Regierung beantwortet Klimafragen – Wissen die, was sie tun?

Von Titus Gebel, Annette Heinisch, Peter Heller und Carlos A. Gebauer 

Wer aufgrund einer behaupteten Klimakatastrophe den Totalumbau der Gesellschaftsordnung fordert, muss über seine Beweggründe Rechenschaft ablegen können. Zu diesem Zweck haben wir, eine Gruppe von kritischen Bürgern, allen Bundestagsfraktionen 16 Klimafragen zur Beantwortung vorgelegt (www.klimafragen.org). 34.000 Bürger haben sich unserer Initiative angeschlossen. 

FPD, AfD und SPD haben die Fragen beantwortet, die Grünen haben den Diskurs explizit verweigert, weil ihnen einige der Erstunterzeichner nicht gefallen. Sie geben so einen kleinen Vorgeschmack auf die zu erwartenden Zustände, wenn sie erst an der Macht sind. Union und Linke stellten sich tot. 

Im Nachgang wurden AfD-Bundestagsabgeordnete ihrer Oppositionsfunktion gerecht und legten im Wege mehrerer Kleiner Anfragen die Klimafragen der Bundesregierung vor. Auch deren Antworten sind nun vollständig eingegangen und auf klimafragen.org dokumentiert. 

Die Aktion ist damit abgeschlossen und es ist an der Zeit, ein Fazit zu ziehen.

Stand der Wissenschaft

Offenbar bestehen bei den Entscheidungsträgern Unklarheiten über den Stand der Wissenschaft. So schreibt die Bundesregierung in ihrer Antwort auf Klimafrage 16, es sei

„zweifelsfrei nachgewiesen, dass der aktuelle Klimawandel auf menschliche Aktivitäten zurückzuführen ist.“ 

Das ist objektiv falsch. Es kann zwar als bewiesen angesehen werden, dass die Temperatur zumindest auf der Nordhalbkugel angestiegen ist, dass die CO2-Konzentration in der Atmosphäre zugenommen hat und dass diese CO2-Zunahme im Wesentlichen vom Menschen verursacht ist. Es ist aber gerade nicht bewiesen, dass die CO2-Zunahme die entscheidende Ursache für den Temperaturanstieg ist. Richtig ist, dass es eine gleichlautende Hypothese gibt, die von einer Mehrheit der Klimawissenschaftler geteilt und für hochwahrscheinlich gehalten wird. Bis heute gibt es dafür aber keinen falsifizierbaren Nachweis. Das ist angesichts der Vielzahl von Parametern, die das Klima bestimmen, auch nicht weiter verwunderlich. 

Für die Modellierung des Klimas ist ein extrem kompliziertes System von partiellen nichtlinearen Differentialgleichungen mit stochastischem Anteil numerisch zu lösen. Um überhaupt rechnen zu können, benötigen die Computer Werte für sogenannte „Rand- und Anfangsbedingungen“ in diesem System. Die Ergebnisse hängen entscheidend davon ab. Diese Bedingungen lassen sich zum großen Teil jedoch nur schätzen. Als Beispiel sei hier nur die Aufnahme und Abgabe von CO2 durch die Böden genannt, wozu die Untersuchungen erst in den Anfängen stecken. Das fügt unausweislich ein Element der Beliebigkeit in sämtliche Modellierungen ein, welches die Ergebnisse entscheidend beeinflussen kann. Denn in den von ungeheuer komplizierten Wechselwirkungen geprägten Systemen kann sich eine kleine Abweichung von der Realität bei den Annahmen zu großen Fehlern im Ergebnis aufschaukeln. Ein solches Problem lässt sich auch nicht durch eine noch so erhebliche Steigerung der Rechenleistung oder höhere Komplexität der Modelle beheben. 

Fakt ist:Keines der bisherigen Modelle hat bisher jemals korrekt das vergangene Klima plausibel beschrieben und zugleich das laufende Klima vorhergesagt. Manche Modelle nähern sich dem tatsächlichen Verlauf phasenweise an, aber eben nur phasenweise, d.h. nicht dauerhaft. Hier werden also bloße Möglichkeiten oder verdichtete Wahrscheinlichkeiten als Sicherheit verkauft. Aber selbst das wahrscheinlichste Szenario ist nicht sicher. Es kann auch ganz anders kommen. 

Darüber hinaus versteift sich die Bundesregierung gar auf die Aussage, dass es keine wissenschaftliche Kontroverse mehr gebe über:

„…das Tempo des Klimawandels, über die Aussagekraft von Klimamodellen, über die Höhe des menschlichen Anteils am Klimawandel, über die direkten und indirekten Einflüsse der Sonne und der Wolkenbildung, über den Wärmeaustausch zwischen Atmosphäre und Ozeanen, über die CO2-Bindekraft von Pflanzen und über Art und Ausmaß der Auswirkungen des Klimawandels auf unseren Planeten oder konkrete Wege zu seiner Bewältigung.“ (Klimafrage 2)

Dass das nicht stimmen kann, ergibt bereits folgende Kontrollüberlegung im Hinblick auf „Wege zu seiner Bewältigung“: Viele Länder sehen die Kernenergie als Mittel zur Erreichung der Klimaziele an, Deutschland nicht. Mithin besteht kein Konsens. Damit ist die Aussage der Bundesregierung bereits widerlegt. 

Und selbst Wikipedia, sicher kein Hort der Klimaskeptiker, bestätigt im Artikel Folgen der globalen Erwärmung: „Während über die Ursachen der globalen Erwärmung weitgehend Einigkeit besteht …, werden ihre Folgen intensiv erörtert.“ (Hervorhebung durch die Autoren).

Kein Konsens der Wissenschaftler

Anstelle auf die strittigen Punkte einzugehen, beruft sich die Regierung auf eine Studie von 2016, wonach 99,94 Prozent aller Klimawissenschaftler den menschgemachten Klimawandel bejahten. Selbst wenn das wahr wäre, ist damit aber doch noch nichts über die anderen Punkte gesagt! Wer nur ein bisschen Wissenschaftserfahrung hat, wird sofort erkennen, dass es vollkommen ausgeschlossen ist, dass in sämtlichen Bereichen eine fast 100 prozentige Übereinstimmung herrscht, als da wären: Erwärmung UND Ursachen UND Folgen UND Tauglichkeit UND Angemessenheit der Maßnahmen.Die Schweizer Weltwoche weist demgegenüber auf eine amerikanische Umfrage unter 463 Klimawissenschaftlern von 2017 hin. Demnach sagen 1 Prozent, es gebe gar keine Erwärmung, 8 Prozent wissen es nicht, weitere 21 Prozent sehen vollständig oder größtenteils natürliche Ursachen, 21 Prozent halten die Erwärmung für etwa zur Hälfte menschgemacht, während 49 Prozent davon ausgehen, dass die Erwärmung vollständig oder größtenteils menschgemacht ist (Weltwoche, Sonderheft Klimawandel, 11. Juli 2019, S. 24, Grafik links oben). Auch wenn die Umfrage von 2017 ist und in den vergangenen vier Jahren sicher der eine oder andere Wissenschaftler unter dem öffentlichen Druck umgefallen ist, ein „Konsens“ sieht anders aus. Natürlich liegt es nahe, dass die Regierung und die Abgeordneten sich an der Mehrheitsmeinung in wissenschaftlichen Fragen orientieren. Sie sollten aber nicht so tun, als ob alle Abweichler in Klimafragen unwissenschaftliche Leugner oder Trottel seien. Das Abkanzeln der zahlreichen von uns aufgeführten Kritiker als unseriös oder längst widerlegt ist nicht ansatzweise überzeugend. Dazu ist das Klima-Thema zu komplex und zu wichtig. Man mag es kaum glauben, im 21. Jahrhundert daran erinnern zu müssen, aber: Auch die Naturwissenschaften sind keine normativen Disziplinen, die letztgültige Wahrheiten dogmatisch festlegen. Sondern Methoden zur kritischen Analyse und Überprüfung von Vermutungen. Wissenschaft lebt von begründeten Zweifeln und erstirbt, wo sie die Gegenrede unterdrückt.

Folgen des Klimawandels

Unklare Sprache zeigt unklares Denken. Klimawandel bedeutet nicht automatisch Klimanotstand. Das ist logisch, scheint jedoch der Bundesregierung nicht bekannt zu sein. Die einleitende Frage „aufgrund eines behaupteten Klimanotstands…“ kontert die Regierung wie folgt: „Die Bundesregierung widerspricht der Aussage, es handele sich beim anthropogenen Klimawandel um eine Behauptung.“Es ist wichtig zu verstehen, dass die Frage, ob ein Klimawandel vorliegt, auf Daten und Beobachtungen beruht (mit den genannten Unsicherheiten), während die weitere Frage, welche Folgen sich aus der Erwärmung ergeben, einer noch viel größeren Ungewissheit unterworfen ist. Denn denkbare Auswirkungen klimatischer Veränderungen stehen natürlich immer im Zusammenhang mit den technischen Möglichkeiten und Schutzmaßnahmen der Menschen, die so oder so ausfallen können. Entgegen der Auffassungen von Bundesregierung, FDP und SPD lässt sich daher nicht wirklich bestimmen, mit welcher Wahrscheinlichkeit aus identifizierten Risiken reale Gefährdungen erwachsen. Viele Extremwetterphänomene treten bislang nicht häufiger auf. Das Antarktiseis schmilzt nicht, obwohl das erwartet worden war. Erhebliche Unsicherheiten durchziehen nahezu alle Ergebnisse der Klimaforschung. Robuste Klimaszenarien für einzelne Regionen sind bislang nicht möglich, weshalb sich konkrete Folgen der Erwärmung schlecht bestimmen lassen. Und es gibt bislang weltweit keine wissenschaftlich belastbaren Modelle, die die Folgen des Klimawandels abbilden können.Aber selbst wenn solche Phänomene tatsächlich häufiger oder heftiger würden, was begründet den angeblichen Klimanotstand oder gar eine Klimakatastrophe? Genannt werden vor allem der Anstieg des Meeresspiegels, drohende Stürme, Dürren, Waldbrände und Überschwemmungen.Mit Verlaub, aber das sind Naturereignisse, die spätestens seit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts keine echte Bedrohung für entwickelte Länder mehr darstellen, schon gar keine existenzielle. Was tut man gegen Überschwemmungen und steigende Meeresspiegel? Deiche bauen, das tun die Holländer seit Jahrhunderten und die leben bis zu sieben Meter unter dem Meeresspiegel. Was tun wir gegen Hitzewellen? Zwar erschließt sich der SPD erstaunlicherweise „nicht, warum steigender Wohlstand oder technologischer Fortschritt den Menschen vor dem Hitzetod bei extremen Temperaturen schützen sollen.“ (Klimafrage 6) Die Lösung ist etwa in Dubai zu besichtigen: Man nennt es Klimaanlagen. Und gegen Dürre? Wir empfehlen künstliche Bewässerung, wie das die Australier in einem sehr trockenen Land vorexerziert haben. Wirbelstürme und Hurrikane? Ein probates Mittel sind stabile Häuser. Das machen die Menschen in Florida so und beklagen viel weniger Schäden und Unwettertote als die schlechter gebauten Siedlungen auf den Karibikinseln.So richtige Katastrophenstimmung kommt also nicht auf. Mutmaßlich deswegen müssen nun wohl die sogenannten Kipppunkte her. Bei bestimmten Elementen des Klimasystems (z.B. Grönlandeis) wird ein zuvor modellierter Kipppunkt prognostiziert, bei dessen Überschreiten eine nicht-lineare Veränderung des globalen Klimas ausgelöst werden soll.Aber: Selbst der Weltklimarat hält das Wissen über die Kipppunkte für so dünn, dass er keine Prognose wagt. Im aktuellen IPCC-Bericht von 2021 kennzeichnen die Experten das Wissen über viele vermeintliche Kipppunkte noch immer mit dem Terminus „wenig Vertrauen“. Zwar erwartet der UN-Bericht eine eisfreie sommerliche Arktis „wahrscheinlich“ noch in diesem Jahrhundert, sieht in dieser Entwicklung aber mit „hohem Vertrauen“ keine Gefahr für abrupte und erhebliche Klimaveränderungen. Auch der Rückgang des grönländischen Inlandeises wird nicht mehr als potenzieller Kipppunkt betrachtet. Das Kollabieren des arktischen Inlandeises und ein Versiegen des Golfstroms könnten zwar durchaus Kipppunkte sein, beides aber steht nach Ansicht der Gelehrten in absehbarer Zukunft auch weiterhin nicht zu befürchten.Und warum bauen China und Indien eigentlich am laufenden Band Kohlekraftwerke, wenn die Folgen so schrecklich sind? Damit würden sie doch gegen ihre eigenen Interessen handeln. Noch eine Kontrollüberlegung: Stellen wir uns vor, Außerirdische kämen auf die Erde, um uns zu erforschen. Sie würden uns darauf hinweisen, dass seit dreißig Jahren (solange gibt’s den Weltklimarat) die Menschheit wächst und gedeiht, sich das Pflanzenwachstum beschleunigt hat, der Hunger zurückgedrängt wurde und auch die Opfer von Naturkatastrophen weniger geworden sind. Man könne die Periode seither also auch als Klima-Optimum bezeichnen.

Hier ist doch was faulAber lassen Sie uns annehmen, es drohte wirklich eine Klimakatastrophe, wenn die CO2-Produktion nicht weltweit massiv eingeschränkt wird. Lassen Sie uns weiter annehmen, „Aufgeklärte“ hätten dies erkannt.Wenn es einen echten Klimanotstand gäbe, müssten die Aufgeklärten doch politischen Druck auf Länder wie China und Indien mit ihren hohen und ständig steigenden CO2-Emissionen ausüben. Wenn es einen echten Klimanotstand gäbe, müssten die Aufgeklärten doch die Kernenergie massiv fördern, weil sie erwiesenermaßen funktioniert, wirtschaftlich ist und kein CO2 ausstößt. Wenn es einen echten Klimanotstand gäbe, müssten sich die Aufgeklärten doch sofort für den Umbau konventioneller Kraftwerke einsetzen, also Technologien zur Abscheidung, Speicherung und Nachnutzung von CO2 sowie zu dessen Rückgewinnung aus der Atmosphäre unterstützen, die längst entwickelt und verfügbar sind. Das aber machen sie nicht. Stattdessen werden Elektroautos subventioniert und Lastenfahrräder beworben. Wer die effektivsten Lösungen ablehnt, den Suchraum für weitere Innovationen begrenzt und sich allein auf Deutschlands im internationalen Vergleich marginalen CO2-Ausstoß konzentriert, der meint es nicht ernst mit der Dekarbonisierung. Sondern versucht nur, über das Vehikel der Klima-Angst seine Ideologie durchzusetzen. Energiewende bis zum EndsiegDie Antwort der SPD auf Klimafrage 8 zeigt einen geradezu erschütternden Realitätsverlust. Sie lautet: „Die Wettbewerbsfähigkeit ist gerade gegeben, wenn genügend Erneuerbare verfügbar sind. Das ist für die Unternehmen mittlerweile zu einem harten Kriterium geworden, um wettbewerbsfähig zu bleiben.“Dazu einige Fakten: Die Energiewende hat den Verbrauchern in Deutschland die höchsten Strompreise Europas beschert. Jährlich müssen die Stromverbraucher die Erzeuger der teuren erneuerbaren Energien mit zwanzig Milliarden Euro über die EEG-Umlage alimentieren. Je mehr Strom aus den volatilen erneuerbaren Energien erzeugt wird, desto teurer wird er. Hohe Stromkosten schwächen aber die Wettbewerbsfähigkeit. Entgegen den Warnungen von zahlreichen Experten hält die Bundesregierung daran fest, die gesamte Stromversorgung auf „Erneuerbare“ plus grünen Wasserstoff umzustellen. Grundlast, Versorgungssicherheit und Netzstabilität seien nicht gefährdet. Die Bundesregierung beruft sich dabei ausweislich ihrer Antwort auf Frage 9 darauf, dass die Grundlast auch ohne Kern- und Kohlekraftwerke gewährleistet sei, weil man ins europäische Gesamtnetz eingebunden sei. Die Strategie der Bundesregierung lautet also: „Wir schaffen die Kohle- und Kernkraftwerke ab, um klimaneutral zu sein, und hoffen, dass die Nachbarländer ihre Kohle- und Kernkraftwerke nicht abschalten, damit sie uns dann Strom liefern können.“Daher zum Mitschreiben für alle Fraktionen und die Bundesregierung: Wind- und Solarenergie werden für eine großflächige Stromversorgung niemals konkurrenzfähig sein. Und zwar aus zwei Gründen:Erstens liegt die tatsächlich erbrachte Leistung dieser Anlagen in Deutschland bei durchschnittlich deutlich weniger als 20 Prozent der installierten Leistung. Das liegt daran, dass Photovoltaikanlagen jahresdurchschnittlich nur drei Stunden am Tag die volle Leistung produzieren, wenn der Sonneneinstrahlwinkel optimal und es nicht bewölkt ist. Windkraftanlagen überhaupt nur dann, wenn der Wind entsprechend stark weht. Das heißt, mehr als 80 Prozent der Zeit stehen diese Anlagen unnütz herum. Bei Dunkelflaute produzieren beide Typen gar keine Energie. Zweitens ist das Verhältnis von aufgewendeter Energie zu gewonnener Energie (Energy Return On Invest =EROI) bei Photovoltaik- und Windkraftanlagen einfach zu schlecht. Erneuerbare Energien bedeuten mehr Landverbrauch, mehr Bergbau, mehr Materialien, mehr Transportkosten, mehr Abfall im Vergleich zu allen konventionellen Versorgungssystemen. Der EROI von Photovoltaik beträgt lediglich zwei, der von Windkraft liegt bei vier. Zum Vergleich: Gaskraftwerke liegen bei 28, Kohlekraftwerke bei 30, Wasserkraftwerke bei 35, Kernkraftwerke bei 75, neue Nukleartechnologien wie der Dual-Fluid-Reaktor gar bei 800 (Weißbach et al., Energy, vol. 52 (2013), S. 210–221).Deshalb bauen oder planen 62 Länder derzeit etwa 1.600 neue Kohlekraftwerke, und es sind weltweit 89 neue Kernkraftwerke geplant. Gegenüber beiden Energieträgern sind Erneuerbare nicht konkurrenzfähig. Es kommt auf die Frage der Speicherung oder der Eignung von Wasserstofftechnologien somit nicht mehr an. Bereits die Ausgangsproduktion von Strom durch die Erneuerbaren ist viel zu teuer, um wettbewerbsfähig zu sein. Wird dann noch Wasserstoff als Zwischenspeicher benutzt und anschließend wieder umgewandelt in elektrischen Strom, werden Wirkungsgrad und EROI noch schlechter. Um uns als zivilisierte Gesellschaft weiterzuentwickeln, benötigen wir überschüssige Energie. Jedes System, dessen Ertrag den Aufwand nicht mindestens um den Faktor sieben übertrifft, ist Zeitverschwendung. Windräder und Solarzellen kommen an dieses Verhältnis nicht heran. Diese Art der Energieerzeugung ist nicht sinnvoll und aus ökologischer Sicht sogar eine Katastrophe. Für das gesamte Land bedeutet all dies mehr als nur eine technische Schwierigkeit. Mit dem Niedergang des Energienetzes verkommt vielmehr der Industriestandort Deutschland. Der Wohlstand des ganzen Landes schwindet, die Ausbildungsmöglichkeiten künftiger Generationen engen sich ein, alte Menschen und arme Bevölkerungsschichten verlieren Lebensperspektiven, der Alltag wird härter, das Leben unbequemer und die Erde wird bei alledem doch nicht „gerettet“. Denn die gesamte deutsche Energiewende, in welchem Umfang auch immer, wird keinen Einfluss auf die globale CO2-Bilanz haben. Ganz Europa ist für gerade einmal acht Prozent des weltweiten Kohldioxidausstoßes verantwortlich. China hingegen, bei steigender Tendenz, für rund 30 Prozent und damit für das etwa Fünfzehnfache Deutschlands. Selbst wenn Deutschland seine CO2-Emissionen um die Hälfte verringern würde, so würde diese Einsparung allein durch den Zuwachs von Chinas Emissionen innerhalb eines halben Jahres zunichte gemacht.Die Energiewende wird also sicher scheitern. Daran trotzdem festzuhalten, grenzt an Wahnsinn.

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