Flut, Schuld und Beton

Nichts Neues aus dem grünen Milieu

Das grüne Milieu sucht die Schuldigen an der Flut und den Toten: Wenn es der richtigen Sache dient, darf schon ein bisschen instrumentalisiert werden. Das erspart lästige Diskussionen an anderer Stelle.

IMAGO/GeisserDer zeichnende Dialektiker Bernd Zeller hatte vor einiger Zeit alle wichtigen politischen Textbausteine in Piktogramme übersetzt. Eins davon zeigte eine durchgestrichene Violine; es stand für: „Nicht instrumentalisieren.“ Daran halten sich die Politiker und Journalisten des benevolenten Milieus nicht nur selbst. Sie warnen auch andere beispielsweise nach den Anschlägen von Paris, Berlin, Wien und Würzburg davor, propagandistischen Profit aus den Ereignissen zu ziehen. Das gebiete allein schon die Würde der Opfer. In anderen Fällen, etwa den Überflutungen in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz mit bisher über 100 Toten, würden die Betreffenden selbstverständlich auch nichts instrumentalisieren. Sie warnen vielmehr, ordnen ein, suchen nach Schuldigen und bringen dabei das Signalwort unter, das ihnen politisch nützlich erscheint.

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