Variantenfront-Fakten: DELTA harmloser Verwandter von Alpha; Lambda zu selten, als dass man etwas sagen könnte (wenn man nicht Lauterbach ist)

Das neueste Technical Briefing von Public Health England, in dem die neuesten Erkenntnisse zu “SARS-CoV-2 variants of concern” zusammengestellt sind, ist gestern am Abend veröffentlicht worden. Wir haben die wichtigsten Informationen, die es zu den Varianten gibt, die Polit-Darsteller immer noch nutzen wollen, um Panik zu verbreiten, um ihren breitangelegten Angriff auf Bürgerrechte durchführen zu können, zusammengestellt und präsentieren sie in diesem Post, so dass sie jeder Leser nutzen kann, um sie den Panikeuren um die Ohren zu schlagen.

Wer es im Original nachlesen will, das Technical Briefing 20 von Public Health England, es findet sich hier.

Delta ist genau dann nützlich für Panikeure, wenn man die Variante als VIEL gefährlicher, VIEL ansteckender, VIEL krank machender, VIEL tödlicher verkaufen kann als alle bisherige Varianten. Wer eine gute Erinnerung hat, der weiß, dass dieses Spiel mit den so viel furchtbareren Varianten stets gespielt wird, wenn eine neue Variante auftaucht, die es in die Hirnwindungen der Polit-Darsteller schafft. Von all den Varianten, die es bislang gibt, haben dies nur Alpha (b.1.1.7), Beta (b.1.351), Delta (b. 1.617.2) und neuerdings auch Lambda (b.1.621 / C.37) geschafft. Das ist eine massive Ungerechtigkeit gegenüber Gamma (P.1), Zeta (P.2), Eta (b.1.525), Theta (P.3), Kappa (b.1.617.1 / b.1.617.3), Epsilon (b.1.427 / b.1.429), und Iota (b.1.526 / b.1.620). Aber, wie die Dinge nun einmal so liegen, sind letztere dazu, Panik zu schüren, offenkundig ungeeignet.

Beginnen wir mit dem Rahmen um Delta, das angeblich gefährlicher sein soll als Alpha, das seinerseits als gefährlicher als die Urvariante, CCP1, beschrieben worden ist. Sie erinnern sich:

Diese Behauptung war zum Zeitpunkt, zu dem sie aufgestellt wurde, falsch, sie ist heute, falsch. Aber wenn es darum geht, Panik zu schüren, dann kann man auf Kleinigkeiten wie die Wahrheit keinen Wert legen.

Wir haben in der Vergangenheit die Informationen veröffentlicht, die zeigen, dass alles, was es zu diesem Zeitpunkt zu b.1.1.7, aka: britische Mutante, dem heutigen Alpha, in MS-Medien zu lesen gab, Fake News war, eigens geschaffen, um Menschen in Angst und Schrecken zu versetzen.

Wir tun dies auch heute.

Die folgende Abbildung zeigt auf Basis der neuesten Daten aus dem Technical Briefing 20 die Anteile positiv auf eine der drei Varianten Getesteter, die in der Notaufnahme eines Krankenhauses mit Symptomen vorstellig werden, die hospitalisiert werden und die versterben für die Altersgruppen, der unter 50jährigen und der 50+jährigen.

Wie man leicht erkennen kann, ist Delta weder, was die Häufigkeit eines Besuchs einer Notaufnahme oder einer Hospitalisierung angeht noch im Hinblick auf das Sterberisiko eine gefährlichere Variante als Alpha oder Beta. Im Gegenteil: Delta bleibt hinter den beiden Varianten zurück. Delta ist weniger gefährlich und mit weniger Symptomen verbunden als dies für Alpha oder Beta der Fall ist.

Delta eignet sich nicht, um als Killer-Variante aufgebaut zu werden. Die Case Fatality Rate beträgt auch im neuesten Bericht von PHE 0,2% und ist im Vergleich zu 1,1% für Alpha und 1,0% für Beta deutlich geringer. Die Delta-Killer-Story kann auch nicht durch den Verweis auf die wohl etwas erhöhte Ansteckungsgefahr, die von Delta im Vergleich zu Alpha und Beta ausgeht, aufrecht erhalten werden, wie die folgende Tabelle zeigt, die die Secondary Attack-Rates für die drei SARS-CoV-2 Varianten Alpha, Beta und Delta in verschiedenen Situationen abbildet:

VarianteReiseinnerhalb eigener Haushaltaußerhalb eigener Haushalt
Alpha1,510,25,6
Beta1,99,92,9
Delta1,710,85,8

Wie die Tabelle zeigt, gibt es im Hinblick auf Ansteckung zwischen Alpha und Delta so gut wie keinen Unterschied. Die leicht höheren Werte für Delta dürften sich in der Realität kaum als erhöhte Ansteckungsgefahr nachweisen lassen. Damit Sie sich mit Delta anstecken können, benötigen Sie somit im Durchschnitt 59 Kontakte mit infizierten Personen auf einer Reise, neun Kontakte mit infizierten Personen in ihrem eigenen Haushalt und 17 Kontakte mit infizierten Personen außerhalb ihres eigenen Haushalts. Eine Ansteckung ist, statistisch betrachtet, nicht so einfach, wie man denken würde, wenn man der MS-medialen Panikverbreitung folgt.

Diese Panikverbreitung hat natürlich einen Grund: Bürger sollen verängstigt und alarmiert werden, um sie zur Impfung treiben zu können, denn, so die allgemeine Erzählung, eine Impfung schütze vor schwerer Erkrankung, Hospitalisierung und Tod. Die Daten von PHE, die gerade als Technical Briefing No. 20 veröffentlicht wurden, geben Anlass, an der Korrektheit dieser Erzählung zu zweifeln.

Die roten Zahlen geben die Anteile der Geimpften und Ungeimpften an, die nachdem sie eine Notaufnahme aufgesucht haben, hospitalisiert wurden oder gestorben sind. Der einzige Vorteil, der sich aus einer Impfung zu ergeben scheint, findet sich in dem blau hinterlegten Kasten in der letzten Spalte für 50+jährige. Der Anteil der Ungeimpften, die in der Notaufnahme eines Krankenhauses des NHS vorsprechen, weil sie wohl erhebliche Symptome von COVID-19 verspüren, ist für Ungeimpte deutlich höher. Das war es aber auch. Ansonsten ergibt sich keinerlei ersichtlicher Vorteil aus einer Impfung. Für ungeimpfte Personen unter 50jahren ist das Risiko, hospitalisiert zu werden, minimal höher als für Geimpfte. Keinerlei Unterschied zwischen Geimpften und Ungeimpften lässt sich für diejenigen feststellen, die an COVID-19 verstorben sind. Auf Basis dieser Daten kann man sagen, dass eine COVID-19-Impfung im Vergleich zum natürlichen Immunsystem keinerlei erhöhten Schutz vor dem Versterben an COVID-19 bietet und dass der Schutz vor schwerer Erkrankung wohl eher ein Schutz vor der Entwicklung von Symptomen ist, die zum Aufsuchen einer Notaufnahme führen, ob dem ein tatsächlicher Unterschied, den Impfung macht, zugrunde liegt oder die Populationen Geimpfter und Ungeimpfter systematisch voneinander verschieden sind, das ist eine offene Frage. Fest steht lediglich, dass alle Vorteile für Geimpfte, die sich vielleicht im Hinblick auf das Vorstelligwerden in einer Notaufnahme ergeben, mit der Hospitalisierung verschwunden sind.

Zusammenfassend kann man somit feststellen:

  • Delta ist nur minimal ansteckender als Alpha. Dessen ungeachtet ist es generell schwierig, sich mit SARS-CoV-2 zu infizieren.
  • Delta ist deutlich harmloser als Alpha oder Beta. Die Case Fatality Rate beträgt nur ein Fünftel der CFR von Alpha oder Beta.
  • Eine Impfung schützt nicht besser als das natürliche Immunsystem davor, schwer an SARS-CoV-2/Delta zu erkranken oder gar an einer Infektion zu sterben.

Was Lambda angeht, b.1.621 / C.37, die Variante, die nun, nachdem Delta doch arg enttäuscht hat, zur neuen Killer-Variante aufgebaut werden soll: Es gibt schlicht keine Ergebnisse zu Lambda. Bis 2. August 2021 wurden in England 32 Sequenzen von Lambda analysiert, zu wenig, um irgendwelche Aussagen zu Lambda zu treffen. In Deutschland finden sich ganze 15 Sequenzen von Lambda, die positiv Getesteten entnommen wurden. Die meisten Sequenzen von Lambda wurden bislang in Spanien gesammelt. Dort addiert sich der Bestand mittlerweile auf 258. Auch das, zu wenig, um irgendwelche sinnvollen Aussagen über Lambda machen zu können. Denken Sie daran, wenn der Spiegel oder die ZEIT das nächste Mal versuchen, Lambda zur neuen Killer-Variante zu schreiben.



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