Gerade erst beschrieb der weltweit bekannte Stanford-Epidemiologe John Ioannidis im Exklusiv-Talk bei Servus TV, dass die Lockdowns mutmaßlich mehr Menschenleben kosten als die Pandemie. Die verharmlost er keineswegs. Ioannidis spricht sogar von einem „Massaker“, welches die Infektionen in den Altenheimen angerichtet hätten. Allerdings spricht der Professor die Corona-Maßnahmen nicht frei davon, daran beteiligt gewesen zu sein.Kinderpsychologen kennen das: Das Kind, das ein anderes böse verletzt hat, fängt im selben Moment selbst noch viel lauter an zu schreien in der bekannten Täter-Opfer-Umkehr.In Österreich – dort wurde es untersucht – haben sich die psychischen Erkrankungen von Kindern von fünf auf fünfundzwanzig Prozent verfünffacht. Die Kinder und Jugendlichen sind depressiv, müde, abgeschlagen, lustlos und schon ganz willenlos, am Leben der anderen weiter vergnügt teilzunehmen: „Von den depressiven Störungen sind besonders Jugendliche betroffen. Sie leiden an den psychischen Auswirkungen der Pandemie offenbar am meisten.“Ein Bild ist an der Pupille von Karl Lauterbach anscheinend spurlos vorbeigegangen. Eines, das sich bei anderen Zuschauern allerdings eingebrannt hatte, als die Kameras im Wembley-Stadion nach dem Sieg der Engländer über Deutschland so lange darauf gehalten hatten: Das weinende, vollkommen aufgelöste Mädchen mit den Deutschlandfahnen auf der Wange.