Was der Spiegel in seinem Kampf für die Rettung der Patente der Pharmabranche alles verschweigt

Lobbyismus für Big PharmaDerzeit beherrscht die Diskussion über die Freigabe von Patenten für Covid-Impfstoffe die Schlagzeilen. Der Spiegel kämpft für den Schutz der Patente und verschweigt seinen Lesern dabei die entscheidende Information.

on Anti-Spiegel

Was hinter dem Vorstoß des Weißen Hauses steckt, den Patentschutz für Corona-Impfstoffe aufzuheben, ist derzeit noch nicht erkennbar. Dass es dabei um eine selbstlose Tat geht, wie die Medien suggerieren, darf bezweifelt werden, denn für Selbstlosigkeit sind die USA nicht bekannt, eher schon für knallharte Interessenpolitik. Darüber, ob die Pharmakonzerne am Ende großzügig für die Freigabe der Patente entschädigt werden, oder ob hinter den Plänen, die ganze Welt mit mRNA-Impfstoffen zu impfen, etwas ganz anderes steckt, werden wir in Zukunft noch sehen. Ich will hier nicht spekulieren, ich halte mich an die bekannten Fakten.Um zu verstehen, was die Schlüsselfrage bei dem Thema ist und damit auch zu verstehen, was der Spiegel seinen Lesern verschweigt und dass der Spiegel wieder einmal massiv Lobbyismus betreibt, müssen wir uns zunächst zwei Fakten anschauen.

Medienkampagne für mRNA-Impfstoffe

Derzeit erleben wir im Westen eine massive Kampagne für mRNA-Impfstoffe, also die Präparate von BionTech/Pfizer, Moderna und Curevac. Vektorimpfstoffe werden von Medien und Politik schlecht gemacht, obwohl bei ihnen schwere Nebenwirkungen kaum häufiger sind als die von mRNA-Impfstoffen, wie das Paul Ehrlich Institut gemeldet hat. Trotzdem sollen nun alle Menschen mit mRNA-Impfstoffen geimpft werden. mRNA-Impfstoffe sind noch nie für die Anwendung beim Menschen zugelassen worden, obwohl die Pharmaindustrie das seit der Entdeckung des Verfahrens 1990 versucht. Aber es ist der Pharmaindustrie in über 30 Jahren nicht gelungen, dieses Verfahren so verträglich zu machen, dass es einen normalen Zulassungsprozess bestanden hätte. Wegen Corona wurden im Rahmen von Notfallzulassungen solche Impfstoffe erstmals für die Anwendung beim Menschen zugelassen.Geändert hat sich aber nichts, die Probleme, die mRNA-Impfungen verursachen, sind nicht gelöst. Aber Corona sei dank gibt es nun Notfallzulassungen und jetzt wird der mRNA-Impfstoff von Pfizer massenhaft verimpft. Das Problem ist, dass über die Langzeitfolgen von mRNA-Impfstoffen absolut nichts bekannt ist, weil sie eben noch nie für den Menschen zugelassen worden sind. Wenn man aber ein vollkommen unerprobtes Verfahren bei Millionen von Menschen weltweit einsetzt und dann abwartet, was wohl die Langzeitfolgen sind, dann ist der per Definition ein Menschenversuch.Auch Pfizer selbst ist das anscheinend nicht ganz geheuer, denn Pfizer verlangt von Ländern, die den Impfstoff zulassen, eine Haftungsbefreiung bei Impfschäden. Auch die EU hat allen westlichen Pharmakonzernen diese Haftungsbefreiung garantiert. Trotzdem hat die Ständige Impfkommission schon die Impfung von unter 16-jährigen mit dem BionTech/Pfizer-Impfstoff empfohlen, obwohl es zu dem Zeitpunkt noch überhaupt keine Daten über Impfungen von unter 16-jährigen mit dem Impfstoff gab und auch bis heute nicht gibt. Wer das nicht glauben mag, der kann es hier inklusive aller Quellen nachlesen. Trotzdem trommeln Politik und Medien kräftig für mRNA-Impfstoffe. Kinder sollen in der EU sollen nur noch damit geimpft werden und die EU hat gerade bei BionTech/Pfizer eine Bestellung von 1,8 Milliarden Dosen bis 2023 platziert. Um das einzuordnen: Die EU hat ca. 450 Millionen Einwohner, damit könnte jeder EU-Bürger vier Mal geimpft werden.

Die Steuerzahler tragen alle Kosten

Man muss wissen, dass die westlichen Pharmakonzerne die Entwicklung der Impfstoffe nicht selbst bezahlt haben. Schon im Mai 2020 hat zum Beispiel die EU auf einer Geberkonferenz von verschiedenen Staaten über 7 Milliarden Euro für die Entwicklung der Corona-Impfstoffe eingesammelt. Die EU hat jedoch selbst keine Impfstoffe entwickelt, das Geld ist vielmehr an die Pharmakonzerne gegangen. Die haben also kein Risiko und keine Kosten gehabt, das haben die Steuerzahler übernommen. Der Spiegel hat damals so berichtet:

„Dutzende Länder haben gemeinsam 7,4 Milliarden Euro für die Entwicklung eines Impfstoffs gegen das Coronavirus zugesagt.“

Da müsste man ja meinen, dass die großzügigen Spender-Staaten einen großen Rabatt von den Pharmakonzernen bekommen, aber wie wir wissen, ist das nicht der Fall. Im Gegenteil wollte Pfizer-BioNTech von der EU sagenhafte 54,08 Euro pro Impfdosis erhalten, während die Firma den Impfstoff an andere Länder für unter 20 Dollar verkauft. Pharmakonzerne wie BionTech/Pfizer machen derzeit sagenhafte Gewinne und ihre Aktienkurse explodieren. Und das wegen eines Produktes, dessen Entwicklung sie sich von den westlichen Staaten haben bezahlen lassen. Damit aber nicht genug, selbst jetzt noch, wo die Konzerne im Geld schwimmen, werfen die Staaten noch Geld hinterher. Im April hat die Bundesregierung BioNTech und Curevac noch einmal 600 Millionen für die Forschung an Impfstoffen geschenkt. Daher ist die Diskussion über die Freigabe der Patente in meinen Augen von vorneherein falsch. Die in meinen Augen richtige Diskussion müsste sich um die Frage drehen, warum diese Konzerne überhaupt Patentschutz auf Produkte haben, deren Entwicklung die Steuerzahler finanziert haben und auch weiterhin finanzieren. Die Steuerzahler haben die Entwicklung der Impfstoffe bezahlt, sie tragen die Kosten für die riesigen Bestellungen, bei denen sogar Vorkasse bezahlt wird und die Pharmakonzerne haften weder für Impfschäden noch für verspätete Lieferungen. Sie haften für praktisch gar nichts. Das ist kein Scherz, denn mittlerweile wurden die Verträge der EU-Kommission mit den Impfstoffherstellern geleakt. Den Vertrag mit Pfizer finden Sie hier, den Vertrag mit Moderna finden Sie hier und ein juristisches Gutachten der Verträge finden Sie hier. Der Steuerzahler bezahlt alles und trägt zum Dank auch noch das Risiko.

Spiegel-Leser wissen weniger

Der Spiegel thematisiert diese Fragen nicht. Stattdessen gebärdet er sich als treuer Lobbyist der Pharmaindustrie und schreibt derzeit täglich mehrere Artikel, in denen er verschiedene Leute vor den schlimmen Folgen der Aufhebung des Patentschutzes warnen lässt. Spiegel-Leser sollen es als gefährlich empfinden, wenn der Patentschutz für die Impfstoffe gekippt wird, weil die Firmen ja angeblich so viel Geld in die Entwicklung gesteckt haben. Dass das Geld vom Steuerzahler gekommen ist und dass die Firmen kein eigenes Geld einsetzen brauchten, erfährt der Spiegel-Leser nicht.Der längste und ausführlichste dieser Lobbyismus-Artikel im Spiegel ist unter der Überschrift „Biontech und Curevac: Wie die Aufhebung des Patentschutzes deutsche Pharmafirmen bedroht“ erschienen. Da diese Überschrift für den Spiegel aber nicht dramatisch genug war, wurde sie geändert und lautet jetzt „Mögliche Aufhebung des Patentschutzes – Der bedrohte Boom der deutschen Pharmapioniere

Der Spiegel als BionTech/Pfizer-Lobbyist

Der Spiegel lobbyiert die mRNA-Impfstoffe, dazu muss er in dem Artikel zunächst die Vektorimpfstoffe schlecht machen. Daher wird in dem Spiegel-Artikel zuerst klar gemacht, dass das erprobte Verfahren der Vektorimpfstoffe angeblich gescheitert ist:

„Spätestens vom kommenden Jahr an, so viel zeichnet sich ab, wird sich mRNA weltweit als dominierendes Verfahren der Impfstoffproduktion durchgesetzt haben. Die mRNA-basierten Vakzinen haben sich als wirksamer, einfacher und sicherer herausgestellt.Die Vektorhersteller dagegen patzten reihenweise. AstraZeneca kann weit weniger Dosen ausliefern als zugesagt, nach immer neuen Pannen und Meldungen über seltene Nebenwirkungen steht die Vakzine als Impfstoff zweiter Klasse da. Johnson & Johnson kämpft mit Produktionsproblemen. Der französische Weltkonzern Sanofi scheiterte vorerst schon in der klinischen Erprobungsphase.“

Man beachte folgendes Zitat, denn es enthält gleich mehrere objektive Unwahrheiten: „Die mRNA-basierten Vakzinen haben sich als wirksamer, einfacher und sicherer herausgestellt„Das ist alles unwahr, denn die mRNA-Vakzine sind zwar wirksamer als die Impfstoffe von AstraZeneca oder Johnson&Johnson, aber nicht wirksamer als der russische Vektorimpfstoff Sputnik-V. Einfacher sind die mRNA-Impfstoffe auch nicht, denn sie müssen bei sehr tiefen Temperaturen transportiert und gelagert werden, was die Logistik kompliziert und teuer macht, während für die Vektorimpfstoffe ein handelsüblicher Kühlschrank ausreichend ist. Und ob die mRNA-Impfstoffe sicherer sind, weiß kein Mensch, weil es keinerlei Daten über die langfristigen Nebenwirkungen gibt. All das können Sie hier im Detail nachlesen.Und der russische Impfstoff hat übrigens sogar weniger Nebenwirkungen als seine westlichen Mitbewerber. Die amerikanische Gesundheitsbehörde CDC hat in ihrem Factsheet zum Pfizer-Impfstoff immer wieder darauf hingewiesen, dass der Pfizer-Impfstoff keine reguläre Zulassung hat und dass es praktisch keine Daten über ihn gibt. Er ist – so das CDC – nur zeitlich begrenzt mit einer Notfallzulassung zur Anwendung freigegeben. Trotzdem bestellen die westlichen Staaten bereits auf Jahre im Voraus. Die Ausnahme wurde schon zur Regel gemacht und es wurde ein experimenteller Impfstoff auf die Menschheit losgelassen. Die Details über das Factsheet der CDC mit allen Quellen finden Sie hier. Aber all das wissen Spiegel-Leser ja Gott sei dank nicht.

Gekaufte Berichterstattung

Dass die Steuerzahler die Entwicklungskosten getragen haben und weiterhin tragen, habe ich schon erwähnt. An den Gewinnen ist der Steuerzahler aber nicht beteiligt. Im Spiegel erfahren wir:

„Biontech allein plant für dieses Jahr mit rund 9,8 Milliarden Euro Einnahmen, mehr als doppelt so viel wie noch 2020 erwartet. Analysten rechnen mit einem globalen Impfstoffumsatz von rund 100 Milliarden Dollar und mehr pro Jahr.“

Aber obwohl sich die Pharmakonzerne gerade eine goldene Nase verdienen, ohne nennenswert Geld investiert oder das Risiko getragen zu haben, wollen sie nun den Patentschutz behalten. Das kann man aus deren Sicht ja verstehen, aber warum machen Politik und Medien das Spiel mit?Ganz einfach: Die Pharmalobby ist eine der mächtigsten Lobbyorganisationen, mit der es sich Politiker nicht verderben wollen. Und für die Medien ist die Pharmabranche einer der wichtigsten Anzeigenkunden, die darf man nicht verärgern. Beim Spiegel kommt noch hinzu, dass ihm Bill Gates alle paar Jahre Millionen bezahlt und die Bill und Melinda Gates Foundation ist der fünftgrößte Aktionär von BioNTech. Mit anderen Worten: Vor allem die Spiegel-Berichte über Impfstoffe sind gekauft, denn Bill Gates braucht eine positive Presse für seinen Impfstoff, schließlich will er einen Teil von dem 100-Milliarden-Kuchen abhaben. Es geht schlicht um Geld. Das ist keine Verschwörungstheorie. Wer das nicht glaubt, kann sich davon auf der Seite der Bill & Melinda Gates Stiftung überzeugen. Dort veröffentlichen die nämlich selbst, wo die Stiftung ihr Geld investiert hat. Die Stiftung ist an BionTech beteiligt und verdient an dem Pfizer-Impfstoff mit. Die Stiftung von Bill Gates ist fünftgrößter Aktionär bei BionTech.

Propaganda-Tricks

Der Spiegel muss daher besonders für den Patentschutz kämpfen, das ist er Bill Gates schuldig. Und der Spiegel macht das geschickt. Dabei ist er sich nicht einmal zu schade, an den unterbewussten Nationalstolz der Deutschen zu appellieren. Die Deutschen sind ja durchaus unterbewusst stolz auf ihr Land, wenn es zum Beispiel um die Stärke der deutschen Wirtschaft geht und wenn man sein Land stolz als „Exportweltmeister“ bezeichnen kann.Dass die Deutschen von der Stärke der deutschen Wirtschaft nichts haben, denn die Gewinne streichen ja nur einige wenige Großaktionäre ein und nicht etwa „die Deutschen“, ist dabei unwichtig. Der Spiegel appelliert an diesen Stolz der Deutschen, wenn er schreibt:

„Wächst da eine neue, milliardenschwere Zukunftsindustrie heran, in der ausnahmsweise mal die Deutschen führend sind? Nach Jahrzehnten, in denen die heimische Pharma- und Biotechindustrie auf dem Weltmarkt kaum mehr eine Rolle spielte? Auf den deutschen Firmen ruhen nicht nur große Hoffnungen, die Pandemie weltweit in den Griff zu bekommen, sondern hohe industriepolitische Erwartungen in Berlin und Brüssel. Zukunft, made in Germany, wann gab es das zuletzt in dieser Dimension?“

Da kann man doch den Deutschen nicht ihre Patente wegnehmen!Danach kommt in dem Spiegel-Artikel pure Realsatire, als es um die Reaktion auf die Idee geht, den Patentschutz auszusetzen:

„Die Aktien der potenziell betroffenen Firmen sackten ab; die Pharma- und Biotechwelt reagierte entsetzt. Wer soll noch Geld in die ohnehin risikoreiche und kapitalintensive Forschung stecken, wenn nicht sicher ist, dass sich die Investition am Ende rentiert – und das Ergebnis der eigenen Arbeit nicht plötzlich kostenlos für alle zu haben ist?“

Woher kam das Geld für die Forschung nochmal? Etwa von den Pharmaunternehmen?

Die großen mRNA-Pläne

Es sei nochmal daran erinnert, dass es in 30 Jahren nicht gelungen ist, auch nur ein einziges mRNA-Präparat für die Anwendung beim Menschen zuzulassen. Und es sei auch nochmal daran erinnert, dass die amerikanische Gesundheitsbehörde CDC in ihrem Factsheet ausdrücklich und mehrmals darauf hinweist, dass der Pfizer-Impfstoff keine reguläre Zulassung hat, sondern nur eine Notfallzulassung, die auch noch zeitlich auf die Dauer des Notfalls Covid-19 begrenzt ist.Das muss man im Hinterkopf haben, wenn man in dem Spiegel-Artikel folgendes liest:

„Die Pharma- und Chemiebranche hat erkannt, dass Covid-Impfstoffe ein langfristiges Geschäft sein werden und sich Investitionen in umgebaute oder neue Anlagen auszahlen. »In Europa entsteht gerade eine ganze Industrie samt Zulieferern«, sagt Şahin.Zumal es nicht bei der Coronabekämpfung bleiben wird: »Wir wollen die Technologie breit ausbauen und haben neben Krebskandidaten bereits Projekte laufen zu HIV-, Tuberkulose- und Grippe-Impfstoffen«, so der Biontech-Chef. »Und es kommen sehr viele neue Anfragen.« Ein Malaria-Impfstoff etwa könnte ein weiterer Schwerpunkt werden.“

Es ist geplant – und es wird Geld investiert -, die experimentelle mRNA-Technologie auf breiter Front einzusetzen. Ganz offensichtlich soll der „Notfall Covid-19“ noch sehr lange andauern und die Notfallzulassung, die eigentlich eine absolute Ausnahme ist, soll zur dauerhaften Regel werden.Im Klartext: Durch Corona sind die Sicherheitsanforderungen an Medikamente mal eben praktisch abgeschafft worden.

Womit der Spiegel seine Leser sonst noch bespaßt

Ansonsten wird in dem Spiegel-Artikel lang und breit erklärt, warum die Freigabe von Patenten angeblich kein Problem löst. Um den Lesern das klarzumachen, geht der Spiegel auf Nebenkriegsschauplätze wie knappe Rohstoffe für die Impfstoffe ein. Das mag alles sein, wäre aber lösbar, wenn der politische Wille vorhanden wäre, denn auch diese Zutaten kann man produzieren.Aber der Spiegel-Leser bekommt den Eindruck, die Freigabe von Patenten bringe nichts. Das ist schlicht Unsinn und ich habe darauf oft hingewiesen. Der allseits beklagte Mangel an Impfstoffen rührt nur daher, dass man auf die begrenzten Produktionskapazitäten der Patentinhaber angewiesen ist. Wenn man – so wie es die Russen bei ihrem Impfstoff tun – die Produktion in Lizenz erlauben würde, hätte man morgen mehr Produktionskapazitäten zur Verfügung und könnte den Mangel an Impfstoffen schnell beseitigen.Aber an Lizenzen verdienen die Pharmakonzerne weniger Geld, als an der eigenen Produktion. Es geht nur ums Geld. Und bei einer Freigabe der Patente würden sie noch weniger verdienen.Spiegel-Leser werden davon abgelenkt, indem der Spiegel lang und breit über knappe Inhaltsstoffe und unzureichende Labore referiert. Es klingt fast so, als könne niemand außer den Patentinhabern solche Impfstoffe herstellen, was natürlich ganz objektiv Blödsinn ist.Das liest man auch zwischen den Zeilen, denn einerseits ist – laut Spiegel – die Produktion der Impfstoffe angeblich so kompliziert, dass eine Freigabe der Patente nicht zu mehr verfügbaren Impfstoffen führen würde, andererseits wird aber davor gewarnt, dass China davon profitieren könnte:

„Aus Sicht der EU-Kommission gibt es bei einer raschen Patentfreigabe nur einen Profiteur: Peking. Den Wissensvorsprung bei der mRNA-Technologie aufzugeben werde vor allem der chinesischen Pharmabranche nutzen, sagen Brüsseler Beamte: »Die Pekinger Parteiführung ruft da natürlich Hurra.«“

Auch das ist falsch. Es geht keineswegs um den Wissensvorsprung. In dem Augenblick, wo ein Patent angemeldet wird, gibt man sein Wissen preis. Mit dem Patent wird verhindert, dass ein anderer das Wissen nehmen und damit Geld verdienen kann. In dem Augenblick, wo man einen Impfstoff patentiert, hat man sein Wissen öffentlich gemacht. Mit anderen Worten: Was der Spiegel hier schreibt, ist Desinformation, denn Chinas Pharmabranche hat das Wissen schon und kann mit dem Wissen dieser Patente auch weiterforschen, sie darf das patentierte Wissen nur nicht zu Geld machen.Es geht schon wieder nur ums Geld, nicht um das böse China.Aber dass der Spiegel ein Lobbyist der Pharmaindustrie ist und seine Leser desinformiert ist ja nicht neu. Das habe ich schon öfter aufgezeigt, Beispiele finden Sie hier, hier und hier.


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Quelle

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