Der Westen bezahlt die OPCW-Berichte über angebliche Giftgaseinsätze in Syrien

Neutrale Ermittlungen?Die Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OPCW) wirft Syrien den Einsatz von chemischen Giftstoffen vor. Die Medien erwähnen jedoch nicht, dass diese Berichte von westlichen Staaten bezahlt werden. Aber wie objektiv können sie dann sein? von Anti-Spiegel 10. Mai 2021 19:35 Uhr Die Vorwürfe des Westens gegen die syrische Regierung sind bekannt: Angeblich soll Syrien Chemiewaffen gegen die islamistischen Milizen im Land eingesetzt haben. Bei den Vorwürfen stützt sich der Westen auf die Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OPCW). Dabei verschweigen die westlichen „Qualitätsmedien“ jedoch entscheidende Informationen.Der feine Unterschied zwischen JIT und IITIm August 2015 hat der UNO-Sicherheitsrat ein gemeinsames Ermittlungsteam aus UNO und OPCW beschlossen, es wurde Joint Investigative Mechanism (JIM) genannt. Es sollte Vorfälle mit chemischen Kampfstoffen in Syrien untersuchen. Das JIM kam jedoch nicht zu den vom Westen gewünschten Ergebnissen. Und so lief sein Mandat im November 2017 aus. Daraufhin wurde im Juni 2018 mit der Stimmenmehrheit der westlichen Staaten bei der OPCW das Investigation and Identification Team (IIT) gegründet. Das geschah gegen den ausdrücklichen Protest nicht-westlicher Staaten, wie zum Beispiel Russland. Das IIT sollte ebenfalls Giftgasvorfälle in Syrien untersuchen und Schuldige benennen. Die gewünschten ErgebnisseDas IIT brachte die vom Westen gewünschten Ergebnisse und machte die syrische Regierung zum Beispiel für den Vorfall in Duma im April 2018 verantwortlich. Allerdings gab es sehr früh Zweifel an den Ergebnissen des IIT, denn vier Whistleblower bei der OPCW haben der OPCW vorgeworfen, in dem Bericht die Unwahrheit zu schreiben. Kritiker der Manipulationen sollten innerhalb der OPCW ruhiggestellt und von den Ermittlungen ausgeschlossen werden, weshalb die Whistleblower sich einer nach dem anderen an die Öffentlichkeit gewandt haben. Der Westen musste in dem Bericht eine syrische Schuld feststellen lassen, denn die USA hatten den Vorfall in Duma zum Anlass genommen, Syrien im April 2018 massiv mit Marschflugkörpern zu bombardieren. Wenn sich nun herausgestellt hätte, dass es keinen syrischen Giftgasangriff gegeben hätte, wäre der US-Angriff illegal gewesen. Nicht, dass das die USA oder den Westen stören würde, aber es war natürlich gewünscht, Syrien zu beschuldigen und den völkerrechtswidrigen Angriff der USA zumindest moralisch zu legitimieren.Der Vorfall in Duma und die ChronologieDer angebliche Giftgasangriff in Duma ereignete sich am 7. April 2018 und nur Tage später haben die USA Syrien bombardiert.Schon Ende April 2018 fand in Den Haag eine Anhörung statt, bei der Zeugen des Vorfalls berichteten, es habe gar keinen Angriff gegeben. Der einzige „Beweis“ für den Angriff war ein Video der Weißhelme und die Zeugen in Den Haag sagten aus, wie das Video zu Stande gekommen sei: Die Weißhelme sind einfach in ein Wartezimmer in einem Krankenhaus gestürmt und haben die dort ahnungslos sitzenden Menschen mit Wasser abgespritzt. Das Video ging dann als Beweis für den Giftgasangriff und die „Rettungsaktion“ der Weißhelme für die Opfer um die Welt. Die westlichen Medien haben über die Anhörung in Den Haag zwar nicht berichtet, aber peinlich war sie trotzdem. Und so kam es, dass die Mehrheit der westlichen Staaten in der OPCW im Juni 2018 dass IIT gegründet hat, um den Vorfall in Duma „aufzuklären“.Und das IIT brachte die gewünschten Ergebnisse und die westlichen Medien haben danach unter Berufung auf Zwischenergebnisse der IIT-Untersuchung immer wieder berichtet, Assad habe Giftgas eingesetzt.Was die westlichen Medien verschwiegen habenDabei gab es von Anfang an noch weitere Zweifel an dem Vorfall. Das einzige „Beweisstück“, das Video der Weißhelme, habe ich schon erwähnt. Dass ein wenig Wasser gegen eine Gasvergiftung hilft, ist Unsinn, weshalb die westlichen Medien das Video immer nur erwähnt, aber nie gezeigt haben. Die Medienkonsumenten hätten ja misstrauisch werden können, wenn sie die plumpe Inszenierung gesehen hätten.Aber es gab noch mehr Hinweise, die die westlichen Medien bis heute verschweigen. Im Februar 2019 hat der zuständige Produzent der BBC offen zugegeben, dass der Vorfall von Duma ein Fake gewesen ist. Im November und Dezember 2019 haben die Whistleblower auf immer neue Fälschungen in dem OPCW-Bericht hingewiesen, aber die westlichen Medien haben das Thema komplett verschwiegen. Die Details der Vorwürfe der Whistleblower finden Sie hier, hier und hier. Russland wollte aufgrund all der Vorwürfe eine Anhörung im UNO-Sicherheitsrat, die der Westen im Oktober 2020 aber verhindert hat. Auch darüber wurde im Westen nicht berichtet. Der durchschnittliche Medienkonsument im Westen hat von den Whistleblowern bei der OPCW noch nie etwas gehört. Wer bezahlt, bestellt die MusikEs ist banal, aber die Berichte des IIT sind gekauft. Das IIT wurde gegen den Willen vieler OPCW-Mitglieder eingerichtet und die Berichte werden nicht etwa vom OPCW finanziert, sondern von den Staaten des Westens, die das IIT gegründet haben. Dafür wird der Trust Fund for Syria Missions verwendet, der unter anderem die Arbeit des IIT finanziert. Und die Finanziers des Trusts sind westliche Staaten.Die Niederlande haben dem Trust 2019 eine Million Dollar bezahlt. Norwegen hat ihm 2019 immerhin 100.000 Dollar überwiesen. Und auch Deutschland war dabei und hat 2019 eine Million Euro beigesteuert. Insgesamt hat Deutschland die Aktivitäten der OPCW in Syrien seit 2013 neben seinen regulären Mitgliedsbeiträgen mit fast fünf Millionen Euro finanziert, die man auf Seite 7 der Antwort der Bundesregierung auf eine kleine Anfrage im Bundestag erfahren kann. Und ganz aktuell, daher bin ich heute auf das Thema gestoßen, hat Frankreich eine Million Euro für den Trust Fund bereitgestellt. Damit zeigt sich, dass ein vom Westen gegründetes und finanziertes Untersuchungsteam genau die Ergebnisse liefert, die der Westen sehen möchte. Und wenn Whistleblower darauf hinweisen, dass der Bericht gefälscht ist, verschweigen die westlichen Medien das kurzerhand.Für das, was die westlichen Medien tun, wenn sie nur das berichten, was zu ihrem Narrativ passt und alles, was nicht ins gewollte Bild passt, kurzerhand verschweigen, gibt es einen Fachbegriff. Er lautet „Propaganda“.


Wenn Sie sich für mehr Beispiele für freche Verfälschungen der Wahrheit in den „Qualitätsmedien“ interessieren, sollten Sie Beschreibung meines neuen „Spiegleins“ lesen. Das Buch ist eine Sammlung der dreistesten „Ausrutscher“ der „Qualitätsmedien“ im Jahre 2020 und zeigt in komprimierter Form, wie und mit welchen Mitteln die Medien die Öffentlichkeit in Deutschland beeinflussen wollen. Von „Berichterstattung“ kann man da nur schwer sprechen. Über den Link kommen Sie zur Buchbeschreibung.

Quelle

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