Worum geht’s hier eigentlich?

Gerade hat die Ministerpräsidentenkonferenz die Manifestation des Notstands um des Notstands Willen beschlossen, ganz gleich, ob hierfür ein äußerlicher Grund vorliegt oder nicht. 

Das Corona-Regime erklimmt einen traurigen Höhepunkt nach dem nächsten und die Satire von heute wird regelmäßig zur Realität von morgen. Echauffierten wir uns vor einem Monat noch über 2G auf Weihnachtsmärkten, hat die letzte Ministerpräsidentenkonferenz beschlossen, 2G bundesweit im Einzelhandel (ausgenommen Läden des täglichen Bedarfs), in der Gastronomie sowie bei Kultur- und Freizeitveranstaltungen einzuführen – und zwar unabhängig von der Inzidenz. Das bedeutet unterm Strich die Manifestation des Notstands um des Notstands Willen, ganz gleich, ob hierfür ein äußerlicher Grund vorliegt oder eben nicht. Erstaunlich, dass die Politik sich nicht wenigstens bemüht zu kaschieren, dass sie mit allen Mitteln dafür sorgen will, dass „die neue Normalität“ auch wirklich zur Norm wird. Umso mehr wirft dieses Verhalten Fragen auf.Seit Beginn der Corona-Krise wurde immer wieder darauf hingewiesen, dass die Politiker sich doch in einer wirklich schwierigen Lage befänden und man lieber nicht in ihrer Haut stecken wolle. Mit fortschreitenden Fehlentscheidungen lauteten die gängigen Erklärungsmodelle, dass die Verantwortlichen es gut meinten, aber leider überfordert, überarbeitet oder schlichtweg zu trottelig seien, um die große Aufgabe des Pandemie-Managements zu bewältigen. Dies konnte während des ersten Lockdowns als einigermaßen plausible Rechtfertigung durchgehen, während des zweiten Lockdowns war es immerhin noch ein Standpunkt – aber spätestens angesichts der heutigen Impf-Apartheid scheint klar zu werden, dass wir es nicht mit liebenswerten Idioten, sondern mit versierten Machtmenschen zu tun haben. Langsam, aber sicher muss man den Verantwortlichen unterstellen, dass sie sich in voller Absicht am bewussten Umbau der Gesellschaft beteiligen.

Politikermienen blieben bemerkenswert ungerührt

Die verbreiteten Corona-Irrtümer sind zahlreich und wurden hier bei Achgut in vielfältiger Form besprochen. Vom Schwindel um den angeblichen Intensivbetten-Notstand über die ausgebliebene Übersterblichkeit, die Willkür der Inzidenz als Richtwert bis hin zu den sich aktuell häufenden „Impfdurchbrüchen“: Regelmäßig erweisen sich die Prämissen, nach denen sich die Politik richtet, als übertrieben oder vollkommen falsch. Da es sich hier offensichtlich nicht um Ausrutscher, sondern um Folgefehler handelt, die jetzt bei den Diskussionen um eine allgemeine Corona-Impfpflicht ihren vorläufigen Höhepunkt erfahren, muss man sich fragen: Worum geht’s hier eigentlich?Zunächst ist auffällig, dass weder Angela Merkel noch ein anderer Spitzenpolitiker sich beim Thema Corona jemals in Deeskalation geübt hat. Nach einer anfänglichen Abwehr-Haltung gegenüber Pandemie-Horrornachrichten wurde spätestens mit dem ersten Lockdown die Corona-Angst salonfähig gemacht und vonseiten der Politik kräftig befeuert. Niemand bemühte sich angesichts der vorgeblichen Notlage, die Bevölkerung zu beruhigen oder zu vermitteln, dass die Staatsführung die Lage unter Kontrolle habe. Stattdessen wurden immer finsterere Zukunftsprognosen gezeichnet und Panik-Garanten wie etwa Christian Drosten und Karl Lauterbach als Regierungssprecher in Talkshows installiert. Schien es anfangs so, als wäre das Corona-Geschehen eine kurzfristige Erscheinung, wurden Stück für Stück immer mehr Maßnahmen eingeführt und mittels Salami-Taktik unters Volk gebracht. Die Lockdowns kamen und gingen.Die Politikermienen blieben erstaunlicherweise bemerkenswert ungerührt. Niemand hätte Angela Merkels gewohnter Ausdruckslosigkeit eine Notlage entnommen, ebenso wenig Jens Spahns ambitioniertem Auftreten, der in erster Linie mit seiner Karriere und dem fragwürdigen Erwerb seiner millionenteuren Villa beschäftigt schien. Auch Karl Lauterbachs verschrobene Selbstgefälligkeit wirkte fehl am Platz, und Markus Söder traute sich von allen am meisten, seiner Freude über das „Durchregieren“ Ausdruck zu verleihen. Auch das aktuelle Kabinett um Olaf Scholz wirkt erstaunlich gelassen, wenn man bedenkt, dass es während der „größten Krise seit dem Zweiten Weltkrieg“ zusammentritt. Scholz selbst garniert sein Pokerface die meiste Zeit mit einem wissenden Lächeln. Wenn man dann noch voraussetzt, dass unserer Regierung Corona-Informationen vorliegen, die Normalsterblichen nicht zugänglich sind: So schlimm kann es dem Auftreten der Beteiligten nach ja wirklich nicht um die aktuelle Lage bestellt sein.

Quelle

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