Kältereport Nr. 27

Kältereport Nr. 27

Es scheint früh loszugehen in diesem Jahr! Foto: © Chris Frey

Einführung des Übersetzers: Diese und alle weiteren Kältereports speisen sich überwiegend aus der Quelle Electroverse. Es ist jedoch natürlich nicht auszuschließen, dass man auf jenem Blog nach der anderen Seite etwas übertreibt. Dennoch: von den hier gemeldeten Kaltereignissen findet sich fast nie etwas in unseren Medien. Wenn diese Reports einseitig sind (was der Fall ist), sollte man sie mit den Hitze-Ereignissen in den Medien (ebenso einseitig) in Beziehung bringen. Was kommt dann heraus? Hinsichtlich des Vorzeichens von Extremwetter – Netto Null!

Seit dem letzten Kältereport ist etwas Zeit vergangen, was bedeutet, dass die Anzahl der Meldungen abnimmt. Man darf aber gespannt sein, wie sich das in der jetzt beginnenden Saison darstellt.

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Ungewöhnlich früher erster Schnee in Finnland

14.September: Die ersten Eiskristalle wurden am Montag (13. September) laut Meldung von yle.fi in Lappland beobachtet. In der Ortschaft Näkkälä im Nordwesten von Lappland wurden morgens 2 cm Neuschnee gemessen:

Abbildung 1: Ausschnitt von hier.

Aus der gleichen Quelle sgtammt die folgende interessante Graphik, in welcher das Datum der ersten Schneedecke pro Saison dargestellt ist (Mittel von 1981 bis 2010):

Abbildung 2

Link: https://electroverse.net/finland-sees-first-snow

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Erholung des arktischen Meereises setzt sich fort

22.September: Das arktische Meereis beendet seine Sommerschmelzsaison weit über der in den letzten Jahren gemessenen Mindestausdehnung – kühles und bewölktes Wetter hat dazu beigetragen, dass ein Großteil des Eises in diesem Jahr erhalten blieb.

Nach Angaben des National Snow and Ice Data Center (NSIDC) betrug die Meereisausdehnung am Mittwoch im gleitenden Fünftagesdurchschnitt 4,73 Millionen Quadratkilometer (1,83 Millionen Quadratmeilen) und lag damit weit über dem Tiefststand des vergangenen Jahres von 3,832 Millionen Quadratkilometern.

Der aktuelle Stand (3. Oktober) ist dieser:

Abbildung 3: Aktuelle Eisausdehnung, Quelle: Danish Meteorological Institute

Die Eisausdehnung liegt zwar immer noch am unteren Rand einer Mittelkurve, aber deutlich über der Eisausdehnung der Vorjahre. Wer hier einen „weiteren, wenn auch etwas verlangsamten Schwund“ herausliest, der leugnet einfach die Realitäten.

[Link siehe unten]

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Seltener Frühjahrs-Schnee in Tasmanien

22.September: Gegen Ende der Woche wird in Tasmanien seltener Schnee bis in tiefe Lagen erwartet.
Dem australischen Bureau of Meteorology (BOM) zufolge werden zwei intensive Kaltfronten am Donnerstagmorgen und Freitagnachmittag eisige Kjälte und Schnee bis in tiefe Lagen bringen werden – Schneegestöber bis auf Meereshöhe ist sogar bis zum Wochenende möglich. Die beste Zeit, um Schnee in Tasmanien zu sehen, ist und war immer der Juli und August.

Link: https://electroverse.net/arctic-ice-recovery-surprising-cooling-trend-in-antarctica-la-palma-update-australias-largest-quakes-rare-spring-snow-in-tasmania/

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Starke Schneefälle in den westlichen USA

23.September: Das fängt früh an in dieser Saison: Noch vor Ende des Monats wird erwartet, dass es in den höheren Lagen von Colorado, Utah, Wyoming und Idaho starke Schneefälle geben wird. Es kann sich eine Schneedecke teils über einem halben Meter bilden. Aber auch der Westen Montanas und Teile von Oregon und Washington bereiten sich auf einen frühen Wintereinbruch vor.

Seltener Frühjahrs-Schnee und winterliche Tiefsttemperaturen im subtropischen Queensland (Australien)

23.September: Der australische Bundesstaat Queensland erlebte in dieser Woche den kältesten Septembertag seit einem halben Jahrzehnt, während die Bewohner im Süden des Bundesstaates mit dem seltenen Frühlingsschneegestöber konfrontiert wurden.

Das Bureau of Meteorology (BOM) erklärte, dass eine „intensive Kaltluftmasse“ aus dem Süden für die Kälte in dieser Woche verantwortlich ist.

In Toowoomba beispielsweise sank die Temperatur auf -2°C.

Im Granite Belt von Queensland, wo die Temperatur bis auf den Gefrierpunkt sank, gab es Schneeregen und Schnee.

Link: https://electroverse.net/arctic-front-engulfs-europe-heavy-september-snow-to-blast-western-u-s-sub-tropical-queensland-suffers-rare-spring-snows-and-winter-like-lows/

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Rekord-früher erster Schneefall in Anchorage

24. September: Für die höheren Lagen Alaskas werden ab Donnerstagabend bis zu 50 cm globaler Erwrämungs-Segen vorhergesagt, während die Stadt Anchorage nach Angaben des Nationalen Wetterdienstes (NWS) einen 40 Jahre alten Rekord für den ersten Schneefall der Saison aufstellen wird.

Von 18.00 Uhr am Donnerstag bis 1.00 Uhr am Freitag prognostiziert der Wetterdienst 15 bis 30 cm Nassschnee auf den Anchorage Hillside und im South Fork-Gebiet von Eagle River.

Migranten erfrieren an der weißrussisch-polnischen Grenze, da die arktische Kälte Europa zu Beginn der Saison im Griff hat

24. September: In der Nähe der Grenze zwischen Weißrussland und Polen sind laut BBC in einem Wald gestrandete Migranten, die von den polnischen Grenztruppen abgewiesen wurden, mit einem Zustrom ungewöhnlich kalter Polarluft konfrontiert.

Die nächtlichen Temperaturen in dieser Region sind in dieser Woche weit unter den Gefrierpunkt gesunken, und tragischerweise sind mindestens vier Menschen ums Leben gekommen.

Link: https://electroverse.net/anchorage-to-tie-earliest-snowfall-on-record-migrants-freezing-to-death-as-early-season-cold-grips-europe/

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Frost und seltener September-Schnee in UK

30.September: Nach einem relativ milden Monat endet der September im Vereinigten Königreich mit eisiger Kälte und seltenem Schneefall – ein weiteres Beispiel für die „Schwankungen zwischen den Extremen“, die in Zeiten geringerer Sonneneinstrahlung zu erwarten sind.

Die Temperatur ist in dieser Woche in ganz Großbritannien weit unter den saisonalen Durchschnitt gefallen.

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Schwerer vor-saisonaler Schneesturm in Island

30. September: Vergessen wir bei all dem nicht das „Land aus Feuer und Eis“ – in Island hat es in dieser Woche wirklich erstaunliche Schneemengen gegeben.

Wie Morgunblaðið berichtet, wurden die Rettungskräfte am Dienstag mehr als 100 Mal zu Einsätzen gerufen, als ein heftiger Schneesturm den Norden und Westen der Insel mit starken Winden und Blizzard-ähnlichen Bedingungen heimsuchte.

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Ungewöhnlicher Schneefall tötet zwei Wanderer in Nordindien – 14 weitere sind gestrandet

30.September: Zwei Bergsteiger starben diese Woche auf dem Khemenger-Gletscher im indischen Spiti-Tal, nachdem unerwartet Kälte und Schnee eingesetzt hatten. Angehörige der indisch-tibetischen Grenzpolizei und der Armee wurden zur Rettung weiterer vierzehn Alpinisten entsandt, die noch eingeschlossen sind.

Link: https://electroverse.net/uk-suffers-freezing-lows-and-rare-sept-snows-severe-early-season-snowstorm-strikes-iceland-unseasonal-snow-kills-two-trekkers-in-india/

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Der bisherige tiefste jemals auf der Erde gemessene Temperaturwert für Oktober wackelt

1.Oktober: Der Planet Erde ist weit davon entfernt, sich zu erwärmen, und scheint an der Schwelle zur nächsten großen Abkühlungsepoche zu stehen, die durch eine historisch niedrige Sonnenaktivität verursacht wird.

Auf dem antarktischen Plateau wird derzeit außergewöhnliche Kälte registriert.

Am ersten Tag des Oktobers verzeichnete die russische Basis Vostok eine erstaunliche Tiefsttemperatur von -79,4°C – dieser Wert liegt nur 0,6 °C über der weltweit niedrigsten Temperatur, die jemals in einem Oktober gemessen wurde (an der ehemaligen Plateau-Station, ebenfalls in der Antarktis).

[Siehe dazu auch hier]

Daher sind die folgenden Meldungen nicht überraschend:

Extreme antarktische Kaltluftausbrüche nach Australien, Südamerika und Südafrika

1. Oktober: Ein schwacher und stark mäandrierender Jetstream treibt einen Teil der anomalen antarktischen Kälte ungewöhnlich weit nach Norden.

Auf der Südhalbkugel ist der Frühling bereits in vollem Gange, doch die drei großen Landmassen der Südhalbkugel leiden alle unter spätem Frost.

Für Australien wird eine winterliche Front vorhergesagt, die den größten Teil des Kontinents erfassen wird.

Ähnlich verhält es sich in Südamerika, wo nach einem Winter mit Dürre und historisch niedrigen Temperaturen (die weite Teile der Kaffee- und Maisernte in Brasilien und Argentinien vernichtet haben) die ungewöhnliche Kälte anhält, insbesondere in Argentinien

Und in Südafrika dürften weitere Temperatur-Kälterekorde auftreten, da sich auch hier polare Kälte aus der Antarktis ausbreiten wird.

Wie bei den brutalen Frösten im Juli wird die eisige Luft nach Norden drängen, unter anderem in die Länder Namibia und Botswana.

Rekord-Kälte in Alaska …

Klarer Himmel und eine kalte Luftmasse haben die Temperaturen am Flughafen King Salmon in Alaska auf Rekordtiefstwerte gedrückt.


Der Tiefstwert von – 10°C am Mittwochmorgen stellte den fünften Tag in Folge einen Tagesrekord auf.
Der Tiefstwert von -10,6°C am Sonntag stellte sogar einen neuen monatlichen Tiefstwert für September auf – King Salmons niedrigste Septembertemperatur in den NOAA-Aufzeichnungen, die 80 Jahre zurückreichen bis 1941.

und Russland

Die erste wirkliche Eiseskälte der Saison (unter -20°C) ist in Russland eingezogen.
Kürzlich wurde in Delyankir, Sibirien, ein Wert von –22°C gemessen – ein neuer monatlicher Tiefstwert.

Weitere Kälterekorde wurden in letzter Zeit in Ilirnej mit –17,7 °C und in Oymyakon mit –16,1 °C gemessen.

Link zu den drei vorstehenden Meldungen: https://electroverse.net/worlds-lowest-oct-temp-under-threat-polar-fronts-to-sweep-australia-s-america-s-africa-cold-records-fall-in-alaska-russia/

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Ungewöhnlich frühe Ausbildung einer Schneedecke auf der Nordhemisphäre?

Eigenrecherche von Christian Freuer

Möglicherweise setzt in diesem Herbst auf der Nordhemisphäre ungewöhnlich früh die Bildung einer Schneedecke ein. Dies geht jedenfalls aus einer Grafik des Finnish Meteorological Institute (FMI) hervor:

Abbildung 4, Quelle

Dort macht die Erfassung einer Schneedecke im Sommer Pause und setzt Anfang Oktober wieder ein. Allerdings ist der einzelne Punkt bisher die einzige Messung, der jedoch weit oberhalb der Kurve irgendeines Mittelwertes liegt. Eine vielleicht bessere Darstellung stammt vom amerikanischen Wetterdienst NOAA, der jedoch in manchen Veröffentlichungen für einen Warm-Bias bekannt ist:

Abbildung 5, Quelle

In dieser täglich aktualisierten Fassung verläuft die Ausdehnung einer Schneedecke (eingezeichnet in dick rot) inmitten der Kurvenschar der letzten Jahre. Von einer allgemein abnehmenden Tendenz, wie es die Warmisten gerne hätten, ist nichts zu erkennen. Außerdem ist die Schneedecke in diesem Herbst derzeit ausgedehnter als im vorigen Jahr, wie der Vergleich mit der dick gezeichneten grünen Linie zeigt.

Eine täglich aktualisierte räumliche Ausbreitung von Schnee und Eis auf der Nordhemisphäre gibt es bei wetterzentrale.de:

Abbildung 7: Quelle

Nach meinem Eindruck zeigen sich auf unserer Hemisphäre für Anfang Oktober schon recht viele blaue, auf eine Schneedecke hinweisende Flächen.

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wird fortgesetzt … (mit 28)

Zusammengestellt und übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

Quelle

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