Habeck wirft Ungeimpften Trägheit vor

„Schweinehund überwinden“

250105712.jpg „Einfach Spritze in den Arm und fertig“: Habeck macht sich die Welt beim Thema Impfen nicht unnötig kompliziert. (Foto: picture alliance/dpa) Vor dem Bund-Länder-Gipfel am Dienstag skizziert Grünen-Chef Habeck seine Vorstellung vom künftigen Umgang mit Ungeimpften: Er sieht sie als Gefahr für die Gesellschaft, die deshalb automatisch weniger Rechte haben werden. Allerdings hält er nichts von Impfpflicht oder kostenpflichtigen Tests. Der Grünen-Vorsitzende Robert Habeck sieht die Erweiterung der Rechte für Geimpfte als zwangsläufige Entwicklung an. Es sei „völlig eindeutig“, dass Geimpfte mehr Rechte haben, sagte Habeck am Sonntag im ZDF-„Sommerinterview“. „Das geht ganz automatisch in diese Richtung und ist auch richtig so.“ Er appellierte an die Verantwortung der Bürger, lehnte eine Impfpflicht jedoch ab. „Es wird einen Unterschied geben im Zugang von Rechten und in der Freiheit des Lebens zwischen Geimpften und Ungeimpften“, erläuterte der Grünen-Chef weiter. Die Forderung nach mehr Rechten für Geimpfte bedeute aber nicht, „Ungeimpfte auszuschließen“. Jeder habe auch „das Recht, sich nicht impfen zu lassen“, so Habeck. 240420501.jpg Panorama 08.08.21 Ärtzekammerchef zur Impfkampagne Keine „Drohkulisse“ für Ungeimpfte aufbauen Er betonte zugleich: „Aber man hat nicht das Recht, dass alle Geimpften und der Rest der Gesellschaft und die Kinder dann Rücksicht darauf nehmen, weil man sich selbst entschieden hat, sein eigenes Leben und die Gesellschaft zu gefährden.“Eine Impfpflicht lehnte der Grünen-Chef ab. Da gebe es „bessere Möglichkeiten“, die „noch gar nicht ausgeschöpft“ seien, betonte er. Statt „die Menschen zum Impfstoff zu bringen“ müsse man „den Impfstoff zu den Menschen“ bringen. Impfangebote vor Discountern, Tafeln oder Schulen wären nach Auffassung Habecks eine gute Möglichkeit, um bessere Impfquoten zu erreichen.“Spritze in den Arm und fertig“ 15eb7b5b1a1de4be0da5f9146b8c070d.jpg Politik 08.08.21 Sinkende Nachfrage Länder geben Millionen Impfdosen zurück Die Abschaffung kostenloser Tests hält er dagegen für „falsch“. Dies sei keine geeignete Maßnahme, um die Menschen zu einer Impfung zu motivieren. Zudem werde dann weniger bekannt sein, „wo sich das Virus befindet“, weil sich weniger Menschen testen lassen. Nicht-Geimpfte forderte der Grünen Chef mit deutlichen Worten zum Impfen auf. Es sich wichtig, „dem inneren Schweinehund mal einen kräftigen Tritt in den Hintern zu geben, also diese Trägheit, die wahrscheinlich einen Gutteil der Menschen noch in sich hat, zu überwinden, indem man einfach sagt: Komm, hier ist das. Du kannst einfach da hingehen, Du kriegst den Impfausweis und eine Spritze im Arm und fertig.“Das Bundesgesundheitsministerium hatte ein Ende der kostenlosen Schnelltests für Mitte Oktober vorgeschlagen. Am Dienstag beraten Bund und Länder über das weitere Vorgehen in der Pandemie. Dann dürfte auch in dieser Frage eine Entscheidung fallen.

Quelle: ntv.de, mau/AFP/dpa

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