Großbritanniens Militärspitze in Quarantäne

Infizierter bei Lagebesprechung

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Verteidigungsminister Ben Wallace (l.) befindet sich mit seinen Top-Militärs momentan in Quarantäne.

(Foto: picture alliance / Photoshot)

Großbritanniens Armeeführung kommt aus den Schlagzeilen nicht mehr heraus. Nachdem ein Passant geheime Unterlagen an einer Bushaltestelle entdeckt, befindet sich nun die oberste Militärführung des Landes in Quarantäne. Bei einem Treffen mit Verteidigungsminister Wallace war ein General mit Corona infiziert.

Die britischen Streitkräfte werden wegen eines Corona-Falls in der obersten Leitungsebene in den kommenden Tagen aus der Distanz geführt. Die gesamte Spitze samt Verteidigungsminister Ben Wallace ist für zehn Tage in häuslicher Quarantäne, wie das Verteidigungsministerium in London in der Nacht bestätigte.

Wallace sowie die Chefs von Marine, Luftwaffe und Strategic Command, das etwa dem Einsatzführungskommando entspricht, hätten sich in Selbstisolation begeben, nachdem der militärische Oberbefehlshaber Nicolas Carter am Freitag positiv auf das Coronavirus getestet wurde.

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Die Spitzenmilitärs hatten sich am Donnerstag mit Wallace getroffen. Dabei waren auch Armeechef Mark Carleton-Smith sowie Carters Stellvertreter anwesend. Sie hatten weiter weg von dem Infizierten gestanden, waren übers Wochenende aber ebenfalls in Quarantäne und warteten auf das Ergebnis von PCR-Tests, wie der „Daily Telegraph“ berichtete.

Das Ministerium teilte mit, Abstandsregeln seien eingehalten worden. Wallace sowie Royal-Navy-Chef Antony Radakin, Luftwaffenchef Michael Wigston und Patrick Sanders, Chef des Strategic Command, seien aber dennoch in engen Kontakt mit Carter gekommen.

Es ist die nächste Hiobsbotschaft für das Militär. Am Sonntag hatte das Verteidigungsministerium eingeräumt, dass ein Mitarbeiter Dutzende Seiten mit sensiblen Dokumenten an einer Bushaltestelle in der südostenglischen Grafschaft Kent vergessen hatte. Ein Passant fand die Unterlagen und übergab sie der BBC. Es handelte sich um knapp 50 Seiten, darunter E-Mails und Präsentationen.

Quelle: ntv.de, jpe/dpa

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