Zufriedenheit der Menschen in angeblichen Diktaturen viel höher als in westlichen Demokratien

Demokratie und Corona

Was wie russische Propaganda klingt, ist über jeden Zweifel erhaben, denn die Quelle sind Transatlantiker. Sie haben sehr überraschendes festgestellt und die „Qualitätsmedien“ haben nun die Aufgabe, davon möglichst abzulenken. von Anti-Spiegel 7. Mai 2021 14:49 Uhr Es geht mal wieder um eine Studie und wie immer schaue ich mir zunächst die Finanziers einer Studie an, um deren Interessen einzuordnen. Das ist immer wieder interessant, denn es hilft, die Ergebnisse einer Studie, über die die Medien berichten, einzuordnen, wenn man weiß, wer sie bezahlt hat und nach welcher Methode sie vorgegangen sind.Besonders interessant war in dem Zusammenhang ein Bericht, über den der Spiegel und andere Medien vor einigen Tagen berichtet haben. Dort haben wir erfahren, dass die bösen Staaten, also zum Beispiel Russland und China, Covid-19 nutzen, um die Zivilgesellschaften noch stärker zu unterdrücken. Bestnoten haben hingegen Deutschland, Schweden und die Niederlande in dem Bericht bekommen. Das kann niemanden verwundern, denn es waren diese drei Staaten, die die Auftraggeber des Berichts maßgeblich finanzieren. Es war also gekauftes Eigenlob, aber das merkt man nur, wenn man sich Studie, Auftraggeber und Geldgeber anschaut, wie ich hier aufgezeigt habe.Und nun ist eine weitere Studie veröffentlicht worden, die dem komplett widerspricht. Sie wurde im Auftrag der Stiftung Alliance of Democracies erstellt, die der frühere Nato-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen gegründet hat. Finanziert wird seine Stiftung von Internetkonzernen wie Facebook oder Google und von transatlantischen NGOs wie dem Atlantic Councel, von Banken und anderen Konzernen und von weiteren transatlantischen NGOs. Weder Rasmussen, noch seine Finanziers stehen im Verdacht, russische Propagandisten zu sein weshalb die Ergebnisse der Studie umso interessanter sindDer Democracy Perception IndexBei der Studie handelt es sich um den sogenannten Democracy Perception Index (DPI). Zu dessen Erstellung werden in vielen Staaten repräsentative Umfragen durchgeführt und die Menschen werden dazu befragt, wie demokratisch sie ihr Land finden, wie zufrieden sie mit ihren Regierungen sind, was sie als größte Gefahren für die Demokratie ansehen und so weiter. Da diese Studie von Transatlantikern bestellt und bezahlt wird, sollte man annehmen, dass die Studie zeigt, dass es mit der Demokratie und der Zufriedenheit der Menschen im Westen super ist, in bösen Ländern wie Russland und China hingegen nicht.Aber dem ist nicht so. Anscheinend stoßen die Scheindemokratien des Westens an ihre Grenzen und man kann das auch in Studien nicht mehr wirklich verschleiern. Da bleibt nur noch eins: Die Medien müssen davon ablenken und das tun sie auch. Schauen wir uns zuerst die Ergebnisse der Studie an und danach, wie der Spiegel darüber berichtet hat. Die größten Bedrohungen für die DemokratieWenn man Medien und Politik glauben will, dann müssten die Menschen russische Wahleinmischungen und allgemein die russische und chinesische Bedrohung als größte Gefahren für die Demokratie ansehen. Das sind zumindest die Themen, die die Medien uns ständig präsentieren. Aber anscheinend glauben ihnen immer weniger Menschen.Als größte Gefahren für die Demokratie nehmen die Menschen weltweit stattdessen die wirtschaftliche Ungleichheit (64%), die Einschränkung der Redefreiheit (53%), unfaire Wahlen (49%), die Macht der Internetkonzerne (48%) und den Einfluss der USA (44%) wahr. Das ist doch irgendwie lustig: Das selbsternannte (und von den westlichen Medien gefeierte) Mutterland der Demokratie wird von den Menschen weltweit als eine der größten Gefahren für die Demokratie wahrgenommen.Erst danach folgen auf der Liste der Gefahren für die Demokratie: Ausländische Wahleinmischungen (42%), Chinas Einfluss (38%) und Russlands Einfluss (28%). Trotz allen medialen Dauerfeuers wollen die Menschen weltweit die russische Gefahr einfach nicht fürchten.Demokratie unter Covid-19Da der Spiegel erst vor wenigen Tagen berichtet hat, wie Russland und China angeblich die Zivilgesellschaften unter dem Vorwand von Covid-19 einschränken, müsste man bei der Frage, wie zufrieden die Menschen mit den Maßnahmen ihrer jeweiligen Regierungen beim Umgang mit der Pandemie sind, erwarten, dass im Westen alle happy sind und in Russland und China die Menschen sehr unzufrieden sind.Leider ist das Gegenteil der Fall, die wie diese Karte zeigt. An der Karte kann man übrigens auch sehen, in welchen Ländern die Umfragen gemacht wurden: In allen farbig markierten Ländern.Wem dienen die Regierungen?In der Studie wurde weiter gefragt, ob die Menschen Demokratie wichtig finden und ob sie der Meinung sind, dass ihre Regierungen den Menschen oder „den Interessen einer Minderheit“ dienen. Das ist die berühmte Verschwörungstheorie, nach der die westlichen Demokratien nur Scheindemokratien seien, in denen in Wirklichkeit eine kleine Gruppe sehr reicher und mächtiger Menschen die Fäden ziehen und die Entscheidungen trifft.Da im Westen bekanntlich Demokratie herrscht, in der die Menschen frei sind und sich die Regierungen um ihre Belange sorgen und es nur eine Verschwörungstheorie ist, dass die Regierungen im Westen „den Interessen einer Minderheit“ dienen, müssten die Antworten hier deutlich ausfallen. Tun sie auch, aber anders als man es in den Medien normalerweise erfährt, wie diese Grafik zeigt. Zwar finden 78 Prozent Demokratie wichtig, aber ganze 43 Prozent sind der Meinung, dass ihre Regierungen „den Interessen einer Minderheit“ dienen.In ihrer Pressemeldung über die Studie hat die Stiftung von Rasmussen es sogar noch etwas deutlicher formuliert: „Die Studie zeigt, dass die Menschen immer noch an die Demokratie glauben: 81 % der Menschen auf der ganzen Welt sagen, dass es wichtig ist, in ihrem Land eine Demokratie zu haben. Allerdings sagt nur etwas mehr als die Hälfte (53 %), dass ihr Land heute tatsächlich demokratisch ist – selbst in Demokratien.“Die schlechten Werte kommen also nicht etwa zu Stande, weil die Menschen in China, Russland, Ägypten und so weiter ihre Regierungen als undemokratisch bezeichnen, sondern weil das auch fast die Hälfte der Menschen im Westen so sieht. Das sind tolle Demokratien, wenn die Hälfte der Menschen dort sie gar nicht als demokratisch empfinden.Das kann – zumindest für Deutschland – nicht überraschen. Schon 2019 ist eine Studie der Friedrich-Ebert-Stiftung der SPD zu dem Ergebnis gekommen, dass eine Mehrheit der Deutschen dem politischen System in Deutschland misstraut. Ich habe damals ausführlich über die Studie berichtet, den Artikel finden Sie hier. In meinem neuen Buch „ABHÄNGIG BESCHÄFTIGT“ bin ich zu dem gleichen Ergebnis gekommen: Die Demokratien im Westen sind nicht demokratisch, sondern sie simulieren eine Demokratie, während in Wirklichkeit einige wenige reiche und mächtige Menschen die Fäden ziehen. Das zeige ich mit Belegen auf und beschreibe, wie das vor sich geht und wer es finanziert. Ich beschreibe also das System und nenne die Namen derer, die die Entscheidungen treffen und zeige die Methoden auf, mit denen das getan und vor den Menschen verborgen wird. Das Buch wird Ende Mai in den Handel kommen, ist aber schon vorbestellbar. Wie der Spiegel über diese Studie berichtetDer Spiegel verschont seine Leser mit all den eben genannten Informationen. Zu den Ergebnissen der Studie kann man in dem Spiegel-Artikel mit der Überschrift „Deutschland – Deutsche sehen in USA größere Bedrohung als in China oder Russland“ zum Beispiel folgendes lesen: „Demnach sind rund ein Drittel der Deutschen (36 Prozent) der Meinung, dass der Einfluss der USA eine größere Bedrohung für die Demokratie in Deutschland darstellt als der Chinas (33 Prozent) oder Russlands (29 Prozent). Jeder Zweite (51 Prozent) sieht den Einfluss des Landes auf die globale Demokratie als eher negativ, gut ein Drittel (32 Prozent) als positiv.“Davon lenkt der Spiegel dann aber schnell ab, denn das ist natürlich alles nur die Schuld von Donald Trump:„»Die Amtszeit des ehemaligen Präsidenten Donald Trump hat das Vertrauen unter den demokratischen Partnern in Europa ohne Frage nachhaltig beschädigt«, sagte Jonas Parello-Plesner, Geschäftsführer von Alliance of Democracies, dem SPIEGEL. Allerdings sei durchaus ein »Biden-Effekt« zu verzeichnen.“Spiegel-Leser lernen, dass Trump großen Schaden angerichtet hat, aber der Heilsbringer Biden ist schon dabei, alles wieder ins Lot zu bringen. Alles wird gut!Und über die Zufriedenheit der Menschen mit der Corona-Politik ihrer Regierungen erfährt der Spiegel-Leser:„Weniger als die Hälfte der Deutschen gab an, ihr Land reagiere gut auf die Krise. Im Frühjahr 2020 waren es noch mehr als 70 Prozent. Der europäische Durchschnitt ergab ähnliche Werte, während sich drei Viertel der in asiatischen Ländern Befragten zufrieden mit ihren Regierungen zeigten.Fast jeder zweite Befragte in Deutschland und den meisten untersuchten europäischen Ländern äußerte zudem die Meinung, die eigene Regierung habe die Freiheiten der Bürger während der Pandemie zu stark eingeschränkt. Etwa jeder dritte Deutsche hielt die Einschränkungen für angemessen, im vergangenen Jahr waren es noch fast zehn Prozentpunkte mehr.Die Unzufriedenheit mit den Reaktionen auf die Pandemie stieg weltweit. Allerdings ging die Zustimmungsrate in demokratischeren Ländern (51 Prozent) deutlicher als in weniger demokratischen (65 Prozent) zurück. Im März 2020 standen in beiden Kategorien noch gut zwei Drittel der Befragten dem Agieren ihrer Regierungen positiv gegenüber.“Das passt so gar nicht zu dem, was wir sonst immer in den Medien lernen. Die haben berichtet, dass über die Hälfte der Deutschen die Bundesnotbremse toll gefunden haben. Nun erfahren wir, dass das wohl in Wahrheit nur ein Drittel war. Der Spiegel hält es aber nicht für nötig, auf diese Diskrepanz zu seiner eigenen Berichterstattung einzugehen.Und dann macht der Spiegel viele Worte über die „Zustimmungsrate“ der Menschen zur Corona-Politik ihrer Länder. Dabei lenkt er von dem ab, was die Studie tatsächlich ergeben hat und was man auf oben gezeigter Weltkarte deutlich sehen kann: In den bösen Ländern sind die Menschen mit der Politik ihrer Regierungen überwiegend zufrieden, in den selbsternannten Demokratien des Westens hingegen nicht.Dann erfährt der Spiegel-Leser im letzten Absatz noch:„Der Frage, ob Deutschland derzeit demokratisch sei, stimmte eine Mehrheit der Befragten (65 Prozent) zu. Damit liegt der Wert über dem der meisten anderen Demokratien. Allerdings glauben 38 Prozent, dass die Regierung hauptsächlich im Interesse einer kleinen Gruppe von Menschen handelt. Dies sind zwar weniger Personen als in den meisten anderen untersuchten Ländern, aber immer noch mehr als ein Drittel der Bevölkerung. Mit Blick auf die Bundestagswahl sagt außerdem fast die Hälfte der Deutschen, dass die Einmischung einer ausländischen Macht das Ergebnis wahrscheinlich beeinflussen wird.“Darüber, dass die Menschen in der Studie als größte Sorgen ganz andere Themen angeben, nämlich wirtschaftliche Ungleichheit, die Macht der Internetkonzerne, die Einschränkung der Redefreiheit und so weiter, erfährt der Spiegel-Leser nichts. Stattdessen wird wieder die ausländische Wahleinmischung als Thema genommen. Der Spiegel kann nicht aus seiner Haut, er muss seine gewollte Propaganda verbreiten und daher alle wichtigen Informationen weglassen. Dafür gibt es den Begriff „Lückenpresse“ und das zeigt mal wieder:

Spiegel-Leser wissen weniger!

Wenn Sie sich für mehr Beispiele für freche Verfälschungen der Wahrheit in den „Qualitätsmedien“ interessieren, sollten Sie Beschreibung meines neuen „Spiegleins“ lesen. Das Buch ist eine Sammlung der dreistesten „Ausrutscher“ der „Qualitätsmedien“ im Jahre 2020 und zeigt in komprimierter Form, wie und mit welchen Mitteln die Medien die Öffentlichkeit in Deutschland beeinflussen wollen. Von „Berichterstattung“ kann man da nur schwer sprechen. Über den Link kommen Sie zur Buchbeschreibung.

Quelle

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