

Ja, Herr Blome, welche Krise? Wie sollen die Grünen auch in eine Krise geraten, wenn Sie, lieber Herr Blome, und Ihre Kollegen die Grünen immer aus der Schusslinie nehmen? Und wenn Sie Ihren Lesern nicht berichten, wie doppelzüngig die Grünen das Eine predigen und dann still und heimlich für das Andere stimmen (siehe Frackings, Lobbyismus, Gentechnik, Kriegseinsätze, etc.), dann kann die Partei in keine Krise geraten.

Das nächste Beispiel von Blome ist:

„Ebenso kommt die Parteispitze damit durch, dass größere Teile ihrer Jugendorganisation von der Weltrevolution zu träumen scheinen, hilfsweise vom Systemwechsel. Sie schwenken ihre Fähnchen neben solchen mit Hammer und Sichel und ignorieren den Ratschlag ihrer Parteiführung, sich von gewalttätigen Demonstrationszügen fernzuhalten. Im engeren Sinne ungehorsam ist das nicht, muss man einräumen, denn die Grünenspitze hatte diesen Ratschlag ja den Anhängern anderer Parteien erteilt.“

Natürlich kommt die Parteiführung der Grünen damit durch. Die Medien unterstützen sie ja dabei, indem sie nicht thematisieren, dass bei den Grünen schöne Worte einerseits und das tatsächliche Abstimmungsverhalten andererseits weit auseinander gehen. Die Verarschung der Menschen (sorry, ich kann es nicht anders nennen) geht sogar so weit, dass sogar die Jugendorganisation der Partei gar nicht merkt, wie die Parteiführung sie mit freundlicher Unterstützung der Medien verarscht.

Die dumme Frage im Spiegel

Danach wird die Kolumne zu Realsatire, wenn Blome direkt im Anschluss an diese Auflistung schreibt:

„Damit wir uns richtig verstehen: Es ist kein Neid, der da spricht, warum sollte ich neidisch sein? Es ist vielmehr mein ehrliches Erstaunen: Die Grünen scheinen eherne Gesetzmäßigkeiten außer Kraft zu setzen, darunter jene, die sie sonst auf den letzten Metern stets straucheln ließen. Das ist keine kleine Leistung.“

Worüber, lieber Herr Blome, sind Sie erstaunt? Sie wissen das alles, thematisieren es aber als Ressortleiter Politik nicht in den Artikeln der von Ihnen geleiteten Redaktionen von RTL und n-tv. Sie könnten über all das doch täglich berichten, so wie Sie die anderen Parteien für die von Ihnen genannten Dinge kritisieren. Stattdessen lassen Sie es zu, dass zum Beispiel die Grüne Wirtschaftssenatorin – wie Sie es formulieren – bei dem Skandal in Berlin „abseits steht“ und von all dem nichts abbekommt.

Es ist keine Leistung der Grünen Partei, dass an ihr „nichts kleben bleibt„, das ist das Ergebnis Ihrer Arbeit, Herr Blome. Und natürlich der Arbeit all der anderen „Qualitätsjournalisten“ in Deutschland, die es genauso machen, wie Sie. Warum, lieber Herr Blome, lassen Sie das zu? Und warum verkaufen Sie ihre Leser für dumm, wenn Sie sich in der Kolumne über das wundern, was Sie selber tun?

Blome lenkt natürlich von der Rolle der Medien ab, denn danach beschreibt er ausführlich, dass all das die Leistung der Grünen ist, die so diszipliniert sind und so weiter. Eine ganz tolle Partei eben. Und nachdem er die Partei ausreichend über den grünen Klee gelobt hat, kommt das:

„Unter diesen Vorzeichen beginnt nun der Wahlkampf. CDU und CSU, Armin Laschet und Markus Söder, vollziehen ihren „coup de deux veuves“, den »Schlag der zwei Witwen«, bei dem sich zwei Degen-Duellanten gleichzeitig zu Tode treffen. Die SPD wartet auch auf das Ende, nur ohne zu kämpfen. Die Grünen indes können beim Zusehen gar nicht so viel Popcorn essen, wie sie müssten“

Mein Vorschlag, lieber Herr Blome, lautet: Nehmen Sie den Grünen das Popcorn weg und berichten Sie täglich über all das, was ich hier aufgelistet habe. Oder über das, was Sie selbst geschrieben haben. Zeigen Sie den Wählern, wofür die Grünen wirklich stehen und halten Sie die Grünen nicht so sorgfältig aus allen Skandalen raus, dann würde den Grünen das Popcorn schnell im Halse stecken bleiben.

Auf die Frage, warum die angeblich kritischen „Qualitätsmedien“ den Grünen alles durchgehen lassen, kann sich jeder selbst eine Antwort aussuchen. Aufmerksame Leser können meine Antwort in meinem Artikel über Annalena Baerbock zwischen den Zeilen finden.

Und da die CDU nun Laschet zum Kanzlerkandidaten gekürt hat, bin ich bereit, eine nette Flasche Rum zu darauf zu wetten, dass die nächste Bundeskanzlerin Baerbock heißen wird. Mit freundlicher Unterstützung der „Qualitätsmedien“ natürlich.

Anmerkung: Wer den kleinen Scherz mit der Flasche Rum nicht verstanden hat, findet hier die Auflösung.

Quelle

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