Von der Corona- zur Islam-Inzidenz

In diesem Text möchte ich Sie zu einem Gedankenexperiment einladen, dessen Ableitung aus der deutschen Politik zur Bekämpfung der Corona-Pandemie zunächst vollständig abwegig, mehr noch menschenverachtend erscheinen mag, jedoch nicht zwingend ein unrealistisches Szenario sein muss, sondern bei entsprechender politischer Gemengelage sogar naheliegen könnte; mit allen seinen Begleiterscheinungen. 

Es geht hierbei vordergründig um die Frage, ob es möglich ist, bestimmte Menschengruppen, die als gefährlich für die Gesellschaft gekennzeichnet werden, aus eben dieser gesetzlich auszuschließen und somit rechtssicher sozial auszugrenzen. Also darum, ob ein solches Unterfangen in seiner gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit in einem staatlichen Maßnahmen-Katalog zu fixieren ist.

Denn aus den anderthalb Jahren der deutschen Corona-Maßnahmen-Politik haben wir lernen dürfen, dass bei Proposition einer gesundheitlichen Gefahr von nationaler Tragweite nicht nur die massive Einschränkung der Grundrechte als Abwehrrechte gegen einen übergriffigen Staat statthaft sind, wobei ihre Restriktion schlichtweg diese Abwehrrechte negiert und ihre originäre Intention ins Gegenteil verkehrt. Sondern darüber hinaus spätestens mit der Behauptung der Impfung als einzigem Pandemiebrecher sogar die gesetzliche Diskriminierung ganzer Menschengruppen, in diesem Fall der Ungeimpften, entgegen Artikel 3 des Grundgesetzes rechtlich möglich erscheint, ohne dass vom deutsche Bundesverfassungsgericht hierzu auch nur ein Wort des Widerspruchs zu vernehmen ist.

Dass vor 1945 das NS-Terrorregime solch eine Imagination der Gefahr für den Volkskörper und die Volksgesundheit bis zu einer gesetzlichen Determination dezidierter Volksschädlinge vorantrieb – ein O-Ton, der auch heute im Angesicht der Corona-Pandemie von typisch deutschen Politdarstellern auf geschichtsvergessene Weise bedient wird –, ist ein Menetekel für diejenige Fraktion, die heute nicht nur „Nie wieder Faschismus“ ruft, sondern auch den als „Corona-Nazis“ kodierten Ungeimpften den Kampf ansagt.

Der Islam als reale Bedrohung für Leib und Leben derjenigen, die nicht halal sind

Durch Konstruktion einer universellen Gefahr für Leib und Leben erscheint es im Deutschland des 21. Jahrhundert demnach rechtlich zulässig, die als Gefahrenquelle identifizierte Menschengruppe staatlicherseits zu diskriminieren und damit gesamtgesellschaftlich zu ächten. Da dies einen Präzedenzfall in der demokratischen Geschichte der Bundesrepublik seit 1945 manifestiert, ist seine Fortführung beziehungsweise Übertragung auf andere Gefahrenszenarien durchaus im Bereich des Realpolitischen. 

Was ist zum Beispiel mit dem Islam, der nicht erst seit dem gegenwärtigen Durchmarsch der klerikal-faschistischen Taliban in Afghanistan, vielmehr noch durch all die Verwerfungen im muslimischen Teil des Nahen Ostens manifestiert, dass er durch Terror, Bomben- und Selbstmordanschläge, Ehrenmorde, physische Vernichtung von Ungläubigen, Ex-Muslimen beziehungsweise Homosexuellen, der allumgreifenden Diskriminierung von Frauen sowie jeglicher Destruktion von nicht islamkonformen gesellschaftlichen Strukturen eine reale Bedrohung für Leib und Leben all derjenigen darstellt, die nicht halal sind? Ganz zu schweigen von denjenigen Repräsentationen solch eines Vernichtungsislams, die bereits heute ihr Gift in der deutschen Gesellschaft verbreiten.

Die mit dem Islam identifizierte Menschengruppe der Muslime repräsentierte in diesem Planspiel so offenkundig die vermeintliche Gefahrenquelle. Natürlich ist nicht jeder Muslim gefährlich, so wenig wie jeder Ungeimpfte ein reales Lebensrisiko für sich selbst und andere darstellt. Jedoch hindert Letzteres die deutsche Politik nicht daran, die Ungeimpften als Wurzel allen Corona-Bösen darzustellen, wie es CSU-Chef Markus Söder erst kürzlich in seinem Drohgebilde von der „Pandemie der Ungeimpften“ tat. Die Gefahr, die von einem einzelnen ungeimpft Erkrankten ausgehen mag, wird generalisiert und allen Ungeimpften zugeschrieben.  https://657fef51db84681048d58dc05dedbf62.safeframe.googlesyndication.com/safeframe/1-0-38/html/container.html

Chinas Politik gegen die muslimischen Uiguren als Vorbild?

Da niemand in den Kopf eines Muslims schauen kann, ließe sich so das Gefahrenpotenzial, das einzelnen muslimischen Gefährdern und gewaltbereiten Islamisten innewohnen mag, der gesamten Gruppe der Muslime in Deutschland überstülpen. Ob dies nun korrekt ist oder nicht, gar gerecht, spielt in der Übertragung der Söderschen Klaviatur des Corona-Schreckens auf den Islam so keinerlei Rolle.

Sind mit Söders Worten die Ungeimpften die Treiber der Pandemie, ließe sich Vergleichbares gleichwohl auf jeden Muslim als pandemischen Transporteur des islamistischen Horrors konstatieren. Zudem stellte der einzelne Muslim mit seinem als Fährnis assoziierten Glauben ja nicht nur ein Risiko für andere, sondern in letzter Konsequenz von potenziellem Selbstmordattentat und militantem Dschihad auch für sein eigenes Leben dar. Und hätte er qua Glaubensbekenntnis nicht auch eine Art von Long-Islam-Syndrom, das ihn selbst im Fall der Apostasie oder Häresie bis an sein Lebensende verfolgte?

Wäre es dann demzufolge nicht naheliegend, die Corona-Maßnahmen-Politik zu einem restriktiven und proaktiven Instrument in der Abwehr der realexistenten Gefahren des Islams für Leib und Leben fortzusetzen? Dass dies nicht unbedingt abwegig erscheint, zeigt das Beispiel China eindrucksvoll auf. Das drastische Vorgehen Deutschlands in Bezug auf das Coronavirus hat eben seine Wurzeln auch in der chinesischen Pandemiepolitik von Lockdown und Quarantäne. Und China beweist seine totalitär-menschenverachtende Vehemenz dabei nicht nur in der Bekämpfung eines Virus, sondern auch im Umgang mit seiner muslimischen Minderheit der Uiguren, die zwecks Umerziehung sogar in Konzentrationslager quarantänisiert werden, um sie von ihrem „falschen“ Weg abzubringen. 

Soll das Beispiel Chinas dann als Muster der Abwehr des islamistischen Risikos in Deutschland dienen? Würde so zunächst unmittelbar die Idee der Corona-Inzidenz, die aktuell allem staatlichen Handeln als Richtschnur dient, in einer Islam-Kennzahl oder Islam-Inzidenz aufgehen, die besagt, wie viele Muslime auf 100.000 Einwohner kommen? Und wäre so diese Zahlen also nicht nur als Auftrag an die Politik zum Agieren gegen die gewalttätigen und mörderischen Ausformungen des Islams zu verstehen, sondern die Bevölkerung darüber hinaus tagtäglich in Leitmedien und der Tagesschau mit diesen zu konfrontieren, um Macht ihrer Absolutheit das reale oder imaginierte Bedrohungspotenzial des Islams zu verdeutlichen? 

Führte so Überschreiten einer bestimmten Islam-Inzidenz zum Lockdown?

Zöge beispielsweise so das Überschreiten einer bestimmten Islam-Inzidenz nicht augenblicklich eine jeweilige, zuvor rechtlich festgesetzte Stufe eines Islam-Lockdowns nach sich, um damit etwaigen Gefährdern gar nicht erst den Raum zu geben, ihr Potenzial von Terror und Gewalt auszufüllen, sondern sie präventiv in ihrer Bewegungsfreiheit einzuschränken? 

Wenn alle ab einer bestimmten Corona-Inzidenz nach 22 Uhr das Haus nicht verlassen dürfen, ließe sich diese zeitliche Restriktion doch zweifellos auch mit einer Islam-Kennzahl verbinden? Also: Mehr als 100 Muslime pro 100.000 Einwohner, dann darf des Nachts niemand mehr raus, um jede nächtliche Planung von Terroranschlägen im Kern zu ersticken? Und wenn ab einer Indzidenz von 50 Muslimen pro 100.000 Einwohner sich nur noch maximal fünf Menschen aus zwei Haushalten daheim treffen dürfen, ist so nicht jede islamistische Konspiration bereits im Bereich des Unmöglichen?

Könnte man analog zur Maskenpflicht, nur in umgekehrter Ausführung, nicht eine Pflicht zum Ablegen jeder muslimisch konnotierten Bekleidung, wie der des Kopftuchs, einführen und dies allen Bundesbürgern auferlegen? Müsste also jeder Bürger so dann nicht „Gesicht“ zeigen, statt sich hinter der Fassade einer fakultativ gefährlichen Religiosität zu verstecken? Denn dem so verhüllten Gesicht sieht man seine reale Gefahr ja schließlich nicht an, oder? Und dient das Tragen eines Kopftuchs nicht schon der Ausbreitung eines streng-islamischen Dogmas, analog zum Narrativ der Corona-Wächter, dass das Nichttragen einer Maske eben auch die Verbreitung des Virus massiv begünstige.

Und könnte der zur Teilnahme am gesellschaftlichen Leben obligate (24-Stunden-)Corona-Test nicht in einem (24-Stunden-)Muslim-Test aufgehen, der besagt dass man seit mindestens einem Tag kein Muslim mehr ist? Und würde dann jeder, der sich diesem Test nicht unterzieht, automatisch als Gefahrenquelle und damit Muslim ausgemacht, wie es der politische Aktionismus des Corona-Tests vorlebt? Müsste dann auch derjenige, dessen Muslim-Test positiv ist, sich in eine Zwangsquarantäne begeben, um in einer Art von Selbstisolation via innerer Einkehr die Abkehr weg von seiner möglicherweise gefahrvollen Religiosität zu finden?  https://657fef51db84681048d58dc05dedbf62.safeframe.googlesyndication.com/safeframe/1-0-38/html/container.html

Öffentliche Apostasie weg vom Islam als Analogie zur Impfung

Und verhinderte solch ein positiver Test nicht auch jede Ausreise, um bereits von vorneherein eine etwaige Verbrüderung beziehungsweise ein Networking mit ausländischen islamistischen Kräften zu unterbinden und damit präventiv jedem Superspreading einer islamistischen Ideologie entgegenzuwirken? Und würde sich in Veranstaltungen von Muslimen in Islam-Hotspots, also solchen Stadtteilen, die eine bestimmte Islam-Inzidenz überschreiten, so nicht auch ihre Gefahr als solch ein islamistisch geschwängerter Superspreader potenzieren, was Veranstaltungen im Allgemeinen nur bis zu einer gewissen Größe für alle Bundesbürger notwendigerweise erlauben würde?

Und gäbe es dann schließlich zur Befreiung vom lästigen Test die Möglichkeit der öffentlichen Apostasie weg vom Islam, der Analogie zur Impfung als Ausweg aus der Corona-Pandemie? Wäre der Muslim in diesen Überlegung dann nicht das Gegenstück zum Ungeimpften? Denn genau wie dieser könnte er sich durch einen spezifischen Akt – hier das Impfen, dort die Apostasie – selbst aus der gesetzlichen wie sozialen Diskriminierung befreien. Der islamische Glauben hat ja nun einmal ganz im Gegensatz zum Judentum keinerlei ethnische Komponente und ist demzufolge nur eine selbstgewählte Religiosität, die eben auch abzulegen sein sollte, da im Gegensatz zu fundamental-islamischen Ländern dem Apostaten in Deutschland nicht die Todesstrafe droht. 

Natürlich wäre kein Muslim verpflichtet dies zu tun, so wenig wie heute ein Ungeimpfter sich impfen lassen muss; mit den Konsequenzen wiederum würden dann aber beide leben müssen, wie es der SPIEGEL, das Leitblatt der pseudoliberalen Impfboheme, bereits in Bezug auf die Corona-Ungeimpften postuliert.

Wäre dieser Akt der Apostasie so nicht auch nur ein Mittel des Selbstschutzes, sondern mehr noch ein Dienst an der Gesellschaft, wie es derzeit aus den Mündern der Corona-Impfpropagandisten undifferenziert schallt? Und da es mittlerweile rechtlich zulässig ist, Ungeimpfte vom gesellschaftlichen Leben auszuschließen, könnte man dies dann so schlussendlich auch für Muslime umsetzen? Das heißt, es gäbe folglich ausdrücklich Geschäfte und (staatliche) Einrichtungen, die von Muslimen nicht betreten werden dürften? Oder alternativ: Wie stünde es um eine Armbinde zur Kennzeichnung von Muslimen, wie es der Europapark vor Kurzem zeitweise für Ungeimpfte vorsah? So würde man die Anhänger des Islams doch auf den ersten Blick erkennen können!?

Eine Islam-Kennzahl ablehnen, aber die Corona-Inzidenz verteidigen?

Wie Sie sehen, sind der Phantasie keine Grenzen gesetzt. Und auch das ist augenscheinlich ein Punkt, den wir von der deutschen Pandemiepolitik gelernt haben sollten: Die Kreativität der Maßnahmen erscheint schier unerschöpflich. Heißt es mal aus Regierungskreisen, diese Zwangsbeglückungen sollten nur so lange gelten, bis jeder ein Impfangebot hat, wird vom bayerischen Corona-Bezwinger Söder bereits postuliert, dass nur eine hohe Impfquote von Corona befreie. Wobei die Södersche Brandmarkung der Ungeimpften als Treiber der Pandemie nur eine Facette zur Durchsetzung des Corona-Regimes ist. 

Sicherlich finden Sie noch weitere Entsprechungen zu den Corona-Maßnahmen, die sich auf den Umgang mit den Gefahren des Islams übertragen ließen, ob sie nun real oder schlicht eingebildet sind. Nur, und das soll die Quintessenz sein: Solch eine Verfahrensweise in Bezug auf Muslime mag zwar aus den Corona-Maßnahmen herleitbar sein, jedoch ist sie menschenverachtend, totalitär und kollektivistisch, das heißt im Kern vollständig faschistisch. Und aus diesem Grunde auch komplett abzulehnen und mit allen Mitteln zu bekämpfen.

Wenn das also der Fall ist, was heißt das dann für die Corona- und Impf-Politik sowie all ihre Verfechter? Was sagen dazu also all diejenigen, die mit Verve auch noch jede Corona-Maßnahme und die indirekten Zwangsimpfungen unterstützen, indes das oben konstruierte Szenario aufgrund seiner gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit und seiner faschistischen Gesinnung ablehnen? Wer also gegen solch eine Islam-Inzidenz aus all den genannten Gründen ist, wie kann diese Person ernsthaft hinter der Corona-Politik der Bundesregierung stehen?

Quelle

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