Jetzt beginnt wieder die Hölle für Mädchen und Frauen unter der Taliban-Herrschaft

IMAGO / Kyodo News

Aus für freie Frauen

Jetzt beginnt wieder die Hölle für Mädchen und Frauen unter der Taliban-Herrschaft

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Kabul ist gefallen – und mit Kabul die in den letzten Jahren langsam zurückgewonnene Freiheit der Frauen. Bereits binnen weniger Stunden begannen die Taliban die Scharia einzuführen. Das ganze Land wird von den Islamisten jetzt in eine mittelalterliche Hölle für Frauen verwandelt.

Ein Mann steht mit einer Farbrolle vor einem Beauty-Salon mitten im Kabul. Rechts ist noch ein Werbeplakat des Salons zu sehen: Eine wunderschöne Frau in einem weißen Brautkleid; sie trägt ihr langes Haar offen, ist geschminkt und zeigt ihre weibliche Figur. Auch auf den anderen zwei Plakaten posierten vorher schöne Frauen in weißen Brautkleidern, wie man sie aus dem Westen kennt. Doch der Mann ist gerade dabei, all dies zu übermalen. Schon vor dem Einmarsch der Taliban wurden Vorkehrungen getroffen.@MartinGlasenappKabul heute. Ein Schönheits-Salon überstreicht vorsorglich seine Außenwerbung. Die Taliban sind zurück. #Afghanistan Daily Mail

Dieses Übermalen von Frauen-Bildern gehört dazu. Frauen dürfen im öffentlichen Raum unter einer islamistischen Führung nicht mehr präsent sein. Es ist viel mehr als nur Farbe. Das Übermalen ist de facto eine Vernichtung. Denn der Einmarsch der Taliban ist nichts anderes als eine Vernichtung der freien Frau in Afghanistan. Derweil werden in Kabul Listen von unverheirateten Mädchen und Frauen erstellt. Islamisten erlauben nicht, dass Frauen unverheiratet bleiben. Es kann sich nur um wenige Tage handeln, bis die Zwangsheiraten beginnen.

Gerade die Frauen profitierten in den großen Städten von dem 20-jährigen NATO-Einsatz in Afghanistan, wo die Taliban vertrieben worden sind. Denn sie konnten sich dort in den letzten Jahrzehnten dadurch eine Freiheit aufbauen, die es vorher lange nicht gab. Sie gingen zur Schulde, studierten, gründeten Unternehmen, durften Polizistinnen werden und konnten sich sogar in das Parlament wählen lassen. Besonders Berufe wie Journalistinnen wurden plötzlich möglich – wenn auch unter Todesgefahr, denn die Taliban versuchen gezielt, Journalisten zu töten. Auch mussten die Frauen nicht ihr Gesicht verschleiern. Stattdessen konnten sie in Kabul stolz ihre weibliche Schönheit durch ihr offenes Haar und ihre geschminkten Gesichter zeigen. Es ist ein zwanzig-jähriger Kampf für Frauenrechte, der jetzt innerhalb Stunden vernichtet wird! Es war für die Frauen wirklich ein mühsamer, stolz geführter Kampf gegen die harten patriarchalischen Strukturen und einen strikten Islam.

Die mittelalterliche Hölle für Frauen

Die berühmte Frauenrechtlerin Ayaan Hirsi Ali schrieb in ihrem Buch „Beute“ 2021: Afghanistan „war in den vergangenen Jahrzehnten eines der schlimmsten Länder, wo man als Frau leben kann“. Dieser Zustand wird nun wieder durch die Taliban hergestellt. Relativ schnell ist zu beobachten, wie die Scharia – die islamische Rechtslehre – in Kabul und ganz Afghanistan angwendet wird. Die radikalislamische Miliz macht aus dem Land ein Kalifat. Besonders Kabul war die Stadt, in der viele Frauen sich von patriarchalischen Strukturen frei machten und Errungenschaften genießen konnten. So leben dort viele Frauenrechtlerin, die besonders in Gefahr sind.

Quelle

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