So werden in Deutschland Personalien festgestellt

Deutschland „Querdenken“-Proteste

Berliner Polizei wird im Internet mit Hass überschüttet

  • Stand: 06.08.2021
  • Lesedauer: 2 Minuten
Nach den Demonstrationen von Querdenken am vergangenen Wochenende wird die Berliner Polizei mit Hassbotschaften überzogen
Nach den Demonstrationen von Querdenken am vergangenen Wochenende wird die Berliner Polizei mit Hassbotschaften überzogen Quelle: dpa/Fabian Sommer

Nach den „Querdenken“-Protesten in Berlin am vergangenen Wochenende wird die Berliner Polizei im Internet beschimpft und beleidigt. Unterdessen fordert der Sonderberichterstatter der UN Aufklärung zum Polizeieinsatz. 505 Kommentare https://d-2384933029403568599.ampproject.net/2107240354000/frame.html

Seit mehreren Tagen wird die Berliner Polizei im Internet mit Hass-Nachrichten überhäuft. Die Liste ist lang: Über „Gestapo“, „Merkelsöldner“, „Merkel-Schergen“, „Geisel-Schergen“, „Mörder“, „Faschisten“, „Verbrecher“, „Freund & Henker“, die „wehrlose Frauen und Kinder verprügeln“, die „endlich aufstehen und nicht blind den Befehlen folgen sollen“, die „eine Schande für Deutschland und ihre Familien sind“, die „einen der ihren totgeprügelt haben“ inklusive sämtlicher Vergleiche mit dem 3. Reich ist alles dabei. Lesen Sie auch

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Eine Behördensprecherin sagte auf Nachfrage von WELT, dass das Aufkommen „ausgesprochen“ hoch sei. Allein am vergangenen Sonntag während der Querdenken-Demonstrationen habe man 20.000 Tickets in der Redaktionssoftware abgearbeitet, also Kommentare, Erwähnungen und Direktnachrichten. Auch an den folgenden Tagen blieb das Aufkommen ungewöhnlich hoch. Zum Vergleich: Am Sonnabend lag die Zahl der Tickets bei 3000.

„Der Hass ist plattformunabhängig, er erreicht uns massiv auf Twitter, aber ebenso auf Facebook und Instagram“, sagte eine Behördensprecherin. Es gebe aber auch positive Kommentare und Nachrichten. „Es gibt auch die, die versuchen, Falschinfos zu entlarven und die den Querdenkern nicht gänzlich die Kommentarspalten überlassen. Dafür sind wir dankbar“, so die Sprecherin weiter. Lesen Sie auch

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Unterdessen hat der Polizeieinsatz am vergangenen Wochenende den Sonderberichterstatter für Folter und andere grausame, unmenschliche oder erniedrigende Behandlung auf den Plan gerufen. Der Schweizer Rechtsprofessor Nils Melzer will bei der Bundesregierung kommende Woche um eine Stellungnahme bitten, wie er der Deutschen Presse-Agentur am Donnerstag sagte.

Die Bundesregierung hat dann 60 Tage Zeit, um darauf zu antworten. Melzer kritisiert die Härte, mit der die Berliner Polizei vorgegangen sei. „Es sind einige Videos verbreitet worden, die besorgniserregend sind“, sagte Melzer. „Die Hinweise sind stark genug, dass möglicherweise Menschenrechtsverletzungen begangen wurden.“

Auf Nachfrage von WELT hieß es aus der Berliner Innenverwaltung, dass den Vorwürfen nachgegangen werde, man allerdings die gezielte Gewalt, die gegen Polizeibeamte ausgeübt wurde, auch betrachten müsse. Im Internet kursieren zahlreiche Videos, auf denen zu sehen ist, wie Polizeibeamte bedrängt und beschimpft werden. Lesen Sie auch

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