An der deutsch-polnischen Grenze…

… steigen die Zuwanderungszahlen

Brandenburg ist besonders belastet durch die neue Einreiseroute über Minsk und Polen. Nach der Versechsfachung der Zahlen im September droht im Oktober noch einmal eine Verdopplung. Allein an einem Wochenende sind 251 Menschen illegal über die Grenze nach Brandenburg gekommen und von der Bundespolizei eingesammelt worden. Das wäre bereits ein Fünftel des gesamten Septemberaufkommens von rund 1.300 illegalen Zuwanderern. 

Landesinnenminister Michael Stübgen (CDU) wandte sich in dramatischen Worten an die Verantwortlichen im Bund und in der EU: „Die Europäische Kommission, aber auch Deutschlands Außenminister müssen sich fragen, wie lange sie diesem Treiben noch zusehen wollen.“ Dem „Menschenhandel“ des weißrussischen Präsidenten müsse endlich „ein  Ende bereitet“ werden. Im ostbrandenburgischen Eisenhüttenstadt, Standort der Zentralen Ausländerbehörde (ZABH) des Landes, könne man nur „die Symptome dieser Flüchtlingswelle heilen“, während die Ursache eindeutig in Minsk sitze.

Die Kritik an den Zuständen unterscheidet Brandenburg immerhin von anderen Landesregierungen, von denen seit Jahren kein Ton zur Belastung ihrer Erstaufnahmezentren zu hören ist. Doch in Brandenburg scheint man das anders zu sehen: Vor die Aufgabe gestellt, eine sich verstetigende Flüchtlingswelle zu „bewältigen“, würde man es bevorzugen, ebendas nicht tun zu müssen. Die Erstaufnahmeeinrichtungen (EAE) des Landes sind inzwischen zu mehr als zwei Dritteln belegt. Der größte, doch nicht der einzige Standort steht in Eisenhüttenstadt.

Matthias Nikolaidis war für TE in Eisenhüttenstadt und hat mit Bürgern und mit Migranten in der EAE gesprochen. Die Eisenhüttenstädter begegnen ihren Gästen auf Zeit mit Desinteresse oder Erschrecken. Für die Ankommenden – meist junge Männer aus Nahost – beginnt in Eisenhüttenstadt die Einlösung eines Versprechens, das ihnen die scheidende Kanzlerin einst gab, als sie noch Kinder waren.

Dank Übersetzungsprogramm konnte man sich einigermaßen unterhalten. „Ich bin nach Deutschland gekommen, weil die Menschlichkeit in diesem Land ausgezeichnet ist“, sagt ein Iraker. Bezeichnend ist, wie der junge Migrant das Verhältnis zwischen Deutschland und der Menschlichkeit sowie zwischen Zuwanderern und Deutschen beschreibt, nämlich – laut Übersetzungsprogramm – zweimal als „hängt ab von“: Deutschland hängt von der Menschlichkeit ab; die Menschen, die zu uns kommen, hängen von Deutschland ab. Der perfekte Tausch für ein Land, das seine Interessen vergessen will.

Quelle

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