Neue Stasi-Enthüllungen über Angela Merkel: Wer regierte Deutschland eigentlich seit 2005?

Neue Stasi-Enthüllungen über Angela Merkel: Wer regierte Deutschland eigentlich seit 2005?
Kommunistin Angela Merkel posiert mit 17 Jahren für ein Foto im elterlichen Haus.

>>>(…du hast den Farbfilm vergessen! (L.J. Finger)<<<

Kanzler-Darstellerin Angela Merkel spricht nur sehr selten von sich. Offenbar aus gutem Grund, wie eine brisante Recherche belegt. Wurde Deutschland 16 Jahre lang von einer ehemaligen Mitarbeiterin des Ministeriums für Staatssicherheit der DDR regiert?

von Alexander Wendt

Im August 2021, also in der allerletzten Phase ihrer Regierungszeit erschien ein Band mit dem leicht frivolen Titel: „Angela Merkel. Die großen Reden“ (Droemer Knaur, 192 Seiten). Nach der katalytischen Abtrennung ihrer kleineren und mittelgewichtigen Ansprachen blieb, wie der Vorwortautor und Parlamentskorrespondent der Süddeutschen Zeitung Nico Fried meint, „eine erkleckliche Anzahl bemerkenswerter Reden“ übrig, die, so Fried, unerlässlich zum Verständnis ihrer Regierungszeit seien.

Fried behauptet in seinem Text eine Halbdistanz zu dem, was dann an Kanzlerinnentexten folgt. „Ein Problem an Merkels Reden“, schreibt er, „war das Zuhören.“ Das stimmt, wenn auch auf eine andere Weise, als Fried es wahrscheinlich meint. Hätten mehr Hauptstadtjournalisten ihren erklecklichen Reden besser gelauscht und sich ab und zu ein paar eigentlich unvermeidliche Fragen gestellt, wäre ihr Bild der Kanzlerin nicht so merkwürdig verschwommen und indifferent geraten, wie es über gut anderthalb Jahrzehnte der Fall war. Fast alle Merkel-Porträts von Chefschreibern der Leitblätter in den vergangenen 16 Jahren wirken wie Freiluftaquarelle bei Nieselregen. Meist beklagten die Künstler ihre ungünstigen Arbeitsbedingungen. Vermutlich interessierten sich viele von ihnen wirklich nicht dafür, welche Person das Land eigentlich regierte. Dazu kommt ein grundsätzliches Wahrnehmungsproblem. Die von Fried erwähnte Schwierigkeit des Publikums, Merkel zuzuhören, stimmt vor allem für ihre Auslassungen und Subtexte. Wer aber einen Sinn für das Nichtausgesprochene und Getarnte bei Angela Merkel besitzt, wer also merkt, dass in ihrem Fall hauptsächlich die Löcher den Käse strukturieren, der lernt aus ihren Reden durchaus einiges über ihre Person. Beziehungsweise: Er könnte einiges lernen. Mehr vermutlich, als ein Parlamentskorrespondenten je wissen wollte.

Meisterin des kommunikativen Beschweigens und der verbalen Spachtelmasse

Am 3. Oktober 2021 hielt Merkel in Halle die mutmaßlich letzte erkleckliche Rede ihrer Amtszeit. Das Thema der deutschen Vereinigung vor 31 Jahren lieferte ihr das Material für eine Ansprache, die etliche Journalisten umgehend zu ihrer bisher persönlichsten erklärten. Was gar nicht so falsch ist; in ihrer Mischung aus kommunikativem Beschweigen, merkwürdig passiv-aggressiven Versatzstücken, Ressentiment, Selbststilisierung und der unvermeidlichen verbalen Spachtelmasse dazwischen ragt sie tatsächlich aus den üblichen Wortmeldungen heraus. Es trifft sich, dass es sich bei der ersten Verlautbarung aus dem Band „Die großen Reden“ auch um eine deutsche Einheitsrede handelt, nämlich die erste ihrer Kanzlerschaft, gehalten am 3. Oktober 2006 in Kiel. Die Exegese der beiden Texte lohnt sich. Jedenfalls dann, wenn sie, siehe oben, das von der Rednerin jeweils Ausgelassene in die Deutung einschließt.

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