Mai Thi Nguyen-Kim: Die Impfpflicht und die kluge Frau

Dr. Mai Thi Nguyen-Kim, ÖRR-Moderatorin, Wissenschaftsjournalistin, Autorin (Foto: Imago)

Früher hätte man gesagt, der Herr Sowieso sei im November beim „Idiotentest“ durchgefallen. Heute könnte man auch anders formulieren: Der Herr Sowieso hat sich im November impfen lassen. Warum ist das so? Weil der Herr Sowieso im November 2021 mehr über die Impfung und die Impfstoffe wissen könnte, als ihm das noch sechs bis sieben Monate vorher möglich gewesen wäre. Schließlich gibt es immer mehr der sogenannten „Impfdurchbrüche“, was ein schöner Euphemismus für das Wort „Impfstoffversagen“ ist. Auf gut Deutsch: Die Pharmaplörre taugt keinen Schuß Pulver. Jedenfalls dann nicht, wenn man unterstellt, es gehe bei ihrer Verabreichung um das als erstrebenswert bezeichnete Resultat. Im November 2021 kann Herr Sowieso wissen, daß er sich selbst per Impfung vielleicht über einen kurzen Zeitraum gegen einen schweren Krankheitsverlauf schützt, daß das aber niemanden sonst vor Herrn Sowieso schützt.

Was er noch wissen könnte, ist, das er sich mit der Impfung einem erhöhten Sterberisiko aussetzt, nicht nur, aber besonders dann, wenn er gern Sport treibt. Reihenweise kippen Leistungssportler nach der Impfung um, nicht wenige versterben sogar schlagartig. Allein schon im „Fußballnovember“ 2021 ist „Tod auf dem Spielfeld“ unangefochten zum Spitzenreiter bei den Begründungen für einen Spielabbruch geworden. Und zwar über ganz Europa verteilt. Und nicht nur da. Ganz leicht könnte sich Herr Sowieso mit der Impfung eine Herzmuskelentzündung (Myokarditis) einfangen, eine Hirnvenenthrombose oder sonst etwas, das ihm für den Rest seines Lebens zu schaffen machen wird. Und das ist nur das, was er im November 2021 über die Pharmaplörre wissen könnte. Tatsächlich könnte er noch viel mehr wissen. recommended by SuchanzeigenStolzenau: Unverkaufte SUVs für 2020 werden jetzt fast verschenktMehr wissen

Mai Thi Leiendecker aka Nguyen-Kim

Er könnte beispielsweise wissen, wer Mai Thi Nguyen-Kim ist – und wie sie in der öffentlichen Wahrnehmung wirkt. Wenn er dann noch ein bißchen weiterdenkt, dann käme er auch drauf, wie Mai Thi Nguyen-Kim und die Pharmaplörre wirken, wenn man sie miteinander vermischt und propagandistisch anreichert. Vor allem, wenn er bedenkt, daß sich Mai Thi Nguyen-Kim unter dem Begriff „Wissenschaftsjournalistin“ vermarktet, und das „die Wissenschaft“ im November 2021 das ist, was die Leute früher als „der liebe Gott“ bezeichnet haben. Da müsste er noch gar nicht berücksichtigt haben, daß Mai Thi Nguyen-Kim auch unter dem Namen Mai Thi Leiendecker bekannt ist, weil sie mit dem Chemiker Matthias Leiendecker verheiratet ist, der ein hohes Tier in der Pharmaindustrie ist. Wenn er es allerdings wüsste und dann berücksichtigen würde, daß Frau Leiendecker (Mai Thi Nguyen-Kim) erst im März dieses Jahres ein Buch veröffentlicht hat, das den Titel „Die kleinste gemeinsame Wirklichkeit“ hat, dann wüsste er auch, daß der Herr Leiendecker die Frau Nguyen-Kim nicht geheiratet hat, weil er von ihrer Intelligenz beeindruckt gewesen ist. Es gibt nämlich nur eine Wirklichkeit. Der ganze Rest ist Einbildung, Meinung und persönlicher Präferenzutilitarismus. Das Buch, das ich darüber schreiben würde, hätte genau eine Seite – und die würde zur Hälfte unbedruckt bleiben.

Aber gut: Allein schon ein Foto von Frau Mai Thi Nguyen-Kim dürfte ausreichen, damit nicht wenige Herrn Sowiesos völlig den Verstand verlieren. Und jede Wette, daß das sowohl Frau Mai Thi Nguyen-Kim als auch sämtliche PR-Agenturen der Welt wissen. Es dürfte wohl kaum eine andere „Wissenschaftsjournalistin“ oder Wissenschaftlerin geben, deren Wortmeldungen so penetrant mit ihrem Konterfei verziert werden, wie die von Frau Leiendecker (Mai Thi Nguyen-Kim), wenn man einmal von der grandiosen Physikerin Angela Merkel absieht. Deren Konterfei erscheint jedoch aus ganz anderen Gründen. Gemeinsam haben die beiden außer ihrer großen Wissenschaftlichkeit lediglich, daß sie beim Staatsfernsehen recht beliebt sind. Dissidenten sind beim deutschen Staatsfernsehen nie beliebt, jedenfalls nicht die im eigenen Land. Die in anderen Ländern schon. Das könnte Herr Sowieso nebenher auch noch wissen.

Frau Leiendeckers Plädoyer für die Impfpflicht

Das alles bedacht, stößt Herr Sowieso auf einen Artikel im „Focus„. „Wissenschaftlerin Mai Thi Nguyen-Kim – ZDF-Star fordert Impfpflicht: ‚Das ist weniger krass als die Gurtpflicht im Auto‘„, liest er. Wenn das eine Hübsche aus dem Team vom lieben Gott sagt, dann wird’s wohl stimmen, denkt sich Herr Sowieso – und ist damit beim „Idiotentest“ durchgefallen im November 2021. Wenn er sich das nicht denkt, dann liest er weiter. „Wissenschaftsjournalistin Mai Thi Nguyen-Kim spricht sich in einem Video klar für eine Verpflichtung zur Corona-Impfung aus. Sie fordert die Regierung auf, ein Versprechen zu brechen.„. Sofort denkt er sich, das das keine schöne Aufforderung ist, weil er gelernt hat, daß man Versprechen einhalten muß. Und damit wäre er beim „Idiotentest“ im November 2021 schon wieder durchgefallen. Er wäre seiner Moral auf den Leim gegangen.

Hätte er sich das nicht gedacht und stattdessen erstaunt gemurmelt: „Gibt´s ja nicht, daß jemand aus dem Team vom lieben Gott die Regierung dazu auffordert, das Grundgesetz zu ignorieren in einem demokratisch-freiheitlichen Rechtsstaat mit seiner FDGO, oder?„, dann hätte er das nächste Level beim „Idiotentest“ schon erreicht, weil er erkannt hätte, daß „Versprechen brechen“ ein moralisches Ablenkungsmanöver auf dem Boden der „kleinsten gemeinsamen Wirklichkeit“ ist, und daß es in Wahrheit darum geht, das Recht zu brechen. Womit er dann von seiner subjektiven Moralebene auf die objektive Politik & Rechtsebene gekommen wäre. Die Grundrechte stehen nämlich nicht zur Disposition. Und unter welchen ganz klar definierten Voraussetzungen sie eventuell zur Disposition stehen könnten, ist das nächste, was Herr Sowieso herausfindet. Beispielsweise müsste eine Verhältnismäßigkeit gegeben sein. Dann stellt er fest, daß keine der Voraussetzungen erfüllt ist, um Grundrechte zu suspendieren, noch nicht einmal zeitweilig – und erweitert seinen Blickwinkel erneut.

Die demokratische Abschaffung des Grundgesetzes

Herrn Sowieso fällt auf, daß es vermehrt Umfragen gibt, bei denen irgendwelche Sender, Zeitungen oder regierungsnahe Blogs wissen wollen, ob die Leser für die Einführung einer Impfpflicht sind. Wenn er sich als nächstes denkt, das sei aber schön demokratisch, dann ist er im November 2021 auf diesem Level durch den „Idiotentest“ gefallen. Ist er aber nicht, weil er sich das nicht denkt. Er kramt stattdessen in seinem historischen Wissensfundus und denkt sich: „Eiderdaus, der legendäre Reichskanzler, der spätere Führer und GröFaZ ist doch tatsächlich ebenfalls demokratisch gewählt worden!?“ – und denkt dann von dort aus „vorwärts“. Schließlich muß man immer „nach vorne“ denken, auch wenn man es retrospektiv tut. Dann fällt ihm ein, daß „DDR“ die Abkürzung für „Deutsche Demokratische Republik“ gewesen ist und daß Folgendes zutrifft: Es gab zu allen „Zeiten der Masse“, in demokratischen Zeiten also, eine Mehrheit von Idioten und eine kleine Minderheit von Durchblickern.

Das hat sich bis heute nicht geändert. Als nächstes denkt sich Herr Sowieso, daß eine kleine Minderheit von Durchblickern, die genau weiß, wie sich das zu allen „Zeiten der Masse“ in Wahrheit verhält mit den „die Menschen“ und der Demokratie, ihr Wissen dazu verwenden könnte, mit ausgefeilter Propaganda – unter Berücksichtigung sämtlicher kognitionspsychologischer Erkenntnisse und konsequentem Framing -, daß die Masse denkt, die Abschaffung von Demokratie und Rechtsstaat samt Grundgesetz sei ein völlig demokratischer Vorgang, weil man in der Demokratie schließlich tun muß, was die Mehrheit will. Und wenn es bloß eine „repräsentative Mehrheit“ von 2.000 Befragten unter 83 Millionen gewesen wäre.

Test bestanden

An diesem Punkt hat Herr Sowieso den „Idiotentest“ im November 2021 bestanden, darf sich voller Stolz auf seinen IQ zurücklehnen, sich versonnen das Foto von Frau Mai Thi Nguyen-Kim anschauen und dabei überlegen, an wen der Herr Leiendecker wohl denkt, wenn er zum Beispiel das Wort „Matratzenkasper“ liest. Mit dem Sinnieren über diese Frage ist er dann recht schnell fertig und denkt erneut weiter. Vor seinem inneren Auge erscheinen viele Fotos von vielen Frauen, an die wahrscheinlich niemand denkt, wenn er beispielsweise das Wort „Matratzenkasper“ liest. Oder „Einstein“. Ursula von der Leyen, Angela Merkel, Claudia Roth, Ricarda Lang, Katrin Göring-Eckardt, Margot Käßmann – es nimmt kein Ende.

Just in dem Moment, als ihm langweilig zu werden droht, sucht sich sein Geist ein anderes Thema – und weiß der Geier, wie es kommt, fällt ihm der österreichische Volksschriftsteller und Erzähler Peter Rosegger ein, der von 1843 bis 1918 gelebt hat, gänzlich unbehelligt von den soziologischen und sozialpsychologischen Dogmen der heutigen Wissenschaftsreligion, einer riesigen Glaubensgemeinschaft, in der Herr Sowieso aus unerklärlichen Gründen wohl Zwangsmitglied hätte werden sollen. Peter Rosegger: „Das Weib an der Macht pflegt sich zu entweiben und weil es kein Mann sein kann, wird es ein Tyrann.“ Dann fragt sich der Herr Sowieso noch kurz, ob es wohl auch tyrannische Matratzenkasper gibt und was wohl ein Punzenfiffi sei, seufzt kurz, steht von seinem Stuhl auf und geht in die Garage, um die Winterreifen an seinem Auto zu montieren. Es ist schließlich November 2021.

Quelle

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: