Kanzler*Innenkandidat*In

Was die Medien alles nicht über Annalena Baerbock berichten

Eine mehrfach geänderte Biografie, eine kleine „Titelschwindelei“ und ein paar vergessene Einnahmen waren offensichtlich längst nicht alles. von Anti-Spiegel 2. Juni 2021 18:00 Uhr Wie gestern angekündigt, veröffentliche ich hier Auszüge aus meinem neuen Buch „Abhängig beschäftigt – Wie Deutschlands führende Politiker im Interesse der wirklich Mächtigen handeln.“ Anfangen möchte ich mit einer Ergänzung, denn das Kapitel über Annalena Baerbock habe ich hier schon als Leseprobe veröffentlicht.Wenn man über aktuelle Themen ein Buch schreibt, dann kann es nicht immer vollkommen aktuell sein. Das Kapitel über Baerbock habe ich Ende März geschrieben und das Buch ist im April zum Lektorat und dann in den Druck gegangen, weshalb die Dinge, die danach über Frau Baerbock bekannt geworden sind, nicht in dem Buch stehen können. Aber immerhin lag ich mit meiner schon Ende März getroffenen Prognose, dass Baerbock Kanzler*Innenkandidat*In der Grünen wird, richtig.Inzwischen gibt es Fragen zu ihrem Studium an der London School of Economics. Für alle, die davon nichts gehört haben: Baerbock hat von 2000 bis 2004 im Diplomstudiengang Politikwissenschaften mit dem Nebenfach Öffentliches Recht an der Universität Hamburg studiert und mit einem „Master of Laws“ an der renommierten London School of Economics (LSE) abgeschlossen.Das Problem dabei: Ohne Bachelorabschluss kann man eigentlich nicht zu einem zweisemestrigen Masterstudiengang in London zugelassen werden. Allerdings können Ausnahmen gemacht werden. Trotzdem ist ihr in London erhaltener Abschluss nicht gleichbedeutend mit einem deutschen Abschluss, weshalb es umstritten ist, ob sie sich wirklich als „Völkerrechtlerin“ bezeichnen darf, wie ich es in dem Buch noch getan habe, weil diese Dinge Ende März noch nicht bekannt waren.Allerdings habe ich im Zuge der Arbeit an dem Buch noch einiges anderes zu ihr recherchiert, wie Sie in der oben verlinkten Leseprobe nachlesen können. Daher gehe ich hier nur kurz darauf ein.Frau Baerbock gibt auf ihrer Seite eine ganze Reihe von Mitgliedschaften in NGOs an, und das habe ich mir näher angeschaut. Im ersten Teil Meines Buches geht es ausführlich um das Netzwerk der transatlantischen NGOs, die dafür zuständig sind, die Sicht der US-Eliten in Europa zu propagieren. Eine dieser NGOs ist der German Marshall Fund.Das ist eine US-amerikanische NGO, die sich für die US-Ziele der Transatlantiker einsetzt, aber kurioserweise 1972 von der deutschen Regierung gegründet und dann 25 Jahre lang von ihr mit 10 Millionen Dollar jährlich finanziert wurde. Obwohl der deutsche Staat diese angebliche Nicht-Regierungsorganisation gegründet hat und finanziert, ist ihr Hauptsitz aber in Washington.Zur Einordnung: Der Dollarkurs lag damals bei 3 D-Mark für einen Dollar, es waren also 30 Millionen Mark. Der Bundeshaushalt betrug damals 108 Milliarden Mark. Heute beträgt der Bundeshaushalt 500 Milliarden Euro, also das Zehnfache. Das wäre so, als wenn die Bundesregierung heute eine NGO mit 100 Millionen Dollar jährlich unterstützen würde. Und Frau Baerbock ist Mitglied des German Marshall Fund.Außerdem ist Baerbock im Europa/Transatlantik Beirat der Heinrich-Böll-Stiftung aktiv. Das Gremium setzt sich ebenfalls für von den USA vorgegebene Ziele der Transatlantiker ein und produziert viel Material für den propagandistischen Kampf gegen jene, die den USA auf der internationalen Bühne im Weg stehen, also vor allem Russland und China. Aber auch gegen die Türkei wird dort immer wieder geschossen, seit sich das Land unter Erdogan (von dem man halten kann, was man will) mehr und mehr von den USA abgewandt hat.Interessant ist auch ihre Mitgliedschaft im „Parlamentarischen Freundeskreis Berlin-Taipeh“, der sich für Taiwan einsetzt. Das passt zu der Mitgliedschaft im „Europa/Transatlantik Beirat“ der Heinrich-Böll-Stiftung, in dem auch Reinhard Bütikofer aktiv ist, der sich wiederum dadurch auszeichnet, einer der führenden Kämpfer gegen China zu sein. Als die EU 2021 „endlich“ Sanktionen gegen China verhängte, war Bütikofer am Ziel, denn dafür hatte er mehr als für jedes andere Projekt gekämpft.China legt großen Wert darauf, dass andere Länder anerkennen, dass China Taiwan für eine abtrünnige Provinz hält. Das ist der Grund, weshalb kaum ein Land der Erde offizielle diplomatische Beziehungen zu Taiwan unterhält. Wenn Baerbock sich als Kanzlerin dem Konfrontationskurs der USA gegen China anschließt, dann kann sich jeder an drei Fingern ausrechnen, dass das in Deutschland viele Arbeitsplätze kosten wird. Nur um das einzuordnen: China ist nach der EU Deutschlands wichtigster Handelspartner, es importiert aus China wesentlich mehr (9,9%) als aus den USA (6,2%) und beim Export aus Deutschland liegen die USA (8,8%) vor China (6,4%). Wenn der Handel mit dem zweitgrößten Handelspartner gestört wird, bleibt das nicht ohne spürbare Folgen auf dem Arbeitsmarkt.Da Frau Baerbock, wie ich in dem Buch (und in der oben verlinkten Leseprobe) aufgezeigt habe, ihre gesamte Karriere den transatlantischen Think-Tanks und NGOs verdankt, wird sie deren Interessen über die Interessen Deutschlands stellen, und zwar noch wesentlich stärker, als das bei Merkel der Fall war. In meinem neuen Buch „Abhängig beschäftigt – Wie Deutschlands führende Politiker im Interesse der wirklich Mächtigen handeln“ habe ich mich sehr intensiv mit der die Arbeit von NGOs und mit der Frage beschäftigt, wie westliche Politiker von den NGOs „gelenkt“ werden und wie sehr sie von diesen NGOs abhängig sind. Gerade bei Frau Baerbock ist das ausgesprochen stark ausgeprägt, weshalb die Medien ihr derzeit auch alle Skandale verzeihen. Im Gegensatz zu anderen Politikern vor ihr stellt niemand kritische Fragen zu ihrem Diplom und auch die Tatsache, dass sie Zahlungen nicht dem Bundestag gemeldet hat, perlt von ihr ab. Das ist kein Vergleich zu dem (berechtigten) Geschrei, das die Medien bei der CDU und ihrer Maskenaffäre veranstaltet haben.Aber die Grünen und ihre Kanzler*Innenkanditat*In dürfen eben mehr als andere, die mächtigen NGOs halten ihre schützende Hand über die Dame.Das Buch erscheint am 7. Juli ist derzeit ausschließlich hier direkt über den J.K. Fischer Verlag bestellbar.

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