Das neue Buch von Steven Koonin: Unsettled…

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Andy May
Es war mir eine Ehre, dass der Professor an der New York University Steven E. Koonin mich gebeten hat, sein ausgezeichnetes neues Buch einem Peer Review hzu unterziehen. Es trägt den Titel „Unsettled: What Climate Science Tells Us, What it Doesn’t, and Why it Matters“ [etwa: Was die Klimawissenschaft uns sagt und was nicht, und warum das eine Rolle spielt]. Ab dem 4. Mai ist das Buch bei Amazon als Kindle Version erhältlich.

Der Buchautor Steven E. Koonin

Das neue Buch von Steven Koonin: Unsettled…

7. Mai 2021 Chris Frey Klima 0

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Andy May
Es war mir eine Ehre, dass der Professor an der New York University Steven E. Koonin mich gebeten hat, sein ausgezeichnetes neues Buch einem Peer Review hzu unterziehen. Es trägt den Titel „Unsettled: What Climate Science Tells Us, What it Doesn’t, and Why it Matters“ [etwa: Was die Klimawissenschaft uns sagt und was nicht, und warum das eine Rolle spielt]. Ab dem 4. Mai ist das Buch bei Amazon als Kindle Version erhältlich.

Der Buchautor Steven E. Koonin

Professor Koonin schickte mir im November einen fast endgültigen Entwurf zum Lesen und Kommentieren und ich habe sein Buch ein wenig überarbeitet, aber der Entwurf war schon damals in guter Form. Jetzt ist er noch besser. Ich habe vor ein paar Wochen ein signiertes Vorabexemplar erhalten, aber ich habe trotzdem eine Kindle-Version vorbestellt, um leichter darauf zugreifen zu können, und ich empfehle Ihnen, das auch zu tun. Dies ist ein wichtiges Buch, nicht nur weil Koonin ein brillanter und berühmter Physiker ist, sondern auch wegen des Inhalts. Es ist ein guter Überblick über die Wissenschaft, aber auch philosophisch wichtig.

Koonin hat mehr als 200 wissenschaftliche Arbeiten und Artikel geschrieben. Sie wurden laut Google Scholar über 14.000 Mal zitiert. Diese beziehen sich meist auf seine Hauptgebiete der Kern- und Atomphysik. Er hat auch über Biokraftstoffe, Energie, Klimawissenschaft, Beobachtungen der Albedo der Erde und die Analyse des menschlichen Genoms geschrieben. Er war einst Vorsitzender der kleinen JASON-Gruppe von Wissenschaftlern, die das Pentagon und andere Bundesbehörden beraten. Wie das Wall Street Journal in seiner kürzlichen Rezension des Buches berichtet, sind „Mr. Koonins wissenschaftliche Referenzen tadellos.“ (Mills, 2021).

Wir können erwarten, dass er von der Presse geschmäht wird, weil er nicht auf der Parteilinie liegt, aber er ist in dem Buch eindeutig korrekt und besonnen. Das Buch ist noch nicht für die Öffentlichkeit zugänglich, aber es ist bereits ein #1 Bestseller im Amazon Kindle Store, unter „Wetter“. Ein paar interessante Zitate aus der frühen Kopie, die er mir geschickt hat:

Die Erde hat sich im letzten Jahrhundert erwärmt, teilweise aufgrund natürlicher Phänomene und teilweise als Reaktion auf wachsende menschliche Einflüsse. Diese menschlichen Einflüsse (vor allem die Anhäufung von CO2 aus der Verbrennung fossiler Brennstoffe) üben einen physikalisch kleinen Effekt auf das komplexe Klimasystem aus. Leider reichen unsere begrenzten Beobachtungen und unser Verständnis nicht aus, um sinnvoll zu quantifizieren, wie das Klima auf menschliche Einflüsse reagiert oder wie es sich auf natürliche Weise verändert. Doch selbst wenn sich die menschlichen Einflüsse seit 1950 verfünffacht haben und sich der Globus nur geringfügig erwärmt hat, bleiben die meisten schweren Wetterphänomene innerhalb der Variabilität der Vergangenheit. Projektionen zukünftiger Klima- und Wetterereignisse beruhen auf Modellen, die für diesen Zweck nachweislich ungeeignet sind.“ (Koonin, 2021, S. 24)

Dieses Zitat ist besonders wichtig, weil viele in der Öffentlichkeit nicht erkennen, dass der menschliche Einfluss auf das Klima nie in der Natur beobachtet oder gemessen wurde. Sie halten es für eine Tatsache, aber das IPCC hat uns nur eine sehr grobe Schätzung auf der Basis von Modellen geliefert. Was hat Professor Koonin zu den Klimamodellen zu sagen?

Es ist leicht, sich von der Vorstellung verführen zu lassen, dass wir einfach den gegenwärtigen Zustand der Atmosphäre und der Ozeane in einen Computer einspeisen können, einige Annahmen über zukünftige menschliche und natürliche Einflüsse machen und so das Klima Jahrzehnte in die Zukunft genau vorhersagen können. Leider ist das nur ein Hirngespinst, wie man aus Wettervorhersagen schließen kann, die bis auf zwei Wochen oder so genau sein können. (Koonin, 2021, S. 79)

Zwei Wochen? Koonin ist sehr großzügig; er beruft sich auf diese Quelle [EZMW]. Er fügt ein paar Seiten später hinzu:

Jeder, der sagt, dass Klimamodelle ’nur Physik‘ sind, versteht sie entweder nicht oder er will absichtlich in die Irre führen. (Koonin, 2021, S. 81).

Einige Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts haben beschrieben, wie sie ihr Klimamodell getrimmt haben, indem sie eine ECS (die Klima- oder Temperatursensitivität auf eine Verdoppelung der CO2-Konzentration) von etwa 3°C anvisierten, indem sie ihre Wolkenrückkopplungen anpassten. Um zu verstehen, wie ungeheuerlich dies ist, muss man verstehen, dass Wolken nicht modelliert werden; sie sind einstellbare Parameter. ECS ist kein Modell-Input, sondern wird aus dem Modell-Output errechnet. Koonin’s Kommentar: „Die Forscher haben ihr Modell so manipuliert, dass die Sensitivität gegenüber Treibhausgasen ihren Vorstellungen entsprach. Das heißt, sie frisieren die Modelle, bis sie zum Narrativ passen.“ (Koonin, 2021, S. 93).

Die Regierungen der Welt und die U.N. haben Milliarden von Dollar für die Klimaforschung ausgegeben, und Tausende von Wissenschaftlern auf der ganzen Welt haben ihre ganze Karriere mit diesem Thema verbracht, wie steht es also um uns? Koonin sagt es uns:

Ein erhebliches Problem ist, dass die Streuung des [IPCC AR5] CMIP5-Ensembles in den Jahren nach 1960 größer ist als die der Modelle in CMIP3 – mit anderen Worten, die spätere Generation von Modellen ist tatsächlich unsicherer als die frühere. Hier gibt es also eine echte Überraschung: selbst als die Modelle anspruchsvoller wurden – einschließlich feinerer Gitter, ausgefeilterer Untergitter-Parametrisierungen … nahm die Unsicherheit zu (Koonin, 2021, S. 87)

Wir fügen hinzu, dass die Unsicherheit bei der Berechnung des Effekts von CO2 auf die globale Erwärmung (ECS) im AR5 genau der Berechnung entspricht, die im Charney-Report (Charney, et al., 1979, S. 2) angegeben wurde, nämlich 1,5° bis 4,5° (IPCC, 2013, S. 16).

Koonin wurde zuerst in Physik an der Cal Tech ausgebildet, wo er Richard Feynman kannte und mit ihm studierte, den berühmten Physiker, der uns lehrte, „an die Unwissenheit der Experten zu glauben.“ Koonin zitiert diese Passage aus Feynmans Cal-Tech-Eröffnungsrede von 1974:

Gestern Abend habe ich (im Fernsehen) gehört, dass das Wesson-Öl nicht das Essen durchtränkt. Nun, das ist wahr. Es ist nicht unehrlich; aber die Sache, von der ich spreche, ist nicht nur eine Angelegenheit von nicht unehrlich sein, es ist eine Angelegenheit der wissenschaftlichen Integrität, die eine andere Ebene ist. Die Tatsache, die zu dieser Werbeaussage hinzugefügt werden sollte ist, dass Öle keine Lebensmittel durchtränken, wenn sie bei einer bestimmten Temperatur zubereitet werden. Wenn sie bei einer anderen Temperatur betrieben werden, werden sie alle durchweichen – auch Wesson Oil. Es ist also die Implikation, die vermittelt wurde, nicht die Tatsache, die wahr ist, und der Unterschied ist das, womit wir uns beschäftigen müssen. (Koonin, 2021, S. 7)

Wie Koonin erzählt, ist dies der Zustand der Klimawissenschaft heute. Was der IPCC und die US-Regierung uns über die Klimawissenschaft erzählen, ist im Allgemeinen wahr, aber in ihrem Bemühen, „eher zu überzeugen als zu informieren“, lassen sie das weg, was nicht in ihr Narrativ passt. Sie erzählen uns genug, um alarmiert zu sein, aber nicht genug, um uns zu informieren. Es ist der Verlust der wissenschaftlichen Integrität, der alarmierend ist, nicht das Klima.

Ein Großteil des Buches wird damit verbracht, den Mythos zu zerstreuen, dass extreme Wetterereignisse aufgrund des vom Menschen verursachten Klimawandels zunehmen. Er erzählt, dass Hitzewellen heute nicht häufiger vorkommen als im Jahr 1900, Tornados nehmen nicht zu, ebenso wenig wie Dürren. Koonin kritisiert die Medien für die Behauptung, dass extremes Wetter irgendwie mit menschlichen Aktivitäten zusammenhängt, obwohl es dafür keine Beweise gibt.

Holman Jenkins vom Wall Street Journal hat ebenfalls einen Entwurf des Buches gelesen und Folgendes geschrieben, basierend auf einem Interview mit Koonin:

Koonin argumentiert nicht gegen die aktuelle Klimawissenschaft, sondern dass das, was die Medien und Politiker und Aktivisten über die Klimawissenschaft sagen, so weit von der tatsächlichen Wissenschaft entfernt ist, dass es absurd und nachweislich falsch ist. (Jenkins, 2021)

Jenkins und Koonin beklagen sowohl den Verlust der Ehrlichkeit als auch des Glaubens an die Bedeutung von Ehrlichkeit und Wahrheit in den heutigen Nachrichtenmedien und der Politik. Von 2009 bis 2011 war Koonin Präsident Obamas Unterstaatssekretär für Wissenschaft im Energieministerium. Später, im Jahr 2020, erklärte Obama, dass wir uns in einer „epistemologischen Krise“ befinden. Ob wir mit Obama in der Sache übereinstimmen oder nicht, wir sind uns einig, dass sich die USA in einer Krise in Bezug auf Wahrheit und Wissen befinden. In der Wissenschaft geht es darum, die Wahrheit auf objektive und reproduzierbare Weise zu ermitteln. Die eigenen Gefühle spielen keine Rolle, Ausreden spielen keine Rolle, Konsensmeinungen spielen keine Rolle, wie man es nennt („globale Erwärmung“ oder „Klimawandel“) spielt keine Rolle, es zählt nur das, was man präsentiert, das unabhängig reproduziert werden kann. Bei Unsettled geht es darum, die Wissenschaft wieder auf den richtigen Weg zu bringen, Wissenschaftler sollten berichten, was sie wissen, was sie nicht wissen, was sie modelliert haben und was sie beobachtet haben. Nicht mehr und nicht weniger.

Einige von Ihnen erinnern sich vielleicht daran, dass Professor Koonin 2014 einen interessanten, hochkarätig besetzten Workshop der American Physical Society zum Thema Klimawandel leitete. Sie diskutierten und debattierten die wesentlichen Elemente der laufenden Klimawandel-Debatte. Meine Zusammenfassung des Workshops kann hier nachgelesen werden. Das Lesen des Transkripts dieses Workshops war für mich ein großes Aha!-Erlebnis, es ist 573 Seiten lang, aber ein großartiges Beispiel für gut gemachte Wissenschaft. Leider wurden die großen Defizite in der populären, vom Menschen durchgeführtten Klimawissenschaft, die er aufzeigte, ignoriert. Koonin setzte sich aktiv für mehr solcher formalen wissenschaftlichen Debatten über die Wissenschaft ein; wobei ihm zufolge beide Seiten vertreten sein sollten. Leider wurde jeder Vorschlag in diese Richtung abgeschmettert. In Kapitel 11 beschreibt er „Fixing the Broken Science,“ und wie prominente demokratische Senatoren Markey, Schatz, Smith, Blumenthal, Shaheen, Booker, Stabenow, Klobuchar, Hassan, Markey, und Feinstein versuchten, jede Finanzierung einer ehrlichen Debatte über die Klimawissenschaft buchstäblich zu verbieten:

die Verwendung von Geldern an Bundesbehörden zu verbieten, um ein Gremium, eine Arbeitsgruppe, einen beratenden Ausschuss oder andere Bemühungen einzurichten, die den wissenschaftlichen Konsens zum Klimawandel in Frage stellen, und für andere Zwecke. (Koonin, 2021, S. 202)

Versuchen sie wirklich, ein Forschungsergebnis gesetzlich festzulegen? Wissenschaft ist Debatte. Ohne Debatte gibt es keine echte Wissenschaft. Die verschiedenen wissenschaftlichen Akademien sind nicht besser als der Senat. Koonin und seine Kollegen haben sie gedrängt, ihren Prinzipien treu zu bleiben und zu informieren, anstatt zu überreden, aber ihre Bitten wurden ignoriert. An diesem Punkt sind wir heute. Wir applaudieren Professor Koonin’s Standpunkt zur wissenschaftlichen Integrität und ermutigen andere, seinem Beispiel zu folgen.

[Hervorhebung vom Übersetzer]

Works Cited

Charney, J., Arakawa, A., Baker, D., Bolin, B., Dickinson, R., Goody, R., . . . Wunsch, C. (1979). Carbon Dioxide and Climate: A Scientific Assessment. National Research Council. Washington DC: National Academies Press. doi:https://doi.org/10.17226/12181

IPCC. (2013). In T. Stocker, D. Qin, G.-K. Plattner, M. Tignor, S. Allen, J. Boschung, . . . P. Midgley, Climate Change 2013: The Physical Science Basis. Contribution of Working Group I to the Fifth Assessment Report of the Intergovernmental Panel on Climate Change. Cambridge: Cambridge University Press. Retrieved from https://www.ipcc.ch/pdf/assessment-report/ar5/wg1/WG1AR5_SPM_FINAL.pdf

Jenkins, H. (2021, April 16). How a Physicist Became a Climate Truth Teller. Wall Street Journal. Retrieved from https://www.wsj.com/articles/how-a-physicist-became-a-climate-truth-teller-11618597216?mod=article_inline

Koonin, S. E. (2021). Unsettled: What Climate Science Tells us, What it doesn’t, and why it matters. Dallas, Texas, USA: BenBella. Retrieved from https://www.amazon.com/dp/B08JQKQGD5/ref=dp-kindle-redirect?_encoding=UTF8&btkr=1

Mills, M. P. (2021, April 25). ‘Unsettled’ Review: The ‘Consensus’ On Climate. Wall Street Journal. Retrieved from https://www.wsj.com/articles/unsettled-review-theconsensus-on-climate-11619383653

Link: https://andymaypetrophysicist.com/2021/04/26/unsettled-steven-koonins-new-book/

Übersetzt von Chris Frey EIKE

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