Schon wieder Windrad-Alarm im Münsterland

Brannte kontrolliert ab: ein Windrad in Neuenkirchen

Brannte kontrolliert ab: Windrad in Neuenkirchen Quelle: dpa

Erneut macht in Nordrhein-Westfalen ein Windrad Probleme: Nach dem spektakulären Zusammenbruch einer Anlage in Haltern am See musste nun die Feuerwehr im Kreis Steinfurt zu einem Brand ausrücken. Viel tun konnte man aber nicht. 5 Anzeige

Nur wenige Stunden nach dem spektakulären Unfall mit einem Windrad in Haltern am See ist es in Nordrhein-Westfalen zu einem weiteren Zwischenfall mit einer Kraftanlage gekommen: In Neuenkirchen (Kreis Steinfurt) fing am Freitagmorgen ein Windrad Feuer. Gebrannt habe die Rotornabe im Bereich des Maschinenraums, sagte ein Sprecher der Kreisleitstelle Steinfurt, warum, ist noch unklar.

Demnach war das Feuer gegen 4.50 Uhr ausgebrochen. Weil der Brand sich zu weit oben am Windrad befinde, ließ sich das Feuer nicht löschen, es musste ausbrennen. Die Feuerwehr sperrte den Bereich deshalb weiträumig ab und kontrollierte den Vorgang.

Laut Angaben des Einsatzleiters brannte dann der Betriebskopf aus, zudem wurden die Flügel des Windrads durch die Hitze leicht abgesenkt. Auch Teile der Verkleidung seien heruntergefallen. Nach rund zwei Stunden war der Einsatz dann beendet.

Bei dem Windrad handelt es sich laut Angaben eines Sprechers der Gemeinde Neuenkirchen um eine ältere Anlage.

Mit 170 Metern war diese Anlage vergleichsweise klein

Am Freitagmorgen übergaben die Feuerwehrleute die Einsatzstelle dann an die Polizei und den Eigentümer. Laut Polizei hatte das Windrad eine Höhe von rund 170 Metern. Menschen wurden bei dem Unglück nicht verletzt. Der „WDR“ hatte zuerst berichtet. Lesen Sie auch

Die Reste des Windrad-Turms

Haltern am See 240 Meter hohes Windrad knickt einfach ab – Millionenschaden

Es ist der zweite Vorfall mit einer defekten Windkraftanlage im Münsterland binnen zwei Tagen. Am Mittwochabend war eine 239 Meter hohe Windkraftanlage in Haltern am See aus noch ungeklärten Gründen einfach umgeknickt. Dabei entstand ein Sachschaden von sechs Millionen Euro. Anzeige

Am heutigen Freitag sollen Gutachter die Einsturzursache ermitteln. Hinter der Betreibergesellschaft der beiden Windräder stehen der Bergbauflächen-Entwickler RAG Montan Immobilien (RAG MI) und die Stadtwerke Haltern, die neben dem Hersteller Nordex Gutachter beauftragt haben.

Die Reste des Turms der Windanlage, einen Tag, nachdem sie zusammenbrach

Die Reste des Turms der Windanlage, einen Tag, nachdem sie zusammenbrach Quelle: dpa

Anlagen-Hersteller Nordex stoppte noch am Donnerstagmorgen aus Sicherheitsgründen umgehend den Betrieb von insgesamt 17 Anlagen sowie die Inbetriebnahme von zwei Anlagen der gleichen Konfiguration wie in Haltern. Sie alle befinden sich in Deutschland. Der Einsturz sei die erste Havarie dieses Turbinenmodells, hieß es weiter. Weltweit seien davon insgesamt 1222 Anlagen verkauft worden.

Das Trümmerfeld im Windpark in Haltern am See, aufgenommen von einer Drohne

Das Trümmerfeld im Windpark in Haltern am See, aufgenommen von einer Drohne Quelle: dpa

Wegen der Corona-Pandemie hatte es bislang keine offizielle Einweihung des Windparks „Haltern AV9“ gegeben. Sie sollte eigentlich am vergangenen Donnerstag gefeiert werden – nur Stunden zuvor stürzte der Turm dann ein. Insgesamt stehen in Nordrhein-Westfalen über 3800 Windkraftanlagen. krott mit dpa

Quelle

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