Das Doppelte verlangen…

… sollten die Lokführer 

Ich habe keine Ahnung, ob und wie ich morgen von Berlin nach Frankfurt komme – der Lokführerstreik ist ärgerlich. Mein Gefühl sagt mir: Draufhauen. Die Ratio sagt mir: Die haben Recht. Eigentlich sollten sie das Doppelte verlangen.  Denn längst leben wir in der Mega-Inflation. Wie das Statistische Bundesamt meldet, verteuerten sich Waren und Dienstleistungen im Juli im Jahresvergleich um 3,8 Prozent – der höchste Wert seit 13 Jahren. Allein gegenüber Juni sind die deutschen Verbraucherpreise um 0,9 Prozent gestiegen. Bundesbankpräsident Jens Weidmann erwartet bis zum Jahresende einen Anstieg auf 5 Prozent. Inflation findet nicht auf den Preisschildern statt, sondern im Kopf der Konsumenten. Wer erwartet, dass die Preise steigen, legt seinerseits Preisforderungen drauf. Etwa bei Löhnen. Die Lokführer fordern mit einer Laufzeit von 28 Monaten Lohnerhöhungen von 1,4 % zum 1. April 2021 und im Jahr 2022 1,8%; sowie eine Corona-Prämie von 600,-. Das ist eher putzig. Denn die Rechnung geht so: Unterstellt man wie die Bundesbank eine Inflationsrate in diesem Jahr von 3,8 Prozent und im kommenden Jahr von optimistisch wieder nur 2 Prozent, wenn alles gut geht – dann werden innerhalb von 28 Monaten die Lokführer deutlich ärmer; ihre Lohnerhöhung gleicht nicht mal den Inflationsverlust aus. Denn die Lohn- und Einkommenssteuer orientiert sich nicht an Inflationsraten: Vom 3,2-Prozent-Plus brutto bleiben allenfalls zwei oder zweieinhalb Prozent Netto auf dem Konto, optimistisch gerechnet. Das verfügbare Netto-Einkommen der Lokführer, also unter Berücksichtigung von Steuern und Inflation, sinkt spürbar – trotz des Streiks. Deutschland hat sich gefangen in einem Inflationssteigerungssystem: Weil bei steigender Inflation die progressive Wirkung der Einkommensbesteuerung mit aller Härte zuschlägt, ist der Staat Inflationsgewinner – und die Verdiener sind die Dummen: Der Staat frisst ihre Lohnsteigerung schon fast ganz alleine weg, und die Inflation im Supermarkt den Rest. Zusammen mit der Energiepreissteigerung wird es knapp, und jeden Tag knapper. Und die nächste und übernächste Energiepreissteigerung ist bereits beschlossene Sache. Statt ihre Fahrgäste mit Streiks zu bedrohen, sollten die Lokführergewerkschaften besser vor dem Finanzamt oder Finanzministerium demonstrieren. Gut, dass sie das nicht verstehen. Sonst wäre ihre Forderung mindestens doppelt so hoch. Gemessen an der Inflation und der Inflations-Einkommenssteuer-Preisspirale sogar angemessen. Aber früher oder später merken es ihre Mitglieder, wenn die steigenden Löhne zu weniger Kaufkraft führen. Und dann geht`s richtig rund. Und natürlich stört der Eisenbahnerstreik die wirtschaftliche Erholung nicht nur bei der Bahn, sondern in der gesamten Volkswirtschaft. Inflation und Preissteigerungen ruinieren Wohlstand und Wachstum; das haben nur Bundesregierung und EZB vergessen, deren beider Politik inflationssteigernd wirkt. Die Anti-Deflationspolitik ist eine massive Pro-Inflationspolitik; und die Bundesregierung erhöht den Druck im Kessel durch immer neue staatlich ausgelöste Preissteigerungen. Wenn die Bahnpreise steigen, werden bald andere Bereiche nachlegen – schließlich will keiner der Letzte sein, der draufzahlt. Inflation ist, wenn alle mehr kriegen wollen und dann weniger haben. Die Inflation  wurde von der Wirtschaftspolitik unter Merkel gerufen. Jetzt ist sie da, um zu bleiben – und sich zum Monster aufzublähen, das Wohlstand und Wachstum frisst.  Merkels Pension ist gesichert. Unsere nicht, weder Jobs noch Einkommen.

GEFANGEN IM INFLATIONSSTEIGERUNGSSYSTEM
Die Lokführer streiken sich arm – und uns alle auch
Der Streik der Lokführer ist ärgerlich. Aber offensichtlich können die Gewerkschafter gar nicht rechnen: Sie streiken sich arm. Wegen der derzeitigen Schick-Inflation wäre die doppelte Steigerung nötig, um nicht zu verarmen. Das kommt davon, wenn man nichts von Ökonomie versteht.

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