Neuseeland untersucht Todesfall nach Impfung

Zusammenhang wahrscheinlich

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Die Frau war mit dem Vakzin von Biontech/Pfizer geimpft worden.

(Foto: dpa) Eine Frau in Neuseeland stirbt, kurz nachdem sie eine Corona-Impfung erhalten hat. In diesem Fall sind die Behörden überzeugt, dass es einen Zusammenhang gibt. Die neuseeländischen Gesundheitsbehörden melden einen ersten Todesfall, den sie unmittelbar mit dem Corona-Impfstoff von Biontech/Pfizer in Verbindung bringen. Laut einer Erklärung des Independent Safety Monitoring Board starb die Frau an einer Myokarditis, einer Entzündung der Herzmuskelwand. Zuvor war sie mit Biontech/Pfizer gegen Corona geimpft worden. Myokarditis ist als eine seltene Nebenwirkung des Impfstoffs bekannt. imago0088366025h.jpg Wissen 10.08.21 Myokarditis und Perikarditis Herzprobleme nach Impfung treffen vor allem Männer Die Behörden verweisen jedoch darauf, dass die Todesursache der Frau noch nicht abschließend geklärt ist. Sie wird nun obduziert, um darüber Gewissheit zu gewinnen. Das Gremium ist jedoch der Ansicht, „dass die Myokarditis wahrscheinlich auf die Impfung zurückzuführen ist“, hieß es. „Dies ist der erste Fall in Neuseeland, bei dem ein Todesfall in den Tagen nach der Impfung mit dem Pfizer-Impfstoff gegen Covid-19 in Verbindung gebracht wurde.“ Zuvor hatte es bereits Meldungen über Todesfälle gegeben, bei denen eine Verbindung zur Impfung jedoch ausgeschlossen werden konnte. Der neuseeländische Gesundheitsminister Ashley Bloomfield sagte in einer Stellungnahme, man sei mit dem Fall an die Öffentlichkeit gegangen, um sicherzustellen, dass Geimpfte und medizinische Fachkräfte für diese mögliche Komplikation sensibilisiert werden. „Wenn jemand mit Brustschmerzen oder Kurzatmigkeit oder Herzklopfen auftaucht und vor Kurzem geimpft wurde“, sollten sie sich bewusst sein, dass sie sich das ansehen müssen. Der Fall sei auch international von großem Interesse, „weil er einer der wenigen Fälle ist, in denen wir die gesamte Bandbreite der Nebenwirkungen kennen und diesen Todesfall erklären können“. Bloomfield betonte, dass das Risiko einer Myokarditis nach einer Impfung aber viel geringer sei als im Fall einer Erkrankung an Covid-19. Eine israelische Studie hatte ergeben, dass bei 2,7 von 100.000 Personen, die mit dem Pfizer-Impfstoff geimpft wurden, eine Myokarditis auftrat. Dieselbe Studie ergab, dass das Risiko einer Myokarditis mit Covid-19 viermal höher war (11,0 pro 100.000 Infizierte).Geringe ImpfquoteIn der Mitteilung des Independent Safety Monitoring Board werden keine Details zu Alter oder möglichen Vorerkrankungen der Frau genannt. Es wurde lediglich festgestellt, dass „gleichzeitig andere medizinische Probleme auftraten, die das Ergebnis nach der Impfung beeinflusst haben könnten“. Dem „New Zealand Herald“ zufolge starb die Frau bereits im Juli. Mehr zum Thema Nach Corona-Impfung Auch Jugendliche von Myokarditis betroffen Video Bilic zu Hintergründen EMA prüft weitere Nebenwirkungen von mRNA-Impfstoffen In Neuseeland werden unerwünschte Ereignisse nach Impfungen an das Center for Adverse Reactions Monitoring (CARM) gemeldet. Alle Fälle mit tödlichem Ausgang werden zur Überprüfung an das Independent Safety Monitoring Board verwiesen. Ziel ist es, möglichst viele Informationen zu dem Fall zusammenzutragen, um Zusammenhänge mit der Impfung eindeutig zu belegen. Die Behörden drückten der Familie und den Freunden der Frau ihr Mitgefühl aus und dankten der Familie für ihre Unterstützung bei dieser Untersuchung.Neuseeland befindet sich derzeit wegen der Ausbreitung der hochinfektiösen Delta-Variante im Lockdown. In dem Land wird bisher ausschließlich mit Biontech/Pfizer geimpft. Bislang wurden mehr als 3,3 Millionen Dosen des Zweifach-Impfstoffs verabreicht – genug, um etwa 23 Prozent der Bevölkerung vollständig zu immunisieren.

Quelle: ntv.de, sba THEMEN NeuseelandCorona-ImpfungBiontechPfizerTodesursache

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