„Auswirkungen der Klimakatastrophe“:…

… die Überschwemmungsopfer werden politisch instrumentalisiert   
Keine Krise ungenützt lassen! Das scheint die erste Devise aktueller Politik zu sein. Die Co-Vorsitzende der Grünen-Bundestagsfraktion Katrin Göring-Eckardt hat sich die Chance ebenso wenig entgehen lassen wie die Fridays-For-Future-Anführerin Luisa Neubauer. Nachdem mindestens 19 Menschen infolge des extremen Starkregens im Westen Deutschlands umkamen, weitere 70 noch vermisst werden und zahlreiche Menschen mit überfluteten Kellern oder gar zerstörten Häusern konfrontiert sind, leitet die Co-Fraktionsvorsitzende Katrin Göring-Eckhardt das Wasser auf grüne Mühlen. Im „NTV  Frühstart“ sagte sie: „Natürlich, das sind schon Auswirkungen der Klimakatastrophe. Und das ist ein weiterer Aufruf, sich klarzumachen: Das ist schon da, das ist schon hier bei uns.“ Und Neubauer nutzt die Gelegenheit, um Christian Lindner vorzuwerfen, dass er über den Starkregen twitterte, ohne auf die „Klimakrise“ zu verweisen. 

Sowas nennt man Instrumentalisierung: Das Leid von Menschen wird ausgenutzt für eigene politische oder sonstige Interessen. Man muss kein Klimawissenschaftler oder Meteorologe sein, um diese Göring-Eckardtschen Auslassungen als das zu erkennen, was sie sind: Humbug, und zwar ein gefährlicher.

Starkregen im Juli in Deutschland gehört eben gerade nicht zu den Phänomenen, die laut gängigen Deutungen mit dem Klimawandel häufiger werden. Beim Umweltbundesamt heißt es zum Beispiel, es sei „sehr wahrscheinlich, dass Hitzewellen wie jene im Sommer 2003 in Zukunft immer mehr zur Regel werden“. Und: „Im Zuge des Klimawandels ist mit längeren und häufiger auftretenden Trockenheitsphasen und Niedrigwasserperioden in den Sommermonaten zu rechnen.“ Von zunehmenden Niederschlägen ist da auch die Rede, allerdings im Winter: „In Folge des Klimawandels ist eine Verschiebung der Niederschläge vom Sommer in den Winter zu erwarten.”

Besonders erschreckend ist aber, dass die politische Konkurrenz in Person von Armin Laschet und Markus Söder nicht etwa die Inkompetenz oder Dreistigkeit der Grünen-Politikerin aufspießt, sondern beide dieselbe Angstbotschaft verbreiten. Die zunehmenden Starkregen- und Hitzereignisse seien mit dem Klimawandel verbunden, verkündete Laschet. Deshalb sei nun mehr Dynamik beim Klimaschutz und der nötigen Anpassung an den Wandel erforderlich. Und Söder in derselben Tonlage: „Der Klimawandel wird uns weiter beschäftigen. Deswegen ist es einfach notwendig, dass wir bei diesem Thema nicht nur Klima-Anpassungsmaßnahmen und Klima-Hilfen machen, sondern vorausschauenden Klimaschutz betreiben.“

Diese Politiker halten ihre Zuhörer und potentiellen Wähler offensichtlich für vollkommen unwissend und durch Angst zu beeindrucken. Und sie gehen davon aus, dass die meisten vergessen haben, dass man in den vergangenen Sommern noch die Hitze und Trockenheit als Indizien des Klimawandels propagierte (was auch der wissenschaftlichen Erkenntnislage entspricht). Ob heiß und trocken oder kühl und überschwemmt – Hauptsache, man kann den Menschen Angst machen. 

Was viele Menschen in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen gerade erleiden, ist eine Naturkatastrophe. Diese hat nichts mit der Klimapolitik zu tun. Die Aussagen von Göring-Eckardt und anderen Politikern, die diese Katastrophe ohne oder wider Wissen zur Rechtfertigung ihrer politischen Entscheidungen missbrauchen, sind ein neuer Tiefpunkt der politischen Kommunikation. 

TICHYS EINBLICK
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Quelle

Ein Kommentar zu “„Auswirkungen der Klimakatastrophe“:…

  1. Oh ja, die Klimakatastrophe…die Menschengemachte natürlich. Die derzeitigen Vorkommnisse kann man hervorragend ausschlachten, um die Agenda voran zu treiben.
    Aber zum Glück müssen dies wohl ganz natürliche „Phänomene“ sein, da eine Manipulation des Wetters unter allen Umständen ausgeschlossen ist….ha ha ha….
    Ionosphärenaufheizen durch HAARP, SBX-Radar, NEXRAD, etc. und das ganze Geo-Engineering lassen grüßen, ganz böse Verschwörungstheorie natürlich.

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