Schon am Sonntag habe ich einen Korrespondentenbericht des russischen Fernsehens übersetzt, in dem gesagt wurde, dass die US-Soldaten am Flughafen von Kabul nach der Bombenexplosion in Panik wild um sich geschossen haben. Diese Meldungen bestätigen sich nun. Das russische Fernsehen hat einen Korrespondenten in Kabul, der sich in der Stadt offenbar frei bewegen kann und täglich mehrere Korrespondentenberichte übermittelt. Am Montag bestätigte er Meldungen, dass US-Soldaten nach den schrecklichen Explosionen am Kabuler Flughafen in Panik in die Menge geschossen haben:

„Es hat sich herausgestellt, dass ein erheblicher Teil der Opfer des Terroranschlags vom 26. August durch Schüsse des US-Militärs getötet und verwundet wurde. (…) Nach der Explosion gerieten die Amerikaner nicht nur einfach in Panik und begannen, in alle Richtungen zu feuern, sondern sie begannen, gezielt zu schießen. Bei den meisten Verletzten und Toten handelte es sich um Menschen, die im Kopf- und Brustbereich getroffen worden waren.“

In seinen Korrespondentenberichten hat er Augenzeugen interviewen können, die ihm erzählt haben, dass die US-Soldaten nach der Explosion und in dem Chaos in Panik wild um sich geschossen haben. Es wird sogar vermutet, dass ein Teil der bei dem Anschlag gestorbenen US-Soldaten dabei nicht durch die Explosion, sondern durch Friendly Fire getötet worden sein könnten. Die Antwort darauf dürften Autopsien der Toten geben, falls die USA sie denn durchführen werden.Afghanische Ärzte bestätigten die Meldungen und erzählen laut diesen Berichten, dass viele der Opfer Schussverletzungen hatten und nicht durch die Explosion gestorben sind. In seinem Bericht über den Besuch eines Krankenhauses hat eine Augenzeugin dem russischen Korrespondenten folgendes erzählt:

„Da war Chaos, alle sind gelaufen. Die Amerikaner dachten wohl, unter uns wären Terroristen und sie haben deshalb das Feuer auf unbewaffnete Menschen eröffnet. Bei der Explosion sind wenig Menschen gestorben, weil sie näher bei den Amerikanern war. Die meisten starben bei dem wilden Schießen der Amerikaner, sie haben in alle Richtungen geschossen.“

Eine andere erzählte:

„Als die Explosion geschah, waren wir ein Stück entfernt und sind am Leben geblieben. Aber dann haben wir gesehen, wie die Amerikaner auf Menschen geschossen haben, auf Verletzte und Überlebende.“

Der Korrespondent fügte hinzu, dass die Augenzeugen ausdrücklich davon sprachen, dass die Amerikaner in Panik um sich geschossen haben und um zu verhindern, dass die Menge in dem Chaos auf das Flughafengelände kommt. Ich erwähne das ausdrücklich, damit nicht der Eindruck entsteht, der Korrespondent instrumentalisiere den Vorfall für plumpe anti-amerikanische Stimmungsmache.Aber egal, warum die US-Soldaten wild um sich geschossen haben, die Erschossenen werden dadurch nicht wieder lebendig.In meinem neuen Buch „Abhängig beschäftigt – Wie Deutschlands führende Politiker im Interesse der wirklich Mächtigen handeln“ habe ich mich sehr intensiv mit weiteren Themen rund um die komplexen Zusammenhänge der gesteuertern Politik im Westen und deren brisanten Verstrickungen mit einer ganzen Reihe von Organisationen beschäftigt und dabei einiges zu Tage gefördert.Das Buch ist aktuell in diesem Monat erschienen und ausschließlich hier direkt über den J.K. Fischer Verlag bestellbar.