Covid-19: Wie Wohlfahrtsstaaten die Situation verschärfen (2)

Die Ausbreitung von Emotionen nennt man auch „Ansteckung“. Dann veranlasst sozialer Druck den Einzelnen, sich zu verhalten wie alle anderen.

Von Prof. Dr. Philipp Bagus,  Prof. Dr. Antonio Sánchez-Bayón und Dr. José Antonio Peña-Ramos

Die Existenz und Ausdehnung einer Massenhysterie im Zusammenhang mit Covid-19 zu untersuchen, würde den Rahmen dieser Studie sprengen. Hier analysieren wir eine grundsätzlichere Frage, nämlich die Rolle des Staates bei einer Massenhysterie.

Auch in einer Privatrechtsgesellschaft oder in einem Minimalstaat kann es zu einer Massenhysterie kommen. Diese Möglichkeit besteht aufgrund des Negativitätsbias des menschlichen Gehirns (55), der Menschen anfällig für Wahnvorstellungen macht. Aufgrund der biologischen Evolution konzentrieren wir uns auf schlechte Nachrichten, da sie eine mögliche Bedrohung darstellen (56). Die Fokussierung auf negative Nachrichten und das Gefühl des Kontrollverlusts (57) können psychologischen Stress verursachen, der sich auf eine größere Gruppe übertragen und damit eine Massenhysterie auslösen kann.

In einer Gesellschaft mit einem Minimalstaat könnten beispielsweise negative Nachrichten eine solche Hysterie auslösen. Aufgrund negativer News beginnen einige Menschen, an eine Bedrohung zu glauben. Diese Bedrohung ruft Angst hervor und beginnt sich in der Gesellschaft zu verbreiten. Auch Symptome können sich ausbreiten. Le Bon (58) nannte die Ausbreitung von Emotionen durch Gruppen „Ansteckung“. Hat sich die Angst erst einmal ausgebreitet und verhält sich die Mehrheit einer Gruppe auf eine bestimmte Art und Weise, gibt es das Phänomen der Konformität: Der soziale Druck veranlasst den Einzelnen, sich genauso zu verhalten wie die anderen Mitglieder der Gruppe. Letztlich kann es zu einem Phänomen kommen, das als „emergente Normen“ bezeichnet wird (59): Wenn eine Gruppe eine Norm festlegt, befolgen am Ende alle diese Norm. Beschließt eine Gruppe beispielsweise, Masken zu tragen, stimmen alle dieser Norm zu. Emergente Normen können die späteren Stadien der Ansteckung erklären. Ansteckung durch Angst kann dazu führen, dass Menschen in einer Situation stark überreagieren, selbst in einem Minimalstaat. Nichtsdestotrotz gibt es in einem Minimalstaat bestimmte selbstkorrigierende Mechanismen und Beschränkungen, die es weniger wahrscheinlich machen, dass eine Massenhysterie außer Kontrolle gerät.

Es gibt verschiedene Korrekturmechanismen bei einer Massenhysterie. Es existieren bekannte Strategien zum Abbau von Angst, Stress und Furcht, die der Einzelne in einer Gesellschaft in einem Minimalstaat anwenden kann. Das Lösen von Spannungen im Körper durch Sport und Übungen hilft, psychischen Stress abzubauen (60). Darüber hinaus ist es wichtig, Ablenkungen von den negativen Nachrichten zu finden und soziale Kontakte zu pflegen. Ohne staatliche Restriktionen gibt es solche Möglichkeiten der Ablenkung im Überfluss.

Panik ignorieren und Hysterikern die Angst nehmen

Eine Hysterie kann Menschen dazu treiben, sich selbst und unschuldigen Mitmenschen Schaden zuzufügen. In einer Gesellschaft mit einem Minimalstaat gibt es eine klare Grenze für die aus der Massenhysterie resultierende Zerstörung, nämlich die Durchsetzung von Privateigentumsrechten, was theoretisch die einzige Aufgabe eines Minimalstaates ist (61) (62). Am wichtigsten ist, dass es hier keine Institution gibt, die mächtig genug ist, um private Eigentumsrechte massiv zu verletzen – vielleicht mit der allfälligen Ausnahme, dass sich der Minimalstaat selbst in einen Wohlfahrtsstaat verwandeln könnte.

Darüber hinaus kann zwar jeder, der sich in einer Hysterie in Bezug auf die öffentliche Gesundheit befindet, freiwillig sein Geschäft schließen, eine Maske tragen oder zu Hause bleiben, aber niemand kann andere, die gesund sind und der Hysterie nicht erliegen, dazu zwingen, ihre Geschäfte zu schließen, Masken zu tragen oder sich in Quarantäne zu begeben. Eine Minderheit kann die kollektive Panik einfach ignorieren und ihr normales Leben weiterführen, weil sie frei ist, dies zu tun. Eine solche Minderheit kann ein Vorbild und ein Weckruf für diejenigen sein, die der kollektiven Hysterie erliegen oder kurz davorstehen, dies zu tun. Angenommen, eine kleine Gruppe von Menschen geht während einer kollektiven Gesundheitshysterie weiterhin einkaufen, zur Arbeit, pflegt soziale Kontakte, atmet frei und erkrankt nicht (massiv und tödlich). Anhand dieses Beispiels kann die Angst des Beobachters sinken. Beobachter können dem Beispiel folgen, und die Gruppe der Hysteriker schrumpft.

Es ist eine der Kerneigenschaften dezentraler Systeme, dass sie Wettbewerb, Fehlererkennung und Korrektur ermöglichen (63) (64) (65). Wenn die Menschen, die durch ihre Interaktion letztlich zu Vorbildern für andere werden, krank werden und sterben, würde sich die Panik bestätigen. Wenn es sich aber wirklich um eine Hysterie handelt und die Bedrohung nur eingebildet oder übertrieben ist, wird es den Vorbildern im Durchschnitt viel besser gehen als denjenigen, die der Hysterie zum Opfer gefallen sind. Eine ausreichende Vielfalt von Rollenmodellen erlaubt es dem Beobachter, seine Erwartungen zu korrigieren und anzupassen (66). https://5c493d61cbcaa03794dbbf56d976382a.safeframe.googlesyndication.com/safeframe/1-0-38/html/container.html

In einem Minimalstaat können die Bürger frei entscheiden, welche Risiken sie eingehen wollen

Außerdem können in einem Minimalstaat natürliche Mechanismen, die Stress, Angst und Hysterie reduzieren, frei wirken. Ein dezentraler Wettbewerb um Lösungen mindert den Konformitätsdruck und erleichtert den Ausbruch aus der Hysterie. Der Wettbewerb ermöglicht die Entdeckung von Informationen über die tatsächliche Gefahr der wahrgenommenen Bedrohung (67).

Während die Schäden, die durch eine kollektive Hysterie angerichtet werden, durch den Schutz privater Eigentumsrechte in einer Privatrechtsgesellschaft oder einem Minimalstaat begrenzt sind, können solche Grenzen von einem modernen Wohlfahrtsstaat leicht überschritten werden. In der Tat kann eine gut organisierte Gruppe (68), die von kollektiver Hysterie infiziert wurde, die Führung des Staates übernehmen oder die Kontrolle über den Staatsapparat erlangen. In einer solchen Position kann diese Gruppe dem Rest der Bevölkerung Maßnahmen aufzwingen, die nahezu unbegrenzten Schaden anrichten. Dabei ist zu berücksichtigen, dass ein Wohlfahrtsstaat auch ein Rechtsstaat sein kann (69) (70), in dem repressive Eingriffe der Exekutive durch die Judikative aufgehoben werden können. Es besteht jedoch die Gefahr, dass in einer kollektiven Panik der Schutz der verfassungsmäßig garantierten Grundfreiheiten durch Notstandsmaßnahmen außer Kraft gesetzt wird, die Justiz der Massenhysterie ebenfalls erliegt und die repressiven Eingriffe nicht aufhebt.

Die empirische Evidenz während der Covid-19-Krise zeigt, dass die Grundfreiheiten in Wohlfahrtsstaaten nicht verteidigt wurden (71). Generell gilt: Je größer die Zwangsmittel des Staates sind, desto mehr Schaden kann der Gesellschaft in einer Massenhysterie zugefügt werden.

Man könnte argumentieren, dass die Ansteckung mit einem Virus eine negative Externalität ist, die ein Eingreifen des Wohlfahrtsstaates rechtfertigen (72). Die einzige Aufgabe eines Minimalstaates ist jedoch der Schutz der privaten Eigentumsrechte. Es ist nicht die Funktion eines Minimalstaates, seine Bürger vor allen Lebensrisiken zu schützen, wie z.B. einer Erkältung oder der saisonalen Grippe (73). In einem Minimalstaat können die Bürger frei entscheiden, welche Risiken sie eingehen wollen, sei es beim Autofahren, beim „Bungee Jumping“ oder in der sozialen Interaktion. Der Versuch des Staates, die Ansteckungsraten in Form von obligatorischen Gesichtsmasken, der Schließung von Geschäften oder der Anordnung von Schutzmaßnahmen zu reduzieren, verletzt in der Tat die privaten Eigentumsrechte, die der Minimalstaat verteidigen soll, und kann negative externe Effekte in Form von Depressionen, Alkoholismus oder Suiziden hervorrufen.

Staaten nutzten ihren Zwangsapparat, um soziale Isolation zu erzwingen

Während es in einer Privatrechtsgesellschaft und in einem Minimalstaat Mechanismen gibt, die helfen, Massenpaniken zu begrenzen und zu reduzieren, kann die kollektive Hysterie durch einen mächtigen Wohlfahrtsstaat aus mehreren Gründen verschärft werden.

Erstens hat der Wohlfahrtsstaat die Macht, jene Aktivitäten zu beschränken und zu verbieten, die Furcht und Angst reduzieren, wie z.B. Sport, Unterhaltung und soziale Kontakte. Während der Covid-19-Krise nutzten die Staaten ihren Zwangsapparat, um soziale Isolation zu erzwingen, und trugen damit zu Angst (74) und psychischer Belastung bei – beides Zutaten, die eine Massenhysterie anregen. Um sich gegen biopsychologische Infektionen abzuschirmen, sollte die Bevölkerung regelmäßig Sport treiben, eine gute Schlafqualität haben, sich regelmäßig bewegen, sich ausgewogen ernähren und eine starke Verbindung zu anderen Menschen pflegen. Regierungen auf der ganzen Welt verordneten während der Covid-19-Krise Lockdowns und Masken, was es den Bürgern erschwerte, all diese Dinge zu tun. Insbesondere das von den Regierungen verordnete „social distancing“ verhinderte enge soziale Beziehungen, während die vorgeschriebenen Masken das Ausdrücken von Freundlichkeit und Mitgefühl erschwerten, wodurch die psychologische Widerstandsfähigkeit sank (75).

Zweitens verfolgt der Staat von Natur aus einen zentralistischen Ansatz zur Lösung von Problemen. Es stimmt zwar, dass ein Wohlfahrtsstaat nicht notwendigerweise ein vollständig zentralisierter Staat sein muss. Die USA und die Bundesrepublik Deutschland – beides sind Wohlfahrtsstaaten – haben erhebliche föderale Strukturen, und diese können zu einem Wettbewerb bei der Regulierung und beim Umgang mit der Ursache einer Massenhysterie führen, was bessere Lösungen zur Folge hat. Außerdem erlaubt die Existenz konkurrierender Staaten auf internationaler Ebene das Experimentieren mit verschiedenen Lösungen. Während der Covid-19-Krise hat beispielsweise das Vorgehen Schwedens den Beweis erbracht, dass alternative Ansätze möglich sind (76). Generell gilt: Je dezentraler die politische Struktur ist, desto intensiver ist der mögliche Wettbewerb. https://5c493d61cbcaa03794dbbf56d976382a.safeframe.googlesyndication.com/safeframe/1-0-38/html/container.html

Wenn Alternativen ausgeschlossen werden, nimmt das Gruppendenken zu

Doch das ändert nichts an der Tatsache, dass der Staat von Natur aus eine zentralisierte Herangehensweise bevorzugt. Er macht sich damit sein Gewaltmonopol zunutze, das er auf einem bestimmten Gebiet ausüben kann (77). Da der Staat seine Lösung für das Problem durchsetzt, gibt es in der Regel kein oder nur ein sehr begrenztes Experimentieren mit alternativen Lösungsmöglichkeiten für das Problem. Menschen, die sich der staatlichen Problemlösung widersetzen, weil sie der Hysterie nicht verfallen sind, werden unterdrückt. Sie können keine Alternativen zur Lösung der „Krise“ aufzeigen, da diese vom Staat verboten sind. Wenn Alternativen ausgeschlossen werden, nimmt das Gruppendenken zu. Dieses ist eine psychologische Kraft, die den Konsens fördert und abweichende Meinungen und die Bewertung von Alternativen dem kollektiven Narrativ unterdrückt. Von Irving Janis (78) wurde das Gruppendenken für politische Fiaskos wie den Vietnamkrieg oder die Watergate-Vertuschung verantwortlich gemacht.

Lockdowns während der Covid-19-Krise könnten ein weiterer Fiasko-Kandidat sein, da ihre Wirksamkeit umstritten ist (79) (80). Gruppendruck kann Urteile modifizieren und verzerren, wie die Ash-Experimente gezeigt haben (81). Die menschliche Neigung zur Konformität fördert die Verbreitung einer Hysterie. In der Tat hilft Gruppendenken, das Phänomen der Massenhysterie zu erklären (82): Denn die Massenhysterie kann als eine Form des Gruppendenkens betrachtet werden (83). Aufgrund von Gruppendruck und Gruppendenken nährt sich die Hysterie selbst, da den Menschen keine Alternativen aufgezeigt werden. Die zur Lösung des Problems notwendigen Informationen können nicht dezentral auf dem Markt erzeugt werden, was auch ein dem Sozialismus inhärentes Problem ist (84).

Drittens sind in einem modernen Wohlfahrtsstaat meistens auch die Medien politisiert. Diese Politisierung schränkt den bestehenden Wettbewerb zwischen den Medien ein. So können etwa Nachrichtenagenturen und Social-Media-Plattformen enge Beziehungen zum Staat entwickeln. Der Staat reguliert die Medien und macht diese oftmals durch staatliche Subventionen von seinem Goodwill abhängig. Der Staat verlangt in der Regel auch Lizenzen für den Betrieb bestimmter Medien. Im Allgemeinen suchen viele neue Medien und Plattformen das Wohlwollen staatlicher Behörden. Außerdem werden Regierungsbeamte oft als Nachrichtenquelle genutzt, was zu einer statistischen Befangenheit führt. Während Objektivität erfordern würde, beide Seiten einer Geschichte zu präsentieren, zählen Politiker und Verwaltungsfunktionäre in Krisenzeiten oft zu den einzigen Referenzpunkten der medialen Berichterstattung.

Staatlich geförderter, tendenziöser Mediensektor heizt Massenhysterie an

Eine weitere Form des indirekten staatlichen Einflusses in den Medien ist, dass sie oft aus Personen bestehen, die in staatlichen oder staatlich lizenzierten Schulen ausgebildet wurden, was die staatsgläubige Neigung in den Medien noch verstärkt. Staatsnahe Nachrichtenagenturen und Social-Media-Plattformen können so geneigt sein, sich an massiven negativen Nachrichtenkampagnen des Staates zu beteiligen und diese zu fördern. Außerdem verkaufen sich negative Nachrichten besonders gut. Die Heldengeschichte einer Regierung, welche eine Lösung für die aktuelle Bedrohung anbietet, ist zudem sehr gut vermarktbar (85). Die Medien haben also diverse Anreize, Gefahren übertrieben darzustellen.

Die Praxis bestätigt diese theoretischen Überlegungen: Die Massenmedien haben enorme Panik verbreitet, indem sie SARS-CoV-2 als eine noch nie dagewesene Bedrohung darstellten (86). Das ständige Erinnern und Bewusstmachen der eigenen Sterblichkeit erzeugte große Ängste. Emotionale Bilder von Särgen, Massengräbern und Patienten an Beatmungsgeräten trugen zur kollektiven Angst bei. Ein Übermaß an Covid-19-Nachrichten erzeugte Angst und Panik (87), auch „Headline Stress Disorder“ genannt (88). Negative Nachrichten in den sozialen Medien erzeugten einen psychischen Stress, der früher unbekannt war und gut geeignet ist, eine Massenhysterie auszulösen (89). Der Social-Media-Konsum korreliert dann mit Angstzuständen und psychischem Stress (90). Diverse Social Media Plattformen hatten Beiträge zum Thema Covid-19 speziell markiert und gepusht. Die dadurch mehr Personen zugänglich gemachten exzessiven Diskussionen über Covid-19 auf den sozialen Medien verschlechterten die psychische Gesundheit der Bevölkerung.

Die Nachrichtenberichterstattung über Covid-19 war fast ausschließlich negativ. Nachrichten zu steigenden Covid-19-Fällen übertrafen Meldungen über rückläufige Fälle um das 5,5-fache, selbst in Zeiten sinkender Fallzahlen (91). Es könnte sogar sein, dass Nachrichtenagenturen die Menschen absichtlich verängstigen (92) und alternative Informationen unterdrücken. Kurz gesagt, die von einem staatlich geförderten, tendenziösen Mediensektor angeheizte Massenhysterie kann in einem modernen Wohlfahrtsstaat außer Kontrolle geraten.

Mit der Abkehr von der Religion steigt die Angst vor dem Tod

Viertens: Kommen negative Nachrichten aus einer offiziellen Quelle, erzeugen sie umso mehr Ängste und sind besonders schädlich für die psychische Gesundheit. Experten, die die Glaubwürdigkeit einer Bedrohung bestätigen, verstärken die Ausbreitung der Massenhysterie (93). Viele Menschen suchen, besonders in Krisenzeiten, Hilfe beim modernen Staat. Für sie besitzen die Vertreter des Staates und die Warnungen der staatlichen Institutionen große Autorität. Wenn Ärzte wie Anthony Fauci im Namen des Staates sprechen und den Menschen sagen, dass sie einer schrecklichen Bedrohung ausgesetzt sind und Masken tragen und zu Hause bleiben müssen, kann sich leichter eine kollektive Hysterie entwickeln, als dies in einer dezentraleren Gesellschaft der Fall wäre, in der keine so mächtige zentrale Autorität existiert.

In der Tat übertrieb Doktor Fauci die Gefahr von Covid-19 und verbreitete in der Öffentlichkeit Panik (94). In einer Anhörung des US-Kongresses am 11. März 2020 wurde die Sterblichkeitsrate des Coronavirus als zu hoch dargestellt. Informations- und Selektionsverzerrungen führten zur Einschätzung, dass die Sterblichkeitsrate des Coronavirus zehnmal höher sei als die Sterblichkeitsrate der saisonalen Influenza. Es kam zu einer Verwechslung der Fallmortalitätsrate, die den Anteil der Todesfälle unter den bestätigten Fällen einer Krankheit angibt, und der Infektionsmortalitätsrate, die den Anteil der Todesfälle im Verhältnis zur Prävalenz der Infektionen innerhalb einer Bevölkerung angibt. Die Schätzungen der Infektionssterblichkeitsrate basieren auf Blutuntersuchungen, und die geschätzten Infektionen schließen nicht diagnostizierte, asymptomatische sowie leichte Infektionen ein. Die Infektionssterblichkeitsrate ist normalerweise viel niedriger als die Fallsterblichkeitsrate. In der Kongressanhörung am 11. März 2020 wurde die Infektionssterblichkeitsrate der saisonalen Grippe mit der geschätzten Fallsterblichkeitsrate des Coronavirus verglichen, was zu der alarmierenden Aussage führte, dass das Coronavirus zehnmal tödlicher sei als die saisonale Grippe (95). Diese Falschaussage, die mit der Autorität des Kongresses der Vereinigten Staaten an Bedeutung gewann, trug stark dazu bei, Angst und Panik zu erzeugen.

Ein weiterer Faktor, der moderne Gesellschaften empfänglicher für Massenhysterien machen kann, ist die schwindende Rolle der Religion. Die Angst vor dem Tod wird in der Regel durch den Glauben gemildert, weil Religionen typischerweise davon ausgehen, dass es ein Leben nach dem Tod gibt. In dieses Vakuum sind nun der Staat und die Demokratie gestoßen, die auf eine quasi-religiöse Ebene gehoben worden sind. Der Staat stellt für viele eine Art Gottersatz dar (96), jedoch ohne das Versprechen auf ein Leben nach dem Tod. Mit der Abkehr von der Religion steigt die Angst der Menschen vor dem Tod, und eine starke Angst vor dem Tod ist ein weiterer Faktor, der zu Panik, Unruhen und einer Massenhysterie beiträgt (97). Wie Erik von Kuehnelt-Leddihn es formuliert hat:

Es ist schwierig, den Tod zu fürchten, wenn man sehr religiös ist. Es ist schwierig, die Gesundheit nicht zu verehren, wenn man den Tod fürchtet. Es ist schwierig, die Gesundheit der Bevölkerung zu stärken, ohne dass der Staat in großem Umfang interveniert, und es ist ebenso schwierig, sich ein verstärktes Eingreifen des Staates zu wünschen, ohne dass dies zu einem Verlust von Freiheitsrechten führt. (98)

Angst ist wichtige Grundlage für die Macht einer Regierung

Das bedeutet nicht, dass sich starke Staaten nicht auch auf die Religion stützen können. Die autoritären Regime der Zwischenkriegszeit, wie Österreich mit Dollfuß und Schuschnigg, Polen mit Pilsudski oder Francos Spanien, stützten sich auf die Religion und hatten dennoch Merkmale von Wohlfahrtsstaaten. Empirische Untersuchungen ergaben jedoch, dass die Menschen in Ländern mit höheren Wohlfahrtsausgaben weniger religiös sind, was darauf hindeutet, dass Individuen religiöse Leistungen durch staatliche Leistungen ersetzen (99). Religiöse Überzeugungen erhöhen jedoch nachweislich das psychologische Wohlbefinden (100). Ohne einen spirituellen Rahmen, der durch die Religion und den Glauben an ein Leben nach dem Tod bereitgestellt wird, besteht die Tendenz, dass die Angst vor dem Tod zunimmt und die Bevölkerung eher zu psychologischen Problemen und zur Massenhysterie neigt.

Fünftens kann es sein, dass der Staat der Bevölkerung aktiv Angst machen will und damit zur Entstehung einer Massenhysterie beiträgt. Dieser Punkt wird durch ein internes Papier des deutschen Innenministeriums illustriert, das während der ersten Wochen der Covid-19-Krise durchgesickert ist (101). In dem Papier empfahlen die staatlichen Experten, dass die Regierung der deutschen Bevölkerung Angst einjagen solle. Um Angst zu verbreiten, befürwortete das Papier drei Kommunikationsstrategien. Erstens sollten die staatlichen Behörden die Atemprobleme der Covid-19-Patienten betonen, da der Mensch eine Urangst vor dem Erstickungstod hat (102) (103), die leicht Panik auslösen kann (104). Zweitens betonten die Experten, dass auch Kindern diese Angst eingeflößt werden sollte, obwohl für die eigene Gesundheit der Kinder so gut wie keine Gefahr besteht. Allerdings könnten sich Kinder leicht anstecken, wenn sie andere Kinder treffen und mit ihnen spielen. Dem Bericht zufolge sollte den Kindern erklärt werden, dass wenn sie ihre Eltern und Großeltern anstecken, diese zu Hause einen qualvollen Tod erleiden könnten. Dieser Kommunikationshinweis ist ebenfalls darauf ausgerichtet, Ängste und Schuldgefühle auszulösen. Das Einflößen von Schuldgefühlen ist auch eine Maßnahme, die von Regierungen eingesetzt wird, um die Bevölkerung zu mehr Unterstützung zu bewegen (105). Drittens wurde der deutschen Regierung empfohlen, die Möglichkeit unbekannter langfristiger irreversibler Gesundheitsschäden durch eine SARS-CoV-2-Infektion und die Möglichkeit eines plötzlichen und unerwarteten Todes von Infizierten zu erwähnen.

All diese Kommunikationsempfehlungen zielten darauf ab, die Angst in der Bevölkerung zu erhöhen. Angst ist grundsätzlich eine wichtige Grundlage für die Macht einer Regierung. Wie Henry H. Mencken es ausdrückte: „Das ganze Ziel praktischer Politik ist es, die Bevölkerung durch eine endlose Reihe von Kobolden, von denen die meisten imaginär sind, in Angst zu versetzen (und die Bevölkerung anschließend davor in Sicherheit zu bringen)“ (106). Die Überreaktion der Regierung auf eine wahrgenommene Bedrohung fördert diese Angst. https://5c493d61cbcaa03794dbbf56d976382a.safeframe.googlesyndication.com/safeframe/1-0-38/html/container.html

Die evolutionäre Funktion der Furcht kann manipuliert werden, um Kontrolle auszuüben

Es liegt im Interesse der politischen Klasse, die Empfindlichkeit der Bürger gegenüber äußeren und inneren Bedrohungen zu erhöhen, weil die Legitimität und Macht des Staates auf dem Narrativ beruht, dass er seine Bürger vor solchen Gefahren schützt. Während die Bedrohungsstrategie im Allgemeinen für die Politik von Vorteil ist, ist Angst ein zweischneidiges Schwert. Angst kann sich auch gegen den Staat wenden. Panik und Massenhysterie können sogar zur völligen Destabilisierung eines Regimes führen. Ein anekdotischer Beweis dafür ist die „Grande Peur“ während der Französischen Revolution, als Gerüchte über Aristokraten, die planten, die Bevölkerung auszuhungern, zu allgemeiner Panik und Aufständen gegen das Regime führten.

Furcht und Angst sind ein wichtiger Faktor in der menschlichen Evolution gewesen und haben eine wichtige Funktion. Die evolutionäre Funktion der Angst kann jedoch manipuliert werden, um Herrschaft und Kontrolle auszuüben. Angst verleiht Macht über die Ängstlichen. Die Beziehung zwischen Politik und Angst ist weithin untersucht worden (107) (108) (109). Der antike griechische Historiker Polybius behauptete, dass Herrscher, um die Massen zu kontrollieren, Angst einflößen und mit Schreckensbildern arbeiten müssten. Der römische Schriftsteller Sallust wies darauf hin, dass diejenigen, die Macht ausüben wollen, sich entscheiden müssen, ob sie Angst generieren oder unter der Angst leiden wollen (110). In jüngster Zeit wird der „Krieg gegen den Terror“ von einigen Autoren als Beispiel für die Verstärkung übermäßiger Ängste in der Bevölkerung genannt, um die Macht des Staates zu vergrößern (111). Brzezinski weist darauf hin:

Die ständige Bezugnahme auf einen ,Krieg gegen den Terror‘ hat ein wichtiges Ziel erreicht: Er stimulierte das Entstehen einer Kultur der Angst. Angst vernebelt die Vernunft, verstärkt die Emotionen und macht es demagogischen Politikern leichter, die Öffentlichkeit für die von ihnen gewünschte Politik zu mobilisieren. (112)

Eine Kultur der Angst (113) (114) resultiert daraus, dass die Politik der Öffentlichkeit Angst einflößt, um ihre eigenen Ziele zu erreichen, wobei sie die Negativitätsvorspannung des menschlichen Gehirns ausnutzt.

Eine Bedrohung wird von der Politik lieber über- als unterschätzt

In der Regel werden Regierungen in ihrem Bedrohungsnarrativ von den Medien unterstützt. Wie Robert Higgs anmerkt: „Die Nachrichtenmedien kaufen sich eine Versicherung gegen die staatliche Repression, indem sie bei jedem Programm der Angstmacherei mitspielen, das der Staat gerade durchführt“ (115). Sensationsgierige Medien unterstützen die Angststrategie der Politiker auch deshalb, weil sie dadurch öffentliche Aufmerksamkeit bekommen. Die Kombination aus einem Staat, der bereit ist, die Angststrategie zu nutzen, und unterstützenden Massenmedien bietet einen fruchtbaren Boden für die Entwicklung einer Massenhysterie.

Sechstens haben Politiker einen Anreiz, bei ihren Reaktionen auf eine Bedrohung über das Ziel hinauszuschießen. Das liegt daran, dass Politiker weitgehend vom Risiko möglicher Fehlentscheidungen und deren Kosten befreit sind (116). Politische Entscheidungsträger können die Kosten ihres Handelns weitgehend auf andere abwälzen. Zudem können die Kosten umso besser und umfangreicher auf andere abgewälzt werden, je größer und zentralisierter ein Staat ist (117) (118).

Politiker werden in ihren Entscheidungen oft von ihrem Eigeninteresse geleitet (119) (120). Diese Politiker sind bei einer potenziellen Bedrohung mit folgender Situation konfrontiert: Eine Bedrohung zu unterschätzen und nicht zu handeln, wäre für die Politiker und ihre Wiederwahl ein großes Risiko, da sie im heutigen sozialdemokratisierten Meinungsklima, in welchem der Staat als Instanz zur Vorbeugung und Lösung fast aller Probleme angesehen wird, für die Katastrophe verantwortlich gemacht würden. Im Gegensatz dazu sind eine Übertreibung oder sogar Erfindung einer Bedrohung und ein mutiges staatliches Eingreifen mitsamt entsprechender öffentlichkeitswirksamer Inszenierung politisch attraktiver. Wenn sich die von den Politikern behauptete existenzielle Bedrohung tatsächlich als so große Gefahr herausstellt, können sie als Helden gefeiert werden, wenn sie mutige Maßnahmen ergriffen haben. Erweisen sich die Kosten dieser Maßnahmen letztlich als zu hoch im Vergleich zur tatsächlichen Gefahr, dann müssen die Politiker die Kosten der Fehlentscheidung nicht tragen, sondern können sie auf die Bevölkerung abwälzen. Politiker, die ein garantiertes Einkommen genießen, haben daher einen Anreiz, eine Gefahr zu übertreiben und übertriebene Maßnahmen zu ergreifen, was auch als politische Überreaktion bezeichnet wird (121) (122). Auch dies leistet der Entstehung und Entwicklung einer Massenhysterie Vorschub. https://5c493d61cbcaa03794dbbf56d976382a.safeframe.googlesyndication.com/safeframe/1-0-38/html/container.html

Politiker schüren Angst, um sich als Retter in der Not aufzuspielen

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass in einem Wohlfahrtsstaat tendenziell keine wirksamen Grenzen zur Eindämmung einer Massenhysterie existieren. Der Wohlfahrtsstaat tendiert vielmehr dazu, die natürlichen Mechanismen zu hemmen, die Stress und Hysterie reduzieren. Die zentralisierte Natur des Wohlfahrtsstaates erhöht außerdem den Gruppen- und Konformitätsdruck. Politisierte Massenmedien und negative Botschaften von offiziellen staatlichen Stellen können den psychologischen Druck weiter erhöhen. Schließlich kann es sein, dass der Staat zur Ausweitung seiner Macht absichtlich die Bedrohung übertreiben und Angst schüren will, weil sich Politiker anschließend als Retter in der Not aufspielen und an Legitimität gewinnen können. (…)

Massenhysterien können enorme Kosten für die Gesundheit der Bevölkerung in Form von psychischem Stress, Ängsten und sogar körperlichen Symptomen verursachen. Zu diesen Kosten kommen indirekte Gesundheitsschäden durch Alkoholismus, Suizide oder verzögerte Behandlung und verspätete Erkennung von Krankheiten hinzu. Ein Politikversagen bei einer Massenhysterie kann zu wirtschaftlichem Niedergang und Armut führen, was sich wiederum negativ auf die öffentliche Gesundheit und die Lebenserwartung auswirkt.

Wir haben in dieser Studie analysiert, wie das politische System die Wahrscheinlichkeit und Ausbreitung von Massenhysterie in einer digitalisierten und globalisierten Welt beeinflussen kann. (…) In einem Minimalstaat gibt es selbstkorrigierende Mechanismen, welche die kollektive Hysterie begrenzen. Die Durchsetzung von Privateigentumsrechten limitieren den möglichen Schaden, der von denjenigen angerichtet wird, die der Hysterie unterliegen. Der Wohlfahrtsstaat (auch dank eines undurchsichtigen öffentlichen Sektors und seiner „soft power“ (123) (124) hingegen verstärkt und verschlimmert Massenpaniken, was potenziell große Schäden verursachen kann. Was ohne staatliche Interventionen vorübergehende, lokal begrenzte und isolierte Ausbrüche einer Massenhysterie wären, kann der Staat über einen längeren Zeitraum in eine globale Massenhysterie umwandeln. Die jüngsten Entwicklungen in der Informationstechnologie und insbesondere die Nutzung sozialer Medien sowie der Rückgang der Religion haben Gesellschaften anfälliger für die Entwicklung einer Massenhysterie gemacht (125) (126) (127). Sobald eine Massenhysterie auf den Staat überschwappt, steigt das Ausmaß des Schadens, den die Hysterie an Leben und Freiheit anrichten kann, da der Schutz des Privateigentums und grundlegender Menschenrechte im Wohlfahrtsstaat nicht vollumfänglich gilt und leicht ausgehebelt werden kann.

Lockdowns als politischer Fehler

Die Verletzung grundlegender Menschenrechte in Form von Ausgangssperren, Abriegelungen und erzwungenen Schließungen von Geschäften wurde während der Covid-19-Krise reichlich praktiziert. Natürlich ist das Beispiel Covid-19 eher indikativ als repräsentativ und seine Lehren können nicht verallgemeinert werden. Während der Covid-19-Krise haben mehrere Autoren argumentiert, dass diese invasiven Eingriffe, wie z.B. Betriebsschließungen, aus Sicht der öffentlichen Gesundheit unnötig waren (128) (129) (130) (131) und der Gesundheit der Bevölkerung insgesamt geschadet haben (132) (133).

Tatsächlich hatten frühere wissenschaftliche Untersuchungen über Maßnahmen zur Eindämmung von Krankheiten während einer möglichen Influenzapandemie vor solchen invasiven Eingriffen gewarnt und ein normaleres soziales Funktionieren empfohlen (134). Außerdem gab es als Reaktion auf vergangene Pandemien wie die Asiatische Grippe von 1957/58 keine Lockdowns (135). Die Forschung vor 2020 hatte sich grundsätzlich gegen Lockdowns ausgesprochen (136). Aus dieser Perspektive waren die Lockdowns ein politischer Fehler.

Wir haben gezeigt, dass diese politischen Fehlentscheidungen möglicherweise durch eine kollektive Hysterie entstanden sind. Inwieweit es während der Covid-19-Krise eine Massenhysterie gegeben hat, ist eine Frage, die weiter erforscht werden muss. Um die Wiederholung von Politikfehlern zu verhindern, sollte man sich der in dieser Studie entwickelten politischen Ökonomie der Massenhysterie und der Rolle des Staates bei der Förderung der Massenhysterie bewusst sein. Es ist wahrscheinlich, dass die öffentliche Gesundheit durch staatliche Interventionen während einer Massenhysterie negativ beeinflusst wird.

Den ersten Teil dieses Beitrages finden Sie hier.

Prof. Dr. Philipp Bagus ist Professor für Volkswirtschaftslehre an der Universidad Rey Juan Carlos in Madrid und Mitglied des Akademischen Beirats des Liberalen Instituts. Prof. Dr. Antonio Sànchez-Bayón ist Professor für angewandte Ökonomie an der Universidad Rey Juan Carlos in Madrid. Dr. José Antonio Peña-Ramos ist Titularprofessor am politikwissenschaftlichen Departement der Universidad de Granada.

Der Artikel erschien zuerst im Band „Null-Risiko-Gesellschaft. Zwischen Sicherheitswahn und Kurzsichtigkeit”, hrsg. Von Olivier Kessler und Beat Kappler, Edition Liberales Institut, Zürich 2021

Anmerkungen:

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