Ab 2023 sollte bekanntlich Glyphosat komplett verboten werden, ginge es nach der deutschen Bundesumweltministerin und vielen NGOs. Schulze (SPD) will ein Verbot schon seit langem, übersieht allerdings, dass nicht sie dafür zuständig ist, sondern die EU. Und dort prüfen Fachgremien die Sicherheit nicht nach Gefühls- und Ideologie-, sondern Faktenlage.

Niederlage für NGOs
Bayer/Monsanto: Freispruch von der Umweltbehörde für Glyphosat

Das Mittel wird in der Regel kurz vor der Aussaat vor allem bei Raps, Körnerleguminosen und Wintergerste ausgebracht. Das Salz wird über die Pflanzenoberfläche aufgenommen und blockiert einen wichtigen Teilprozess bei der Photosynthese. Die Blätter welken daraufhin, das unerwünschte Unkraut stirbt ab, Nutzpflanzen können wachsen. Bakterien bauen den Wirkstoff im freien Feld nach etwa 14 Tagen ab, in Gewässern ist Glyphosat kaum nachweisbar.

Religion statt Wissenschaft
Ein Kampf um Glyphosat – die Hintergründe

Jetzt geht es um einen Industriekrieg, der mit härtesten Bandagen geführt wird. Der Hersteller von Saatgut und Pflanzenschutzmittel Monsanto/Bayer und finanzstarke NGOs, hinter denen wiederum ideologiegetränkte Firmen stehen, die beispielsweise Bioprodukte verkaufen wollen und Impfungen, Gentechnik und Chemotherapie ablehnen, da sie über ihre Alternativmedizin viele Millionen Dollar verdienen. Da kommt ein Pflanzenschutzmittel wie Glyphosat als Hebel im Kampf um die Vorherrschaft gerade recht. Glyphosat ist für sie eine Steilvorlage, um eine Gefahr für alles Leben zu konstruieren.

Im Verbotswahn
Weltweiter Kampf gegen Glyphosat

Von jedem Produkt gehen theoretisch beliebig viele Gefahren aus – wie beim Salz. Zu viel davon kann auch tödlich sein. Sonnenstrahlen und Alkohol gehören nach der IARC in die Kategorie „sicher krebserregend“. Nach den IARC-Kategorien befindet sich in Gruppe 4 „wahrscheinlich nicht karzinogen“ lediglich eine Substanz, Caprolactam, ein Ausgangsstoff für Kunststoffproduktion.

Sturm ist nicht gleich Sturm
Wer Wind erntet . . . (1)

Der Präsident des Bundesinstitutes für Risikobewertung, Andreas Hensel, sagte überdies: „Die Wissenschaft wird als Kampfmittel missbraucht.“ Und weiter: »Glyphosat ist seit 40 Jahren auf dem Markt. Es ist eine der am besten untersuchten Substanzen der Welt, es ist das wichtigste Pflanzenschutzmittel.«Die Realität sieht knallhart aus: Ohne Einsatz von Glyphosat würde es in den großen Anbaugebieten in den USA und Asiens düster aussehen. Die Ernteergebnisse würden wieder auf frühere Quoten zurückfallen. Hungersnöte wären die Folge. Glyphosat ist das im Augenblick optimale Mittel gegen Unkräuter. Der Bauer will schließlich, dass Weizen, Mais und Soja wachsen und nicht die Unkräuter sich ausbreiten. Und ohne den Einsatz von 60, 70 Tonnen Glyphosat könnte die Deutsche Bahn übrigens ihre Gleise nicht frei von Bewuchs halten.