Zu schade, dass ihre Analyse von der ursprünglichen Inhaltsanalyse-Expertin Kimberly Neuendorf vor Gericht in Stücke gerissen wurde, die schrieb:„[Oreskes‘ Analyse] stützt die Schlussfolgerungen der Studie nicht, weil ihre Analyse eine Reihe von grundlegenden Fehlern aufweist. Der Inhaltsanalyse von S&O fehlt es an Zuverlässigkeit, Validität, Objektivität, Verallgemeinerbarkeit und Replizierbarkeit. „ (May, 2020c, S. 169).Peter Frumhoff von der Union of Concerned Scientists war einer der Hauptorganisatoren der ExxonKnew-Kampagne und bezahlte sogar die Reisekosten der Generalstaatsanwälte der Bundesstaaten, die an den verschiedenen Kampagnentreffen und Ankündigungen teilnahmen. Seitdem stecken sie bis zum Hals in diesen Kampagnen gegen die freie Meinungsäußerung. Sie sind keine netten Leute.Jetzt geben sie Benjamin Santer eine Stimme, dem „Fingerabdruck“-Mann, der weithin für seine Last-Minute-Änderungen an Kapitel 8 des zweiten IPCC-Berichts (SAR) von 1995 kritisiert wurde. Er und John Houghton erzwangen eine Last-Minute-Änderung der Schlussfolgerungen von Kapitel 8, nachdem das Team des Kapitels die Schlussfolgerung gebilligt hatte, dass „bisher keine Studie sowohl eine signifikante Klimaveränderung festgestellt als auch diese Veränderung ganz oder teilweise positiv auf anthropogene Ursachen zurückgeführt hat.“ Unter politischem Druck, wahrscheinlich von Vizepräsident Al Gore, kehrten sie den wissenschaftlichen Befund um und änderten die Schlussfolgerung in:„Die Bilanz der Beweise deutet auf einen erkennbaren menschlichen Einfluss auf das globale Klima hin.“ (IPCC, 1996, S. 4)Diese politische Änderung eines wissenschaftlichen Dokuments führte zu einem enormen Aufruhr in der wissenschaftlichen Gemeinschaft und befleckte für immer den Ruf des IPCC für wissenschaftliche Integrität. Mehr über diesen beschämenden Vorfall können Sie hier nachlesen.Jetzt geht Santer gegen Koonins Buch vor, und zwar in einem UCS-Website-Blogpost mit dem Titel: „Climate Denialism Has No Place at Lawrence Livermore National Laboratory.“ Sie können es in voller Länge hier lesen. Sie erinnern sich vielleicht, dass Santer an Koonins APS-Workshop zum Klimawandel teilgenommen hat, über den ich hier geschrieben habe. In diesem Workshop fand ich, dass Santer seine Position gut verteidigt hat. Es ist klar, dass er und Koonin in Fragen des Klimawandels nicht einer Meinung sind, aber beide haben sich bei diesem Treffen gut benommen und die Themen als Fachleute diskutiert.Santer hat sich allerdings verändert. Sein Essay auf der UCS-Website ist nicht professionell. Aus irgendeinem Grund scheint er zu denken, dass weil Koonin nicht den Titel „Klimawissenschaftler“ annimmt, es ihm nicht erlaubt ist, sich zum Thema zu äußern. Wir werden uns daran erinnern, dass Koonin über 250 begutachtete Artikel geschrieben hat, die laut Google Scholar über 14.000 mal erwähnt worden waren. Er war auch Wissenschaftsberater im Energie-Ministerium der Obama-Regierung. Befinden sich die einzigen Gesalbten nur in der kleinen Gruppe der selbsternannten „Klimawissenschaftler“, die über das Klima sprechen dürfen? Wie kommt man in diese geschätzte Priesterschaft? Wenn man Santers Aufsatz liest, könnte man meinen, sie seien von Gott berufen.Wie die meisten in der „Seid-Still-Kultur“ sagt Santer: „Freie Meinungsäußerung ist wichtig“, aber der Text seines Beitrags legt nahe, dass nur seiner kleinen Gemeinschaft freie Meinungsäußerung in Bezug auf die Klimawissenschaft erlaubt ist. Er scheint entschlossen, sie Koonin zu verweigern. Sorry Benjamin, freie Meinungsäußerung funktioniert nur, wenn jeder sie hat.

Works Cited

IPCC. (1996). SAR, Climate Change 1995, The Science of Climate Change. Cambridge: Cambridge University Press. Retrieved from https://www.ipcc.ch/site/assets/uploads/2018/02/ipcc_sar_wg_I_full_report.pdfMay, A. (2020c). Politics and Climate Change: A History. Springfield, Missouri: American Freedom Publications. linkLink: https://andymaypetrophysicist.com/2021/05/24/the-union-of-concerned-scientists-tries-to-cancel-steve-koonin/Übersetzt von Chris Frey EIKE