Schöne neue RKI-COVID-Modellwelt: Heute retten wir Deutschland und morgen die ganze Welt

Heureka!

“Die Impfkampagne erzielte bereits deutliche Effekte: Es wurden nicht nur 706.000 Meldefälle, 76.600 stationäre und etwa 19.600 intensivmedizinische Fälle sowie mehr als 38.300 Sterbefälle verhindert, sondern die Impfkampagne führte auch dazu, dass entgegen erster Befürchtungen das Ausmaß der dritten Welle das der zweiten Welle nicht übertraf.”

Impfung rettet 38.300 Leben, so schreibt das RKI.
Nicht im wirklichen Leben, nein, im Modell, im Modell des RKI, von dem man beim RKI im selben Bericht schreibt:

“Da in unserem Modell verschiedene Parameter sowie Annahmen mit gewissen Unsicherheiten einfließen und sowohl das Szenario mit Impfkampagne als auch ohne Impfkampagne modelliert wurde, weichen die tatsächlichen Melde-, ITS- sowie Sterbefälle von den durch das Modell berechneten Fällen ab.”

Zu früh gefreut.
Alles ein Modell-Bluff.

Modelle, vor allem frei im Raum schwebende Simulationsmodelle, deren Ergebnisse bereits in den Annahmen vorweggenommen werden, sind ein beliebtes Mittel bei denen, die versuchen, rent seeking in großem Stil zu betreiben, sich auf Kosten der Allgemeinheit über alle Maßen zu bereichern. Das IPCC nutzt Simulationsmodelle seit Jahrzehnten, um einen Modell-Klimwandel zu inszenieren. Nachweislich weicht die in den Modellen des IPCC berechnete Erwärmung drastisch von der tatsächlichen Erwärmung ab. Diejenigen, die sich am modellierten Klimawandel bereichern, stört das offenkundig nicht und bislang können sie ihre Lügengeschichten ungestraft verbreiten und Steuerzahler schröpfen.

Abweichung der durch Klimawandelmodelle vorhergesagten Temperaturentwicklung (rote Linie) von den tatsächlich gemessenen Temperaturen.

Wir haben natürlich auch Simulations-Modelle zum Klimawandel.

Quelle

Wir nehmen an, dass dann, wenn die Tür des Kühlschranks dauerhaft geöffnet bleibt, die Umgebungstemperatur um je nach Modell (OpenFreeze2,5 bis OpenFreeze4,5) um zwischen 2,5 und 4,5 Grad Celsius sinkt. Die Anzahl der Kühlschränke, die weltweit betrieben werden, geht in die Milliarden, so dass dann, wenn gesetzliche Regelungen erlassen werden, die das Öffnen der Tür des Kühlschranks für mindestens 17 Stunden von 24 Stunden (Warum 17h? Warum nicht!) bis 2030 mit einer Verringerung der globalen Erdtemperatur über Landmasse von 2,5 Grad Celsius bis 4,5 Grad Celsius zu rechnen ist. Genug, um die globale Erwärmung in einen global Freeze zu verwandeln. Wir haben dieses Modell natürlich getestet, und zwar in einem Modell, das die genannten Annahmen in Parameter umsetzt und auf die Temperaturentwickelung der letzten 100 Jahre standardisiert. Dadurch kann unser Modell, die Temperaturentwicklung der letzten 100 Jahre sehr gut abbilden. Auf dieser Grundlage berechnen wir dann den Effekt geöffneter Kühlschränke und kommen auf Gundlage der Annahme, dass mit geöffneten Kühlschranktüren eine Reduktion von 2,5 Grad Celsius bis 4,5 Grad Celsius erreicht werden kann, global, über Landmasse und unter Annahme einer konstanten Kühlleistung unterschiedlicher Kühlschranktypen und mit einer jährlichen Quote von 10% Defekten, die die Kühlleistung um jährlich im Median 1,4% reduzieren, zu dem Ergebnis, dass die Erdtemperatur durch geöffnete Kühlschranktüren um rund 2,5 (Modell OpenFreeze2,5) bis rund 4,5 (Modell OpenFreeze4,5) Grad Celsius reduziert werden kann.

Fantastisch. Wir warten darauf, Angebote von Kühlschrank-Herstellern zu erhalten, um unser Modell in Serie gehen zu lassen.

Wir haben noch ein anderes Modell, für Kunstfehler von Ärzten. Im Durchschnitt macht jeder 15 Arzt im Verlauf eines Jahres mindestens einen Kunstfehler. Besonders häufig sind Kunstfehler in den Altersklassen der Ärzte von 24 bis 39 Jahren und von 60 bis 65 Jahren. Unser Modell basiert auf der Annahme, dass die gezielte Weiterbildung von Ärzten in den genannten Altersgruppen, und deren Entfernen aus dem aktiven Dienst für die Dauer der Weiterbildung, die Anzahl der Kunstfehler um 1/15 reduziert. Unser Modell CutOpen15, das wir auf Grundlage dieser Annahmen berechnet haben, erbringt, selbst für uns überraschend eine Effizient von nur 1/16, zeigt aber dennoch das Potential, das in diesem Vorgehen steckt, um in einer Modellwelt Lösungen für Probleme zu finden, die man selbst gerade geschaffen hat.

So wie das RKI.
Wir rekonstruieren nun die Modellwelt des RKI. Ähnlichkeiten mit unseren Modellwelten verstoßen gegen unser Copyright.

Das RKI nimmt an:

  • Eine Impfung reduziert die eigene Ansteckung, die Ansteckung anderer, die Anzahl schwerer Erkrankungen, die Anzahl von Hospitalisierungen und die Häufigkeit von COVID-19-Toten.
  • Der Einfachheit halber werden die Parameter der Reduktion den klinischen Trials der Hersteller der Impfstoffe entnommen und als Relative Risiko Reduktion  (RRR) berechnet. Die RRR variiert zwischen 67% und 90%, das garantiert hohe Zahlen von Geretteten. Würde man nicht die absurde RRR benutzen, sondern die tatsächliche absolute Risikoreduktion durch Impfung, die zwischen 0,8% und 1,4% beträgt, dann ergäben sich natürlich weniger spektakuläre Ergebnisse. Deshalb immer: RRR.
  • Das Risiko, an COVID-19 zu erkranken, kommt in drei Stufen: keines, moderates, hohes Risiko. Und es verteilt sich ebenso kategorisch auf Altersgruppen. Jung: keines, Mittelalt: moderates, Alt: hohes Risiko.
  • Passenderweise steigt auch die Impfquote mit dem Alter: Deshalb nimmt man im RKI an, dass die Impfquote für Personen zwischen 18 und 59jahren bei 85% liegt, bei 60+jährigen bei 90%. Hohe Impfquoten ergeben satte Rettungszahlen. Das ist gut.
  • Mögliche Effekte, die von Nicht-pharmazeutischen Maßnahmen (Lockdown!) auf die Verbreitung von SARS-CoV-2, Erkrankung an COVID-19 und den Tod nach positivem Test ausgehen, adjustieren wird auf “tatsächliche Daten”, während wir die “Verteilung der verabreichten Impfdosen … in der Modellbevölkerung über einen separaten Verteilungsalgorithmus unabhängig von den tatsächlich verimpften Impfstoffen” berechnen. Nicht dass die Realität uns in unsere hohen Rettungszahlen interveniert.
  • Hohe Rettungszahlen, also viele verhinderte Infektionen, viele verhinderte schwere Erkrankungen, viele verhinderte Hospitalisierungen und viele verhinderte Tode setzen hohe potentielle Fallzahlen, die wir verhindern können, voraus. Also nehmen wir an, dass zunächst Alpha in Deutschland endemisch ist, mit einem erhöhten Infektionspotential von 35% im Vergleich zur Urvariante Wuhan-CCP1, dann Delta, mit einem erhöhten Infektionspotential von 40%. Das ist zwar willkürlich und widerspricht wissenschaftlichen Ergebnissen, aber es garantiert hohe Rettungszahlen.

Fassen wir die Annahmen zusammen:

  • Alpha und Delta erhöhen die Ansteckung und somit die Fallzahlen.
  • Das Risiko, durch Infektion mit SARS-CoV-2 zu erkranken, ist nicht vorhanden, moderat oder hoch.
  • Alte haben ein hohes Risiko.
  • Alte haben die höchste Impfquote.
  • Impfung schützt toll. Das relative Risiko, das durch Impfung reduziert wird (in den klinischen Trials der Hersteller) liegt zwischen 67% und 90% für Ansteckung, Ansteckung anderer, schwere Erkrankung, Hospitalisierung und Tod.

Auf Basis der Annahme, dass Impfung vor allem bei Alten Ansteckung, Weitergabe, schwere Erkrankung, Hospitalisierung und Tod verhindert, erbringt das RKI-Modell das erstaunliche Ergebnis, dass Impfung vor allem bei Alten, Ansteckung, Weitergabe, schwere Erkrankung, Hospitalisierung und Tod verhindert hat, aber natürlich nicht nur bei Alten, auch bei Mittelalten, für die ein moderates Risiko, schwer an COVID-19 zu erkranken oder zu sterben und eine geringere Impfquote angenommen wurde. Weil beides in den Annahmen moderat ist, ist die Rettungsleistung bei Mittelalten auch nur moderat.

Damit dieser Humbug nach Wissenschaft aussieht, muss man natürlich Zahlen präsentieren, die hohen Zahlen, die durch die Annahmen sichergestellt werden. Diese hier:

In der schönen neuen Modellwelt des RKI kommt genau das heraus, was herauskommen soll: Für Alte (60+jährige) wurde ein hohes Risiko für alle vier oben abgebildeten Ausgänge angenommen, Alte haben die höchste Impfquote, Impfung, so wird vom RKI angenommen, schützt vor schwerer Erkrankung, Hospitalisierung und Tod und bautzperdautz, das ist genau, was das Modell zeigt: Alte werden gerettet, fiktive, Modellalte, versteht sich. Für 18 bis 59jährige wurden moderate Risiken und geringere Impfquoten angenommen. Konsequenterweise berechnet das RKI-Modell weniger 18-59jährige, die vor schwerer Erkrankung, Hospitalisierung oder Tod durch die genialen Impfstoffe, von denen man angenommen hat, dass sie genau das tun, was sie im Modell dann auch tun, gerettet.

Diese Luftnummern als Wissenschaft auszugeben, ist ungeheuerlich.
Aber derartiger Humbug ist natürlich genau das, was schlichte Gemüter aufnehmen und weiterverbreiten, schlichte Gemüter in Redaktionen, private Multiplikatoren, die jede Krume auffressen, die die Annahme nährt, man habe sich durch Impfung vor dem Tod, der imminent gewesen sei, gerettet und viele andere.

Dessen ungeachtet ist und bleibt es Humbug.
Dass ein Institut wie das Robert Koch-Institut sich derart für Polit-Kasper prostituiert und einen solchen BS liefert, um die Lügengeschichte von den hocheffizienten Impfstoffen mit viel Leben, die gerettet wurden, zu untermauern, ist ein Armutszeugnis sondersgleichen.



Anregungen, Hinweise, Kontakt, Fragen? Redaktion @ sciencefiles.org


Seit Ende Januar 2020 besprechen wir Studien zu SARS-CoV-2. Damit gehören wir zu den wenigen, die das neue Coronavirus seit seinem Auftauchen verfolgt und den Niederschlag, den es in wissenschaftlichen Beiträgen gefunden hat, begleitet haben.
Eine Liste aller Texte, die wir zu SARS-CoV-2 veröffentlicht haben, finden Sie hier.

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