Lachen Sie ruhig, es ist lustig. Wenn jemand mir etwas erzählen würde und den Satz dabei mit „Walter-Borjans fordert“ anfängt, bräuchte derjenige ab dieser Stelle gar nicht mehr weiter reden, um mich zum Lachen zu bringen. Denn seien wir mal ehrlich: Das einzige was Norbert fordern kann, ist, dass man ihm doch bitte einmal die Butter rüberreicht, wenn es gerade keine Umstände macht.Ich will mir kaum vorstellen, was die Israelis über diese Forderung sagen – sollte die israelische Presse sie für relevant genug halten, um sie überhaupt zu melden. Da haben wir auf der einen Seite so einen typischen Israeli – nicht sonderlich groß, aber nichtsdestotrotz das Bild eines Mannes, hat im Militär gedient und demnach schon mal eine Waffe gehalten, weiß immer, wo der nächste Luftschutzbunker ist, um Frau und Kinder jederzeit in Sicherheit zu bringen. Und jetzt kommt Walter-Borjans um die Ecke. Seine Erfahrung auf dem Gebiet leitet er daraus ab, dass er mal mit einem Taschenmesser die Initialen von sich und seiner Lieblingslehrerin in einen Baum ritzen wollte – der Baum hat gewonnen (mutmaßlich).

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Warum er sich ausgerechnet Israel aussucht … Warum richtet sich diese Forderung eigentlich nur an eine Seite? Schließlich fließen erhebliche deutsche Ressourcen in den Gaza-Streifen. Aber bei denen will er sich nicht einmischen – vielleicht weil die alles richtig machen? Deshalb auch die Verbrüderung der Jusos mit der Fatah? Aber nein, man muss fairerweise anmerken, dass Walter-Borjans auch angesprochen hat, dass die Hamas der Aggressor ist und sie ihren terroristischen Angriff auf Zivilisten sofort beenden sollte. Seltsam, dass der Iron Dome noch immer Raketen aus dem Gaza-Streifen abfangen muss, nach der knallharten Ansage.