Persönliche Schätzung,…

… keine StatistikWie jede Krise hat auch die Corona-Krise nicht nur Verlierer hervorgebracht. Zu ihren großen Gewinnern zählt der SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach – bis jetzt. Er wurde durch seine vermeintliche Expertise zum ungekrönten König der Talkshows, in denen er mit immer neuen Kassandra-Rufen über die Gefahren des Virus und vor allem seiner Mutationen dazu beitrug, jene Befürchtungen in der Bevölkerung zu nähren, die die Infektionsschutzmaßnahmen der Regierenden rechtfertigten.  Besonderes Aufsehen erregte Lauterbach Mitte April ein Auftritt bei Maybrit Illner, als er behauptete, der Altersdurchschnitt der Covid-Patienten auf den Intensivstationen liege bei 47 bis 48 Jahren – von denen die Hälfte sterbe. Die Botschaft war klar: Corona ist für junge und jüngere Menschen also doch weitaus gefährlicher als bisher gedacht.  Die Skepsis gegenüber dieser Äußerung war zwar durchaus vorhanden, aber ihr mangelte es ebenso an einer Datengrundlage wie Lauterbach selbst. Nun gibt es sie: Das DIVI-Intensivregister veröffentlicht ab sofort jede Woche die Altersstruktur der Covid-Intensivpatienten, das RKI übernimmt die Daten in seine Tagesberichte. Und die aktuellen Zahlen zeigen, dass das Durchschnittsalter der Covid-Intensivpatienten über 60 Jahren liegt. Nur weniger als 40 Prozent von ihnen sind jünger als 60 Jahre alt. Und nur 12,1 Prozent von ihnen sind unter 50 Jahren alt. Die meisten Patienten gibt es in der Altersgruppe der 60-69-Jährigen (31,9 Prozent) und der 70-79-Jährigen (26,6 Prozent). Auf Anfrage des BR erklärte Karl Lauterbach, dass es sich bei seiner Angabe lediglich um eine Schätzung gehandelt habe, die er aus persönlichen Gesprächen und eigenen Eindrücken abgeleitet habe. Aber warum nannte er dann die unrunde Spanne von „47 bis 48“? Das musste für die Zuschauer so wirken, als habe Lauterbach dafür eine belastbare Grundlage. Vielleichte sollten seine Talkshow-Gastgeber ihm beim nächsten Besuch diese Frage einmal stellen. Noch besser wäre es allerdings, sich endlich nach einem anderen Gast umzusehen, der es genauer mit den Fakten nimmt.  

DIVI-Intensivregister: Durchschnittsalter von Covid-Intensivpatienten bei über 60 Jahren
Karl Lauterbach sorgte mit einer Behauptung für Aufsehen, nach der das Durchschnittsalter von Covid-Intensivpatienten zwischen 47 und 48 Jahren liege. Neue Zahlen zeigen ein ganz anderes Bild – Lauterbach gibt zu, dass es sich nur um eine persönliche Schätzung handelte.
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BEI MAYBRIT ILLNER
Karl Lauterbach und die drei definitiv aller-, allerletzten Wochen des November-Lockdowns
Karl Lauterbach macht Hoffnung, bald schon sollen die Zahlen „exponentiell“ sinken. Doch jetzt müsse man nochmal durchhalten, nur noch drei Wochen. Die Rückkehr zu den Grundrechten steht allerdings natürlich noch unter Mutanten-Vorbehalt.
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DJV-FUNKTIONÄR ALS HILFSSHERIFF
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Bei einer Demonstration von Corona-Maßnahmen-Kritikern flieht ein Mann vor Polizisten. Da bringt ihn ein anderer Mann gewaltsam zu Fall. Der Angreifer ist Geschäftsführer des Landesverbands Thüringen des Deutschen Journalisten-Verbands.
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Eine Maßnahmen-Kritikerin trifft am Amtsgericht Heidelberg auf den Virologen Christian Drosten. Der soll in einem Ergänzungsgutachten zur Frage Stellung nehmen, ob der PCR-Test die Infektiosität nachweisen könne oder auch bei „toter Viruslast“ positiv ausfalle.
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ÄRGER UM ASYLHEIM IN SUHL: 
Viel zu tun für Direktkandidat Hans-Georg Maaßen
Im thüringischen Städtchen Suhl sorgen die Zustände rund um Asyl-Unterkunft für Aufregung. Vor wenigen Tagen ist dort Hans-Georg Maaßen zum Direktkandidaten der CDU nominiert worden. Er sagt: „So kann es potentiell überall sein, wo es solche Einrichtungen in Deutschland gibt.“
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Moria-transfers
Deutschland im Plansoll – nur die Europäer folgen nicht
Seit September sind 2.765 Menschen aus Lesbos in Deutschland angekommen und auf die Bundesländer verteilt worden. Was aber nun? »Sozialhilfe« rufen die einen, noch mehr Aufnahmen fordern die anderen. Sicher ist nur: Deutschland geht mit solchen Aktionen einen absoluten Sonderweg in Europa.
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