Weil: Einschränkungen für Ungeimpfte sind unumgänglich

Stand: 11.09.2021 14:24 Uhr

Wer ungeimpft ist, muss bei hohen Corona-Zahlen mit stärkeren Einschränkungen rechnen, so Niedersachsens Ministerpräsident. Er setzt auf die 2G-Regel bei bestimmten Veranstaltungen und Einrichtungen.

„Wenn die Corona-Infektionszahlen und die Zahlen infizierter Patientinnen und Patienten in den Kliniken deutlich ansteigen, werden Einschränkungen für ungeimpfte Menschen unumgänglich sein“, sagte Stephan Weil (SPD) im Interview mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (NOZ). Der Grund sei nicht, dass die Politik die Betroffenen ärgern wolle, „sondern dass von dieser Gruppe die Risiken ausgehen“, betonte Weil. Wer sich aus medizinischen Gründen nicht impfen lassen könne, für den müssten dann besondere Regelungen gelten, ebenso für Kinder.

„Maßnahmen auf diese Gruppe konzentrieren“

Da das Problem der Infektionen bei den Ungeimpften liege, „müssen sich auch alle einschränkenden Maßnahmen auf diese Gruppe konzentrieren, und zwar insbesondere dort, wo viele Menschen zusammenkommen.“ Geimpfte hätten dagegen schlimmstenfalls einen milden Krankheitsverlauf zu befürchten. Auch seien diese Menschen im Großen und Ganzen nicht ansteckend. „Die Zahl der Impfdurchbrüche ist überschaubar: ein Mensch auf 4.000 Geimpfte.“

Weil setzt auf 2G

Der Ministerpräsident schlägt 2G vor – also dass nur Geimpfte und Genesene Zutritt zu bestimmten Einrichtungen haben. Ungeimpfte könnten dann zum Beispiel keine Restaurants, Kultur- und Sportveranstaltungen besuchen und müssten soziale Kontakte auf ein Minimum reduzieren. „Wer die 2G-Regelung für Geimpfte und Genesene einführt, der kann bei Gästen und Besucherinnen und Besuchern auf die Maskenpflicht und auf Abstand verzichten“, sagte Weil. Hamburg habe damit gute Erfahrungen gemacht.

Eine Frau mit Mundschutz steht an einem Fenster und blickt ins Licht. © imago images Foto: Action Pictures/imago

Quarantäne: Ungeimpfte müssen mit Verdienstausfall rechnen

Bald sollen Ungeimpfte in Niedersachsen, die in Quarantäne müssen, keine Entschädigung mehr bekommen. Es gibt Kritik. (10.09.2021)

„Das ist kein staatlicher Eingriff“

Die 2G-Regelung wird laut Weil dann eine private Entscheidung sein. „Wir eröffnen den privaten Anbietern Alternativen.“ Sie könnten frei entscheiden. „Das ist kein staatlicher Eingriff“, betonte Weil. Bei öffentlichen Einrichtungen gebe es dagegen einen rechtlichen Anspruch auf Zutritt.

Kein Quarantäne-Geld für Ungeimpfte

Niedersachsens Sozialministerin Daniela Behrens (SPD) hatte am Freitag ebenfalls Einschränkungen für Menschen angekündigt, die sich gegen Corona impfen lassen könnten, dies aber nicht tun. Für einen Verdienstausfall wegen Quarantäne sollen sie aus ihrer Sicht bereits ab Oktober nicht mehr entschädigt werden.

Quelle

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