Auch die Union will den Spritpreis erhöhen

Brinkhaus: „Wird richtig teuer“


Geht es nach den Grünen, kostet der Sprit bereits 2023 etwa 16 Cent mehr pro Liter.
(Foto: dpa)

Nicht nur die Grünen wollen bei einem Wahlsieg den Preis für Benzin anheben. Unions-Fraktionschef Brinkhaus stellt klar, dass auch mit seiner Partei der Sprit in Zukunft deutlich mehr kosten wird. Dabei soll ein Übergangsprogramm Bürgern eine Umstellung ermöglichen.

Im Streit um steigende Benzinpreise hat Unions-Fraktionschef Ralph Brinkhaus angekündigt, dass auch mit der Union an der Spitze der künftigen Bundesregierung Benzin teurer werden dürfte. „Benzin wird teurer, jetzt ein bisschen, in der zweiten Hälfte dieses Jahrzehnts wird es richtig teurer“, sagte der CDU-Politiker im ARD-„Morgenmagazin“. „Der Kampf gegen den Klimawandel, den wird es nicht umsonst geben.“

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Wichtig sei es, realistische und faire Übergangszeiträume zu schaffen, die lang genug seien, um den Menschen eine Umstellung zu ermöglichen. Man müsse klar signalisieren, „Benzin wird teurer, aber ihr müsst nicht sofort eure Autos verkaufen“, betonte Brinkhaus. Das sei nämlich auch umweltschädlich. Stattdessen müssten die Menschen sich langsam darauf einstellen können, auf Elektroautos umzusteigen oder auf Autos, die viel weniger Benzin verbrauchen.

Das gelte nicht nur für Benzin, sondern auch für die Heizung. Brinkhaus verwies auf Förderprogramme der Bundesregierung für den Austausch alter Heizungen und den Umstieg auf Elektromobilität. „Und das ist der Plan: Preise nach oben, Fördermaßnahmen, damit man sich entsprechend umstellen kann.“

CO2-Preis sorgt für Streit

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Über den CO2-Preis im Verkehr und bei Gebäuden wird seit Tagen gestritten. Die Große Koalition aus Union und SPD 2019 hatte ihn im Rahmen des Klimaschutzgesetzes selbst beschlossen. Seit Jahresbeginn gilt auf Öl und Gas ein CO2-Preis von 25 Euro pro Tonne. Nach dem bisherigen Gesetz soll dieser Preis bis 2025 auf 55 Euro steigen.

Laut Berechnungen würde das einen Aufschlag von mindestens 15,5 Cent beim Liter Benzin bedeuten. Auch das Heizen würde sich verteuern. Die Grünen fordern im Sinne der neuen Klimaziele der Bundesregierung, den Anstieg des CO2-Preises vorzuziehen und ihn bereits ab 2023 auf 60 Euro pro Tonne zu erhöhen. Der Sprit würde sich dann bereits bis 2023 um etwa 16 Cent pro Liter verteuern.

Quelle: ntv.de, mdi/dpa

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