Eis in der Tschuktschen-See, das im Sommer dieses Jahres nicht geschmolzen war, ist jetzt zwischen der Wrangel-Insel und der Küste über 2 Meter dick

Eis in der Tschuktschen-See, das im Sommer dieses Jahres nicht geschmolzen war, ist jetzt zwischen der Wrangel-Insel und der Küste über 2 Meter dick

Bild: aus dem Beitrag

Dr. Susan Crockford, Polar Bear Science

Dickes mehrjähriges Eis zwischen der Wrangel-Insel und der Küste ist inzwischen mehr als 2 m dick und könnte die Herbstfütterung der Bären beeinträchtigen, die normalerweise auf Wrangel oder an der Nordküste Tschukotkas überwintern.

Das sich in diesem Herbst schnell bildende Meereis in der Laptev- und der Ostsibirischen See – verursacht durch kalte Winde aus Sibirien Ende Oktober, obwohl es noch zu Beginn des Monats wärmer als gewöhnlich war – hat laut einem Bericht des Barents Observer Anfang dieser Woche eine Reihe russischer Schiffe eingeschlossen, die von Eisbrechern gerettet werden (unten).

Wie ich bereits im letzten Monat erwähnt habe, war ein großer Teil des Eises entlang der russischen Küste der Tschuktschensee in der Nähe der Wrangelinsel (siehe Karte oben), wo sich die pazifischen Walrosse in den letzten Jahren aufgehalten haben, den ganzen Sommer über mit Eis bedeckt und somit für die Walrosse nicht zugänglich. Mitte Oktober, als sich in diesem Gebiet neues Eis zu bilden begann, wurde dieses Eis offiziell zu „mehrjährigem“ Eis.

Entwicklung der Meereis-Bedingungen

Hier die Bedingungen Mitte Oktober (18.), mit Walross-Herden (wo sich Eisbären versammeln, um sich von Kadavern zu ernähren):

Und hier die Bedingungen 1 Monat später (17. November):

Das Gebiet nördlich und südlich der Wrangelinsel ist für Schiffe, die den Nördlichen Seeweg nutzen, um von den Häfen im Westen Russlands zu denen südlich der Beringsee zu gelangen, von entscheidender Bedeutung, war aber laut DMI am 17. November mit 2 bis 3,5 m dickem Eis bedeckt (unten):

Aus diesem Grund mussten Eisbrecher Transportschiffe retten, die im Eis stecken geblieben waren. Aber es wird auch Auswirkungen auf die Eisbären in der Region haben, die auf das dünnere Eis zur Beringstraße hin ausweichen mussten, damit ihre wichtige Herbstfütterungszeit nicht unterbrochen wird.

Gemischte Walrossherden mit Kühen und Kälbern befinden sich bereits in der nördlichen Beringsee und warten auf erwachsene Männchen, die sich ihnen anschließen. Im Herbst verlassen die Männchen ihre Sommerverstecke im südlichen Beringmeer, um auf die gemischten Herden zu treffen, die sich im Norden sammeln. Die Paarung findet im Dezember/Januar im Wasser statt, weshalb Walrosse im Winter mobiles Packeis mit Zugang zu offenem Wasser benötigen.

Link: https://wattsupwiththat.com/2021/11/19/chukchi-sea-ice-that-didnt-melt-this-summer-is-now-2m-thick-between-wrangel-island-and-the-shore/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

Quelle

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